Zingiber officinale

Psychoaktive Gewürze

Zingiber officinale (Zeichnung: Franz Eugen Köhler)

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Syn.: Amomum angustifolium Salisb., Amomum zingiber L.

Traditionelle Bezeichnungen: Common Ginger (engl.), Gember (holl.), Ginger (engl.), Ingwer, Ingefaer (dän.) u.a.

Familie: Zingiberaceae (Ingwergewächse)

Aussehen: Der gemeine Ingwer wächst bis über 1 m hoch, hat viele grüne, zweiteilig geordnete, lanzettliche und lange Blätter und einzelne, gelbe/ violett gepunktete Blüten. Zingiber officinale ist eine Rhizome bildende Pflanze.

Verbreitung: Südasien

Inhaltsstoffe: Zingiberen, Zingiberol in äth. Öl.

Kulturhistorische Geschichte: Der Ingwer wird seit Alters her in Südasien als Heilmittel (asiatisch medizinische Entsprechung/Eigenschaft: ‚heiß‘) und als das Genital belebendes Aphrodisiakum verwendet. Medizinisch kann Zingiber officinale gegen Erbrechen, Erkältungen, Rheuma, Reisekrankheit und Übelkeit eingesetzt werden. Marco Polo brachte die Pflanze, welche seit Beginn unserer Zeitrechnung bekannt ist, nach Europa.

Verwendung: Die getrocknete, gemahlene Wurzel wird als Speisewürze verwendet. Aus der frischen oder trockenen Wurzel kann ein Kaltgetränk oder Tee bereitet werden. Ich testete im Rahmen meiner ausführlichen Galanga-Experimente (siehe Kaempferia galanga) im Selbstversuch sieben Teelöffel pulverisierte Ingwerwurzel, welche als Kaltgetränk zubereitet wurden. Abgesehen vom eher abscheulichen Geschmack und dem rebellierenden Magen hatte ich gute Gefühle auf Zingiber officinale, die sich durchaus mit der Galanga-Wirkung messen lassen können, diesen auch sehr nahe kamen, allerdings wesentlich schwächer und auch kürzer spürbar waren.

mit freundlicher Genehmigung von Hartwin Rhode „Entheogene Blätter“

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