Wie wirken Edibles?

Edibles Wie funktionieren eigentlich Edibles? Diese Frage haben sich bereits viele Erstkonsumenten von Cannabis gestellt. Mit gutem Grund, da der Genuss solcher Produkte ein Minimum an Kenntnissen über ihre Wirkungsweise voraussetzt. In diesem Artikel vermitteln wir Ihnen die grundlegenden Kenntnisse über cannabishaltige Lebensmittel (Edibles). Lesen Sie mehr und konsumieren Sie verantwortungsbewusst!

Wie wirken Edibles?

Wie funktionieren eigentlich Edibles? Diese Frage haben sich bereits viele Erstkonsumenten von Cannabis gestellt. Mit gutem Grund, da der Genuss solcher Produkte ein Minimum an Kenntnissen über ihre Wirkungsweise voraussetzt.

Es ist in der Tat wichtig zu wissen, welche Wirkungen ein Edible bei Ihnen auslöst und wie lange diese anhalten. Deshalb sind solche Produkte immer mit einem Etikett versehen, auf dem Sie Warnhinweise (z.B. „Geraten Sie nicht in Panik“), Angaben zur empfohlenen Verzehrmenge, zur Zeitdauer bis zum Eintreten der Wirkung und Informationen zur Zusammensetzung Ihres Edibles finden.

In diesem Artikel vermitteln wir Ihnen die grundlegenden Kenntnisse über cannabishaltige Lebensmittel (Edibles). Lesen Sie mehr und konsumieren Sie verantwortungsbewusst!

Wie funktionieren eigentlich Edibles?

Die Frage müsste genauer lauten: Wie funktionieren Cannabinoide? Cannabis wird von Ihrem Körper auf unterschiedliche Weise verarbeitet, je nach Art der Aufnahme. Die Wirkungen sind allerdings ziemlich gleich, vielleicht mehr oder weniger intensiv und mehr oder weniger andauernd.

Wenn Sie Cannabis rauchen, gerät der Rauch, in denen Cannabinoide wie THC enthalten sind, direkt in Ihre Lungen, wo er auf Millionen von Lungenbläschen trifft, die die Lungenwände bedecken. Diese Lungenbläschen absorbieren die Cannabinoide und geben sie an den Blutstrom ab. So erreichen sie innerhalb von Sekunden Ihr Gehirn und … Ta-da! Sie bekommen, was Sie wollten.

Beim Verzehr von Edibles gibt es zwei mögliche Szenarien. Wenn die Cannabinoide in mehr oder weniger flüssiger Form direkt über den Mund (insbesondere sublingual, d.h. unter der Zunge) aufgenommen werden, gelangen sie direkt in den Blutkreislauf. Wenn sich das Edible jedoch nicht im Mund löst, muss es verdaut werden, damit Ihr Körper es verarbeiten kann. Genauer gesagt muss es den Dünndarm bzw. die Leber erreichen. Sobald es dort angelangt ist, werden die im Edible enthaltenen Fette aufgespalten und schließlich an den Blutkreislauf abgegeben, um Nährstoffe, Cannabinoide und weitere Inhaltsstoffe an den Körper zu liefern. Je nach dem, was Sie verzehren, kann es zwischen 20 Minuten (unter der Zunge) und 2 bis 3 Stunden (über die Verdauung) dauern, bevor Sie eine Wirkung spüren.

(Weitere Informationen zum Rauchen im Vergleich zum Essen von Cannabis finden Sie hier.)

Welche Arten von Edibles gibt es?

Welches Edible eignet sich wann am besten? Der Unterschied zwischen 20 Minuten und 2 Stunden ist groß und kann darüber entscheiden, ob Sie einen gelungenen oder gescheiterten Abend oder Tag haben. Wählen Sie Ihr Edible deshalb sorgfältig und für genau das Erlebnis aus, das Sie sich wünschen.

„Space Cakes“ und andere über den Magen-Darm-Trakt aufgenommene Edibles sind der wahrscheinlich am weitesten verbreitete Edible-Typ. Dazu gehören alle Sorten von Kuchen, Brezeln, Keksen, Biskuits und alles, was sonst noch mit Cannabis gemischt, gekocht und gebacken (und nicht nur damit bedeckt) werden kann. Diese Art Edibles wird bereits seit Jahrzehnten von Cannabis-Fans geschätzt. Liegt es an der sehr einfachen Herstellung oder der Tatsache, dass ihr eigenes Aroma den Cannabisgeschmack perfekt überdecken kann, dass einige Nutzer diese getarnte Form bevorzugen? Wie dem auch sei, diese Art Edibles ist nicht nur im Handel sehr beliebt, sondern auch beim Durchschnittskonsumenten, der seine eigenen Cannabis-Edibles herstellt.

Die Verdauung dieser Produkte dauert genauso lange wie bei anderen Lebensmitteln. Die genaue Zeit hängt von Ihrem individuellen Stoffwechsel ab: Ist dieser schnell, bemerken Sie die Wirkung eines verzehrten Edibles bereits nach 1 Stunde. Wenn Sie einen langsameren Stoffwechsel haben, müssen Sie vielleicht 2 bis 3 Stunden warten, bevor der gewünschte Effekt eintritt.

„Cannabis-Lollipops“ und andere sublinguale Edibles zeigen auch keinen sofortigen Effekt, wie er beim Rauchen auftritt, wirken aber schneller als die zuvor dargestellten Edible-Typen. Dazu zählen Lutscher und auf ähnliche Weise aufgenommene Produkte wie z.B. Bonbons. Der Hauptunterschied zwischen diesen sublingualen und den über den Magen-Darm-Trakt aufgenommenen Edibles besteht darin, dass erstere die Cannabinoide direkt in den Mund abgeben, von wo sie über das Gewebe in den Blutstrom gelangen. Es gibt aber kein sicheres Verfahren, um zu garantieren, dass ein sublinguales Edible möglichst effizient aufgenommen wird. Was Sie tun können, ist nur, sorgsam darauf zu achten, dass es wirklich unter der Zunge absorbiert wird. Letztlich hängt die Effizienz der Aufnahme aber von der Technik ab, mit der das Cannabis in das Edible gebracht wurde, sowie von dessen Zusammensetzung (wobei Fette, Alkohol und Emulgatoren den Aufnahmeprozess unterstützen). Alles zusammengenommen, werden Sie im schlimmsten Fall nicht so wie gewünscht von der Aufnahme über die Mundschleimhaut profitieren. Ärgern Sie sich aber nicht, sondern warten Sie etwas, bis die Cannabinoide nach ein paar Stunden Ihre Leber erreicht haben. Dann bekommen Sie vielleicht immer noch das, was Sie sich gewünscht hatten. Und wer eine sofortige medizinische Wirkung ohne die Inhalation von Rauch benötigt, kann es ja einmal mit dem Verdampfen probieren.

Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass einige Edibles auch als „Hybride“ konzipiert sind. Zunächst geben sie Cannabinoide über den Mund ab, während Sie sie essen. Nachdem sie verzehrt sind, nehmen sie dann noch den langen Weg ins Verdauungssystem. Es handelt sich dabei um die Edibles, an denen man zunächst etwas „lutschen“ kann, bevor sie verschluckt werden: Schokolade, Buttertoffees, Getränke usw.

Wie wirkt ein Edible bei mir?

Ein normal starkes Edible hat Wirkungen, die intensiver als bei jeder anderen Art der Cannabis-Aufnahme erlebt werden. Die Intensität dieser Wirkungen hängt in großem Umfang davon ab, wie viel Cannabis in dem Edible ist und in welcher Form es vorliegt. Wenn Sie über diesen spezifischen Parameter optimale Informationen haben wollen, empfehlen wir, Ihre Apotheke, den Coffeeshop oder Ihren Plätzchen backenden Freund danach zu fragen.

Allerdings spielt nicht nur die Dosierung eine Rolle. Unabhängig davon und von dem, was Sie sonst noch gegessen oder getrunken haben, und welche Tätigkeiten Sie nach dem Konsum ausüben: Verantwortlich für die Intensität der Wirkung ist letztlich immer das 11-Hydroxy-THC.
Tatsächlich ist es nämlich so, dass dann, wenn das wichtigste psychoaktive Cannabinoid THC in den menschlichen Körper gelangt, es zu 11-Hydroxy-THC metabolisiert (umgewandelt) wird, das wesentlich wirksamer ist. Dieser Metabolit hat außerdem die Eigenschaft, leichter in das Gehirn zu gelangen und deshalb beim Konsumenten eine viel stärkere Wirkung auszulösen. Die Umwandlungsrate ist dann besonders hoch, wenn das Cannabis gegessen wird, nicht aber beim Rauchen oder Verdampfen. Aus diesem Grund rangieren Edibles hinsichtlich der Wirksamkeit auf Platz 1!

Die Bandbreite der Cannabis-Wirkungen ist groß und vielfältig. Edibles tendieren aber dazu, stärker auf körperliche Wirkungen fokussiert zu sein. Das bedeutet aber nicht, dass keine anderen Wirkungen auftreten. Andererseits bedeutet es, dass Edibles ideal für Patienten, insbesondere Patienten mit chronischen Schmerzen, Übelkeit oder Entzündungen sein können. Viele Konsumenten wünschen auch einfach eine sofortige Wirkung, gleich ob sie Cannabis aus medizinischen Gründen oder als Genussmittel verwenden. Bei Cannabis-Edibles ist der Aufnahmeprozess nicht immer zeiteffizient. Aber mit einem Minimum an Vorbereitung kann dies trotzdem erreicht werden: Planen Sie im Voraus und nehmen Ihr Edible mit Bedacht ein, um die maximale Wirkung zu erzielen.

Bewährte Praktiken beim Verzehr von Edibles

Die handelsüblichen Cannabis-Edibles enthalten meistens sehr hohe Cannabis-Konzentrationen. Sogar für regelmäßige Konsumenten können sie sich als übermäßig stark erweisen, wenn der Verzehr ohne genügend Informationen oder unüberlegt erfolgt. Achten Sie darauf, alle Positionen dieser Liste zu prüfen, bevor Sie konsumieren!

  • Lesen Sie das Etikett auf Ihrem Edible aufmerksam

Wahrscheinlich sind Sie nicht gewohnt, Etiketten von Lebensmitteln oder anderen gekauften Dingen zu lesen. Bei Edibles hingegen ist es eine Grundregel. Auf dem Etikett finden Sie Informationen über die empfohlene Verzehrmenge und wahrscheinlich auch über die Cannabis-Sorte, die Dosis usw. Wenn Sie ein selbst gebackenes Edible bekommen haben, fragen Sie Ihren Plätzchen backenden Freund danach. Unterschätzen Sie nie die Stärke der Wirkungen von Edibles, auch wenn Sie ein erfahrener Cannabis-Raucher bzw. -Verdampfer sind.

  • Keine Experimente auf leeren Magen

Denken Sie vor dem Genuss eines Edibles an einen Imbiss oder sogar eine Mahlzeit. Allerdings sollten Sie nicht mehr viel essen, während Sie auf die Wirkung des Edibles warten. Je nach Ihrem individuellen Stoffwechsel können aufgenommene Fette die Wirkung verstärken (wenn Sie schon mehr Erfahrung mit Edibles haben, können Sie diesen Punkt wahrscheinlich von der Liste streichen).

  • Werden Sie nicht ungeduldig

Sobald Sie die Menge des zu verzehrenden Edibles festgelegt haben, nehmen Sie es ein und warten Sie die empfohlene Zeitspanne ab, bevor Sie noch mehr konsumieren. Beachten Sie von Anfang an, dass der Genuss von Edibles zunächst einmal weniger wirksam sein kann. Nehmen Sie aber nicht mehr, bevor genügend Zeit verstrichen ist.

  • Stellen Sie sich auf eine starke Wirkung ein

Der Cannabis-Genuss in Form von Edibles führt zu einem völlig anderen Erlebnis als bei einem Joint (siehe oben). Wenn Sie bisher beim Ausgehen intensive Wirkungen verspürt haben (im Gegensatz zu einem Konsum daheim), bleiben Sie besser zu Hause und/oder haben Sie mindestens eine nüchterne, vertrauenswürdige Person bei sich.

  • Entspannen Sie sich

Warum treten bei regelmäßigen Cannabis-Konsumenten die meisten „unerwünschten“ Nebenwirkungen nicht mehr auf, die Cannabis haben kann? Das ist natürlich eine Frage der Toleranz, die regelmäßige Konsumenten im Laufe der Zeit entwickeln. Allerdings verschwinden Effekte wie Paranoia oder Ängste oft einfach deswegen, weil sie vom Konsumenten nicht gewünscht sind. Das ist eine Art Teufelskreis: Jemand nimmt erstmals Cannabis mit Befürchtungen und der Angst, dass das Unbekannte zu mächtig wird, was dann schließlich genau zu diesen Ängsten und zu Paranoia führt. Wenn Sie dagegen eine positive Grundeinstellung haben, sich entspannen und daran denken, dass Sie von vertrauenswürdigen Freunden umgeben sind, wird das Cannabis Ihnen diese positiven Gefühle zurückgeben.

Sind Sie Experte für Edibles? Kennen Sie weitere Tipps und Tricks? Haben Sie aufregende Erinnerungen an Ihren ersten Edibles-Konsum? Teilen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren mit.

Und nicht vergessen: Unterstützen Sie Neulinge, indem Sie dafür sorgen, dass sie ihr Cannabis in einer sicheren und freundlichen Umgebung genießen können!

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