Turbina Corymbosa – Ololiuhqui

Ein weißblütiges und seltenes Windengewächs, das man in den Bergen Südmexicos finden kann. Der Ololiuhqui ist eine traditionelle Droge der mexikanischen Indianer, und bereits die frühen spanischen Eroberer berichten von seinem Gebrauch als okkulte Droge, mit deren Hilfe sich die aztekischen Priester Visionen verschafften. Der Begriff Ololiuhqui wird gelegentlich auch auf Ipomea- Arten angewandt.

Verwendung: 50 – 500 Samen werden gut gemahlen, in einer Tasse Wasser eingeweicht und anschließend geschluckt. Die Indios bereiten sich gelegentlich auch einen Tee aus den Blättern.

Wirksame Inhaltsstoffe: Vor allem D-Lyserg-Säure-Amid (LSA), eine dem LSD sehr nahe verwandte Substanz und mehrere Nebenalkaloide.

Wirkungen: Rauschzustand von etwa 6 Stunden Dauer gefolgt von entspanntem Gefühl. Während der ersten Stunde kann Übelkeit auftreten. Meist kommt es recht schnell zu einem schläfrigen Zustand, in dem der Berauschte oft beeinflußbar ist; es treten Halluzinationen auf. Diese sind deutlich schwächer als die von LSD verursachten. Der Inhalt des im Rausch Gesehenen hängt stark von der Erwartungshaltung des Berauschten und der evtl. Steuerung des Rauschs durch eine andere Person ab. In indianischen Zeremonien werden Ololiuhqui- Berauschte von den Schamanen durch den Rausch geführt, treten in Kontakt mit Geistern und Dämonen und finden so Antworten auf ihre Fragen. Selten scheinen einzelne Personen nicht auf Ololiuhqui anzusprechen; diese berichten dann nur von einer leichten Euphorie.

Nebenwirkungen: Menschen mit Lebererkrankungen und schwangere Frauen sollten kein LSA einnehmen. Daneben können die im Abschnitt „Halluzinogene“ beschriebenen Nebenwirkungen auftreten.

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