Trichocereus pachanoi – San Pedro

Trichocereus-Arten sind schnellwüchsig, leicht erhältlich, werden häufig als Propf-Unterlage verwendet und lassen sich leicht aus Samen ziehen.

Verwendung: Ein Stück von etwa 7,5 cm Durchmesser und 15 – 27 cm Länge wird abgeschnitten, geschält und gegessen. Das, was der Schale innen anhaftet, wird abgekratzt und mitgegessen, da es stark wirkstoffhaltig ist. Genauer ist es, vom Trockengewicht auszugehen: 100 Gramm entsprechen einer 300 mg-Dosis Mescalin bei durchschnittlichem Wirkstoffhalt, der von in Deutschland erhält- lichen Kakteen oft nicht erreicht wird.

Wirksame Inhaltsstoffe: Meskalin und geringere Mengen von Nebenalka- loiden. Die Wirkstoffangaben in der Literatur schwanken stark; angegeben werden 0, l Prozent Meskalin, bezogen auf das Frischgewicht bis 0,3 Prozent bezogen auf den getrockneten Kaktus. Die normale Konsumdosis beträgt bei Meskalin 0, l bis 0,5 Gramm. Kakteen aus dem deutschen Handel schwanken sehr stark im Wirkstoffgehalt. Sogar Pflanzen aus der gleichen Gärtnerei, zu verschiedenen Zeiten bezogen, wiesen extreme Unterschiede auf: von deutlich wirksam bis fast unwirksam.

Wirkungen: siehe unter Lophophora williamsii.

Nebenwirkungen: Einigen Personen wird von Meskalin übel. Es wird emp- fohlen, mescalinhaltige Substanzen langsam, über einen Zeitraum von 45 Mi- nuten verteilt, einzunehmen. Ab mehr als etwa 1,5 Gramm Meskalin wird vor Leberschäden und dem Tod durch Atemlähmung gewarnt.

Bezugsquellen: Kaktus-Gärtnereien, Elixier. San Pedro ist häufiger zu finden als der „klassische“ Mescalin-Kaktus Anhalonium lewinii oder Lophophora williamsii. Samen aller möglichen Kakteenarten gibt es bei OTJ.

Sonstiges: Meskalin unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Von der Einnahme von meskalinhaltigem Material wird daher abgeraten. Mescalinhaltige Kakteen unterliegen nicht dem BtMG. Der Handel mit diesen, auch mit deren Samen aus botanischem Interesse ist zulässig. Das Ernten, das Trocknen, die Herstellung von Auszügen aus mescalinhaltigen Kakteen können rechtlich als strafbare Gewinnung von Betäubungsmitteln gewertet werden. Ausführlichere Angaben zur Mescalin- Wirkung und zu den Halluzinogenen im allgemeinen finden Sie in den entsprechenden Abschnitten im zweiten Teil des Buches. Gelegentlich wird behauptet, San Pedro (oder andere Kakteen) enthielten Strychnin. Dies ist falsch.

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