Brugmansia und Datura

Brugmansia-suaveolens

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Familie

Nachtschattengewächse  (Solanaceae)

Wirkungsweise
Engelstrompeten  blockieren den Neurotransmitter Acetylcholin,  sie wirken als muscariner ACH-Rezeptor M1 Antagonist.

 

Übersicht

Brugmansia ist eine Gattung der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und umfasst sechs blühende Arten, die in den subtropischen Gebieten von Südamerika entlang den Anden von Kolumbien bis zum nördlichen Chile und im südöstlichen Brasilien heimisch sind. Sie sind als Engelstrompeten bekannt und teilen diesen Namen mit den ihnen nahe verwandten Stechapfelgewächsen (Datura). Die Gattung Brugmansia hat hängende und nicht wie Datura aufrechte Blüten und ist mehrjährig und holzig ist, während Datura krautartige, meist einjährige oder nur kurzlebende ausdauernde Pflanzen hat.

Eine vollständige Liste der Brugmansia Gattung:

Brugmansia arborea, Anden (Ekuador und nördliches Chile). B. aurea, Anden (Kolumbien bis Ekuador). B. longifolia und B. sanguinea, Anden (Kolumbien bis Peru und Bolivien), B. suavelens, Südöstliches Brasilien im Westen bis zu Bolivien und Peru. B. versicolor, Ekuador. B. vulcanicola. (B. vulcanicola ist nach Rätsch jetzt eine Subspecies von B. sanguinea ssp. vulcanicola und kommt nur in Gebieten nahe Puracé im vulkanischen Kolumbien in Höhen größer als 3,000 Meter vor (Rivera et al., 1989))

Datura

Engelstrompete, thorn-apple, Indian-apple, moonflower, nacazcul, toloatzin, tolguache, toloache

Diese wunderschöne Gattung hat 15 bis 20 Arten von einjährigen und mehrjährigen Pflanzen, Sträuchern und Bäumen, alle mit trompetenförmigen Blüten und halluzinogener Wirkung.

Datura meteloides, sich öffnende Blüte

Wirkungsweise

Datura Arten hemmen den Neurotransmitter Acetylcholin und sind Antagonist für den muskarinischen Acetylrezeptor (ACH-Hemmer und Antagonist).

Übersicht

Datura ist eine Gattung von neun Stechapfel Arten, die am Abend blühen und zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) gehören. Datura sind einjährige oder kurzlebig mehrjährige Pflanzen mit holzigen belaubten Stämmen. Sie können bis zu 2 m hoch werden. Die Blätter sind wechselständig, 10-20 cm lang, 5-18 cm breit und gezähnt. Die Blüten sind trompetenförmig, 2-20 cm lang und haben an ihrem weitesten Umkreis einen Durchmesser von 4-12 cm. Sie stehen aufrecht oder schräg aufrecht, aber hängen nie herunter wie die  trompetenförmigen Blüten von Brugmansia. Die Farben der Blüten variieren von weiß zu gelb, rosa sowie einem hellen Lila. Die Frucht ist eine dornige Kapsel 4-10 cm lang und 2-6 cm breit; deshalb der Name Stechapfel. Er bricht bei Reife auf, um zahlreiche Samen auszustreuen, die sich über Weiden, Felder und Brachland verbreiten.

Aufzählung der Datura Arten

  • • Datura ceratocaula (hornartiger Stechapfel);
  • • Datura discolor (Heiliger Stechapfel, Wüstenstechapfel);
  • • Datura inoxia oder Datura innoxia (Mexikanischer Stechapfel, Großblütiger Stechapfel, Flaumiger Stechapfel, Indischer Apfel, Mondblume);
  • • Datura leichhardtii, syn. D. pruinosa (Leichhardts Stechapfel, Australischer Stechapfel);  Datura metel (Indischer Stechapfel)
  • • Datura quercifolia (Eichenblättriger Stechapfel);
  • • Datura stramonium, syn. D. inermis, D. ferox u.a. (Gemeiner Stechapfel, Dorniger Stechapfel, Jimsonweed u.a.);
  • • Datura wrightii (Wrights Stechapfel, Kalifornischer Stechapfel, Heiliger Stechapfel)

Es gibt noch viele weitere Unterarten

Wirkung

Datura Arten gehören zusammen mit den tödlichen Bilsenkräutern (Hyoscyamus) und den Alraunen (Mandragora) zu den „Zauberkräutern“. Die meisten Teile der Pflanze enthalten toxische Halluzinogene. Datura Pflanzen sind seit langem bekannt Wahnzustände und Tod herbeiführen zu können. Sie sind eine wichtige Zutat zu Liebes- und Hexentränken.

Ein Daturarausch erzeugt aufgrund seiner starken Kombination von anticholinergen Substanzen eine Wirkung, die einem anticholinergen Delirium mit den folgenden Symptomen ähnelt:

  • • Vollständige Unfähigkeit zwischen Realität und Phantasie zu unterscheiden
  • • klare Wahnvorstellungen im Gegensatz zu Halluzinationen;
  • • erhöhte Temperatur;
  • • Tachykardie;
  • • absonderlich und eventuell auch gewalttägiges Verhalten;
  • • Mydriasis (beidseitige Pupillenerweiterung) mit resultierender schmerzhafter Photophobie (Empfindlichkeit gegen Licht), die mehrere Tage anhalten kann.
  • • Schwere Gedächtnisstörung

Krautartige Stechäpfel

Datura fastuosa L., früher D.metel.(D. innoxia).

Eine einjährige Pflanze, 1.2 bis 1.5 m hoch, mit eiförmigen 18 bis 20 cm langen Blättern. Die Blüten sind 18 cm lang, innen weiß, außen violett und gelblich, und haben einen purpurfarbenen Kelch. Die Frucht ist eine dornige Kapsel, 4 cm im Durchmesser. Einheimisch in Indien, eingebürgert in den Tropen beider Hemisphären.

Datura fastuosa, Zuchtform "double purple" - Blüte und Samenkapsel

D. inoxia Mill. Eine niedrig wachsende, sich ausbreitende mehrjährige Pflanze mit haarigen 5 bis 10 cm langen Blättern. Die Blüten sind weiß, 15 bis 18 cm lang und zehn-lappig. Die Frucht ist stachelig, 5cm oder mehr im Durchmesser. Einheimisch in Mexiko und dem Südwesten. Ähnlich der D. meteloides Pflanze. Die Samen brauchen einige Wochen zum Keimen. Als einjährige Pflanze im Garten zu kultivieren.

D. meteloides DC. Eine aufrechte mehrjährige Pflanze mit 5 bis 13 cm langen Blättern. Die Blüten sind weiß, 20 cm lang, oft rosarot oder violett gefärbt und duftend. Die Kapsel ist extrem stachelig, 5 cm im Durchmesser. Einheimisch im Südwesten und Mexiko. Die Samen brauchen 3 bis 5 Wochen zum Keimen und sollten in feuchtem Torfmoos gehalten werden. Sie sollten vorher nicht eingeweicht werden und sollten 90 bis 120 cm entfernt wachsen. Als einjährige Pflanze im Garten zu kultivieren.

D. stramonium L. “Jimson Unkraut,“  gemeiner Stechapfel. Eine haarlose einjährige Pflanze mit grünem Stamm , 60 bis 120 cm hoch, mit wenigen Zweigen und 5 bis 20 cm langen, eiförmigen Blättern. Die Blüten sind weiß, 10 cm lang. Die Kapsel ist eiförmig, bis zu 5 cm lang und enthält viele schwarze Samen. Bei D. stramonium, Varietät tatula ist die Blüte purpurviolett oder lavendelfarbig, die Stämme sind purpurfarbig. Als Kosmopolit auf der ganzen Erde verbreitet. Die Pflanze kann leicht von Samen gezogen werden. Sie keimen auch leicht ohne Beheizung von unten. Gedeiht prächtig in reichem Boden mit sonniger Lage. Kann draußen im Mai in 50 cm entfernten kleinen Haufen ausgesät werden, mit 4 Samen pro Häufchen. Nach dem Keimen nur das stärkste Pflänzchen wachsen lassen, die anderen beseitigen.

Datura-stramonium-flower-and-fruit

Datura stramonium, Blüte und Samenkapsel

D.chlorantha Hook. Eine haarloser, mehrjähriger Busch, der gelegentlich 3 Meter hoch wird. Er hat fast dreieckige, am Rande gewellte Blätter. Die Blüten sind gelb, hängen herunter und reifen in einer stacheligen Kapsel. Dieser Busch ist nicht ein echter Datura Baum, obgleich er gelegentlich ähnliche Höhen erreicht. Gewöhnlich wird er als eine hohe einjährige Pflanze angebaut.

Anbau und Vermehrung

Die krautartigen Stechapfel Gewächse werden gewöhnlich früh im Frühling von Samen gezogen. Sie sollten im Norden im Haus auf flachem Boden vorgezogen werden, oder dort ausgesät werden, wo sie wachsen sollen. Die mehrjährigen Arten sprießen gewöhnlich aus den dicken knolligen Wurzeln, die im Norden im Herbst ausgegraben und in halbtrockenem Torfmoos aufbewahrt werden können, oder auch an einem kalten Platz in Sägemehl oder Sand bis zum Frühjahr überwintern können. Diese Stechapfel Gewächse  ziehen gewöhnlich lockere, sandige Böden von trockener Art und sonniger Lage vor. Die im Südwesten einheimischen Arten überstehen beträchtliche Trockenheit.

Ernte

Die Blätter und Spitzen werden am besten geerntet, wenn die Pflanzen in voller Blüte stehen, aber sie können auch jederzeit vom Erscheinen der Blüten an bis zum Frost geerntet werden. Sie werden vom Stamm abgepflückt und so schnell wie möglich getrocknet. Frische Blätter haben einen übel riechenden Geruch, der beim Trocknen verschwindet. Samen, die für psychoaktive Zwecke bestimmt sind, werden geerntet indem man die Kapseln pflückt, wenn sie reif aber noch grün und ungeöffnet sind. Sie werden in der Sonne oder bei niedriger Temperatur getrocknet. Samen für Vermehrungszwecke sollten von Kapseln gewonnen werden, die sich gerade öffnen, indem man die Samen entfernt und sie ebenfalls in der Sonne trocknet.

Weitere Vermehrungstipps

Brugmansia – Tree Datura, Engelstrompete

Die Brugmansien können in zwei Gruppen unterteilt werden: die tropische Gruppe: B. suaevolens, B. versicolor, B.x insignis und ‘Lockwood Clone’ und die Anden-Hochland-Gruppe: B. aurea, B. sanguinea, B.x candida und ‘Hairy Yellow’ Dieser Unterschied ist wichtig, wenn man sie bei sich wachsen lässt. Ansich sind B. mit die einfachsten Pflanzen, und sicherlich die mit dem größten Showeffekt bei geringstem Aufwand; jedoch haben die Hochlandsorten eher Schwierigkeiten mit der Sommerhitze, während die tropischen B. eher frostempfindlich sind. Keine von ihnen mag Frost, aber die meisten schlagen aus dem Stamm wieder aus, wenn sie vom Frost beschädigt wurden. Wir säten vor einigen Jahren ‘Hairy Yellow’ und pflanzten eine von ihnen zwei Jahre später nach draußen. Die folgenden zwei Jahre brachten Rekordfröste und eben als der Baum groß genug war um zu blühen, kam der Winter. Jeden Frühling schlug er reicher aus bis zum letzten Winter, der ziemlich mild war. Er kam im Herbst zur Blüte und ist seit einigen Monaten mit großen goldenen Blüten bedeckt. Die Hochlandsorten hören normalerweise auf zu blühen, wenn es zu warm wird und die Tropensorten machen sich vor allem in Zonen mit kalten Wintern besser im Haus oder Gewächshaus. Sie sind leicht zu halten, gib ihnen nur genügend Wurzelraum, ein 5 Liter-Topf reicht für ein Jahr aber 10 -20 Liter sind besser. Auch junge, kleine Pflanzen blühen willig. Nimm gehaltvolle Erde, Wasser bevor sie verwelken, volle Sonne (außer für B. sanguinea) und lasse sie ansonsten in Ruhe. Der Geruch der Blüten verbreitet sich vor allem in der Dämmerung und die Blüte scheint einem lunaren Zyklus zu folgen. In milden Klimaten können sie im Freien bis zu 4 Meter hohe Büsche bilden, sollten aber auch als Kübelpflanze in Form geschnitten werden. Die Samen werden 1cm tief in sterile Erde gesät und in diffusem Licht warm und feucht gehalten. Achte auf Fäulnis! Sie sollten in zwei Wochen keimen, können aber auch mehr als einen Monat brauchen. Der Keimling hat oft Schwierigkeiten, sich von der Samenhülle zu befreien. Evtl. muss er vorsichtig mit einer feinen Schere oder einem Nagelknipser freioperiert werden, aber nicht die Keimblätter verletzen! Sobald die ersten echten Blätter erscheinen, umtopfen und vor voller Sonne schützen.

Brugmansia suaevolens

Die Torfballen in einem passenden Behälter einweichen. Aussaat ab Feb./März: Samen anfeilen und 1 Tag in lauwarmem Wasser quellen lassen. Leicht in die Erde drücken. Abdecken und bei 22- 26°C hell und feucht halten. Keimdauer 4-6 Wochen, auch später. Besonders nach dem Keimen hin und wieder lüften. Vereinzeln, 3-4 Wochen nach Keimung mit Ballen auftopfen und hell bei 16- 18°C stellen. Ab Mai abhärten und in großem Topf ins Freie. Alle 3-4 Wochen düngen, viel Wasser. Im Herbst nach Blattfall auf wenige Triebe zurückschneiden, kühl und hell überwintern. Im Frühling umtopfen, düngen, ab Mai ins Freie.

Brunfelsia

Die Samen werden 1/2 cm tief in sterilen feuchten Saatmix gesteckt und in hellem aber indirektem Licht gehalten. Sie brauchen mehrere Wochen bis zum Keimen und sollten öfters auf Schimmel untersucht werden. Keimlinge müssen bald pikiert und zunächst auf kleine Töpfe gezogen werden. Alle Brunfelsien mögen tropische Bedingungen, können aber an Wohnungs- oder Gewächshausbedingungen angepasst werden. Wenn Frost vermieden wird, fühlen sie sich wohl und blühen jedes Jahr, wenn die Temperatur zwischen 14°C und 25°C gehalten wird. Besonders große Brunfelsiensind gute Heimflanzen. Otj halten einige im Gewächshaus, um sie durch veränderte Bedingungen jederzeit zum Blühen zu bringen. Die Erde sollte locker und nährstoffreich sein, ein gutes Rezept schreibt 2 Teile lehmige Gartenerde, 1 Teil auflockernde Stoffe, 1 Teil Blätterkompost und ein Teil Sphagnummoos vor. Mäßig gießen. Die Wurzeln dürfen sich nicht drängeln, lieber öfters umtopfen. Weiterhin nur indirektes Licht, bis 30 cm hoch und verzweigt. Pflanzen blühen oft schon im ersten Jahr.

In tropischen Gegenden wachsen die Pflanzen draußen zu 3m hohen Sträuchern heran und können für einen buschigen Wuchs oft gestutzt werden.

Brunfelsien lassen sich auch leicht aus Stecklingen ziehen, bis auf die Triebspitze alle Blätter entfernen und in sterile Erde stecken. In feuchtwarmem Mikroklima (Plastiktüte!) entwickeln sich schnell Wurzeln. Meine Brunfelsia americana hatte zunächst Wollläuse, die sich aber leicht absammeln ließen.

Baumartige Stechäpfel

Datura arborea L. Ein kleiner Baum, der bis 3 m hoch wird und 20 cm lange weiche, haarige, gepaarte Blätter hat. Die Ränder sind glatt, nie wellig. Die Blüten haben einen Moschus Duft, sind weiß mit grünen Adern, 15 bis 23 cm lang und hängend. Der Kelch ist auf einer Seite eingeschnitten. Die Frucht ist glatt, 6 cm lang. Einheimisch in Peru und Chile. Kann von D.candida durch die Länge der Blüten und Blätter unterschieden werden.

D. candida (Pers.) Pasq. Ein kleiner Baum, 3 bis 3,6 m hoch, mit 40 cm langen, eiförmigen, flaumigen Blättern. Die Blüten sind weiß, duften nach Moschus, hängen herunter und sind ungefähr 25 cm lang. Der Kelch ist an einer Seite eingeschnitten. Die Frucht ist glatt, 5 cm lang. Einheimisch im tropischen Amerika. Kann von D. arborea durch die große Länge der Blätter und von D. suaveolens durch den Kelch und die Blätter unterschieden werden. Stecklinge wurzeln langsam.

D. suaveolens Humb. & Bonpl. Ein kleiner 3 bis 4.5  m hoher Baum mit eiförmigen 15 bis 30 cm langen Blättern, die nur wenig behaart sind. Die Blüten sind weiß mit grünen Adern, hängend und 23 bis 30 cm lang. Der Kelch ist aufgeblasen und hat fünf dunkle Zähne. Die Frucht ist glatt, spindelförmig und 13 cm lang. Einheimisch in Brasilien. Kann von D. arborea und D. candida durch den fünfzähnigen Kelch unterschieden werden.

D. sanguinea Kuiz. & Par. “Huanto.”  Ein kleiner 1 bis 6 m hoher Baum  mit 18 cm langen, eiförmigen und an der Oberseite leuchtend grünen Blättern. Die Blüten sind 20 bis 25 cm lang, hängend, von hell orangeroter Farbe mit gelben Adern und nicht duftend. Die Frucht ist zugespitzt , ohne Dornen und 9 cm lang. Einheimisch in Peru. Von allen anderen Gattungen durch die roten Blüten unterschieden. Kommt selten vor; Stecklinge wachsen kaum an, zieht kalte Gebiete vor.

Anbau und Vermehrung

Die Baumstechäpfel können in frostfreien Gebieten draußen gezogen werden, ansonsten als Kübelpflanze. Sie können durch Samen vermehrt werden, falls diese erhältlich sind. Beheizung von unten fördert das Keimen sehr. Junge Pflanzen sollten oft gewässert werden, bis sie im Kübel wachsen können. Sie benötigen reichen, gut drainierten Boden und eine großes Pflanzgefäß. Ein audgedehntes Wurzelsystem ist notwendig für eine reiche Blüte. Im Sommer sollten sie einmal pro Woche mit Zugabe von flüssigem Dünger gewässert werden. In kalten Gebieten können Kübelpflanzen im Sommer draußen wachsen und in einem Keller oder ähnlichem Platz überwintern, da sie wenig Feuchtigkeit und Licht im Ruhezustand benötigen. Wenn sie draußen gepflanzt werden, sollten sie möglichst windgeschützt stehen. Außer D.sanguinea können sie auch durch Schnitt-Stecklinge vermehrt werden. D.sanguinea ist die härteste dieser vier Pflanzen.

Ernte

Die Blätter können zu jeder Zeit geerntet werden, aber man sollte aber genügend am Baum für ein gutes Wachstum belassen.

Sie bilden selten Samen; wenn sie es tun, sollten die reifen Kapseln abgenommen werden, um die Samen in der Sonne trocknen zu lassen.

Scopolamin

Nebenwirkungen

Alle Datura Pflanzen enthalten speziell in den Samen sowie in den Blüten Tropan Alkaloide, wie Scopolamin, Hyoscyamin / Atropin. Über Jahrhunderte wurde Datura in einigen Kulturen wegen dieser Substanzen als Gift und Halluzinogen genutzt. Eine Variation von Giften zwischen verschiedenen Pflanzen der gleichen Art kann leicht in der Größenordnung von 5:1 vorkommen. Es besteht zudem eine Abhängigkeit vom Alter, den Bodenverhältnissen und dem Wetter. Dieser breite Variationsbereich bewirkt die Stechäpfel äußerst gefährlich um als Droge verwendet zu werden. Bei traditionellen kulturellen Anwendungen mussten die Konsumenten über eine große Erfahrung und ausführliche Pflanzenkunde verfügen, damit sie nicht zu Schaden kamen. In unserer Zeit existiert dieses Wissen oft nicht mehr, was die häufigen Unfälle durch die Einnahme von Datura erklärt.

Atropin, Hyoscyamin

Atropin, Hyoscyamin

Seit den 90`ern findet man regelmäßig Berichte in den Medien, dass Konsumenten durch die Einnahme von Datura starben oder schwer erkrankten. In der medizinischen Literatur kann man ebenfalls mehrere Dokumentationen von Todesfällen durch Datura stramonium und Datura ferox finden. Kinder reagieren sehr empfindlich auf Atropinvergiftung und haben mit größerer Wahrscheinlichkeit eine letale Prognose. In einigen Teilen Europas und Indiens war Datura ein beliebtes Gift bei Suizid und für Mörder. Die staatlichen Chemischen Laboratorien in Agra (Indien) haben zwischen 1950-1965 2,778 Tode untersucht, die auf Datura Anwendung zurückführten.

Suchtpotential

keines

Dokumentierte Notfälle pro Jahr

Unbekannt

Rechtlicher Status

Brugsmania und Datura werden nicht kontolliert

Literatur

Stechapfel und Engelstrompete: Ein halluzinogenes Schwesternpaar

Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen: Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendungen

Engelstrompeten. Brugmansia und Datura

Das grosse Buch der Engelstrompeten.

Datura

© Jürgen Siebers

Brugsmansia
Datura


Suppliers- Bezugsquellen
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Azarius


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