THC kann der Abstoßung transplantierter Organe vorbeugen

THC can prevent the rejection of transplanted organs

Die Organtransplantation hat in der Vergangenheit bereits das Leben von tausenden Menschen retten können, und sie tut das auch heute noch täglich. Aber dafür zu sorgen, dass alles glatt läuft, ist nicht ganz einfach. Eines der Probleme, das sich dabei stellt, beruht auf der Tatsache, dass unser Organismus darauf programmiert ist, sich durch das Immunsystem gegen mögliche Angriffe von außen zu schützen. Als ein solcher Angriff wird auch das transplantierte Organ eines fremden Menschen betrachtet. Das Immunsystem kann daher mit einer Abstoßungsreaktion auf das transplantierte Organ reagieren, die fatale Konsequenzen haben würde. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie, veröffentlicht in der Ausgabe der Zeitschrift Journal of Leukocyte Biology vom September 2015, legen jedoch nahe, dass Tetrahydrocannabinol oder Δ9-THC dazu beitragen kann, die Abstoßung transplantierter Organe oder Gewebe jedenfalls bei Nagetieren zu verzögern. Dabei handelt es sich um eines der bekanntesten und meist untersuchten Cannabinoide, das für viele oder sogar vielleicht für die meisten physischen und psychoaktiven Wirkungen von Cannabis verantwortlich ist.

Die Legalisierung von medizinischem Cannabis sowie des Cannabis-Freizeitkonsums ist in vielen Ländern der Welt ein aktuelles Thema: In einigen Ländern hat die Legalisierung bereits stattgefunden, in anderen ist man auf dem Weg dahin oder es wird zumindest darüber nachgedacht. Jeden Tag kommen neue Studien und wissenschaftliche Forschungen hinzu, die zahlreiche Vorteile und unbestreitbare medizinische und therapeutische Nutzanwendungen der Cannabispflanze sowie der in ihr enthaltenen Cannabinoide belegen und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Diese Forschungsergebnisse tragen dazu bei, die Zweifel derjenigen auszuräumen, die sich nach wie vor der Legalisierung der Pflanze widersetzen, zeigen jedoch auch, dass mit der wissenschaftlichen Forschung fortgefahren werden muss, um diese Studien im klinischen Umfeld mit Menschen durchführen zu können. Einige der aktuelleren Studien stehen im Zusammenhang mit dem Feld der Chirurgie, und in diesem Artikel konzentrieren wir uns auf eine der interessantesten Veröffentlichungen des letzten Jahres; eine Studie, die Cannabis noch einen weiteren Nutzen zuspricht, genauer gesagt: Dem Cannabinoid THC.

Das in der Cannabispflanze enthaltene THC könnte dazu beitragen, mehr Menschenleben mit einer Transplantation zu retten (CC. Prensa 420) Das in der Cannabispflanze enthaltene THC könnte dazu beitragen, mehr Menschenleben mit einer Transplantation zu retten (CC. Prensa 420) 

Die therapeutische Bedeutung von THC

Laut der Studie mit dem Titel “Δ9-Tetrahydrocannabinol attenuates allogeneic host-versus-graft response and delays skin graft rejection through activation of cannabinoid receptor 1 and induction of myeloid-derived suppressor cells, veröffentlicht im Jahr 2015 und durchgeführt von einer Forschungsgruppe der Medizinischen Fakultät der University of South Carolina, kann Tetrahydrocannabinol (THC, eines der Hauptbestandteile der Cannabispflanze) dazu beitragen, die Abstoßung von Organen bei Transplantationspatienten mit einer Unverträglichkeit verzögern, und zwar durch die Aktivierung der CB1-Cannabinoid-Rezeptoren in den Immunzellen.

„Mit jeder neuen Forschungsarbeit werden weitere mögliche positive Wirkungen der in Cannabis enthaltenen Substanzen festgestellt, aber ein bedeutendes Problem war bisher die Identifizierung der dabei involvierten molekularen Wege“, so John Wherry, Mitherausgeber der Zeitschrift Journal of Leukocyte Biology, in einer Pressemitteilung.

Obwohl die Fähigkeit von THC zur Regulierung des Immunsystems zum ersten Mal bereits in den siebziger Jahren festgestellt wurde, legt diese neue Studie nun nach mehreren Versuchen an Nagetieren nahe, dass das THC das Resultat einer Organtransplantation verbessern könnte, indem es die Immunreaktion verzögert, die die Abstoßung der transplantierten Organe hervorruft.

Dadurch könnte die Anzahl der durch eine Organtransplantation geretteten Menschenleben steigen. Dies ist zweifellos ein weiterer Beleg für das therapeutische Potenzial von Cannabis und insbesondere des Cannabinoids THC, des zusammen mit CBD am meisten erforschten natürlichen Cannbinoids.

  • Organtransplantation: Was ist das?

Organtransplantationen sind eines der bedeutendsten Beispiele für den Fortschritt, den die medizinische Wissenschaft in den letzten hundert Jahren gemacht hat. Wenn Organe oder Gewebe eines Menschen krankheitsbedingt versagen, kann die Ersetzung des kranken Organs oder Gewebes durch ein korrekt arbeitendes notwendig sein. Damit das Leben des betroffenen Menschen verlängert werden kann, ist ein Spender nötig, und es muss dafür gesorgt werden, dass das Immunsystem des Empfängers nach der Transplantation des Organs oder Gewebes keine Abstoßungsreaktion auslöst.

Einige der häufiger transplantierten Organe sind die Nieren, die Leber, das Herz und das Knochenmark. Währende einige Organe (wie das Herz) nur im Todesfall der Spenderperson gespendet werden können, können andere (wie eine Niere, ein Teil der Leber, das Knochenmark) von lebenden Spendern gespendet werden.

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Die Zahlen sprechen auf der ganzen Welt für sich. Weltweit stehen hunderttausende Menschen auf den Wartelisten, und tausende sterben, während sie auf das Organ warten, das sie zum Weiterleben brauchen. Ein einziges Spenderorgan kann bis zu 8 Menschenleben retten. Ca. 10% der potentiellen Empfänger sterben, während sie auf die Transplantation eines Organs warten. Und täglich werden es mehr Menschen, die eine Organtransplantation brauchen, um weiterleben zu können.

Die Abstoßung transplantierter Organe: Wodurch wird sie ausgelöst?

Jeder von uns besitzt ein individuelles Immunsystem, das sowohl genetisch als auch durch das Umfeld beeinflusst ist, in dem wir uns im Laufe unseres Lebens aufhalten. Dieses System erkennt Fremdpartikel oder Infektionserreger, die nicht zu unserem Körper gehören, und hilft ihm dadurch, sich vor Krankheiten zu schützen. Die „nicht körpereigenen“ Stoffe können infektiös sein (wie Bakterien oder Viren); es kann sich aber auch um Zellen handeln, die von einer anderen Person stammen, deren Immunsystem und individuelle Immunreaktion im Vergleich zu einem anderen Menschen sehr unterschiedlich sind.

Unsere „angeborene Immunität“ leistet eine exzellente Schutzarbeit und zeichnet sich durch eine schnelle Abwehrreaktion gegen Infektionserreger aus (wie z.B. auf der Haut, unserem größten Organ), ebenso durch die Stimulierung nicht-spezifischer Immunzellen, die in den Körper eingedrungene, potenziell schädliche Substanzen zerstören. Heute wissen wir, dass alle eukaryotischen Zellen an ihrer Oberfläche Marker besitzen, die innerhalb eines anderen Körpers oder bei einer Transplantation als fremd erkannt werden. Diese Marker heißen Histokompatibilitätsantigene oder Transplantationsantigene und verleihen dem Gewebe jedes Menschen einzigartige Merkmale, die es vom Gewebe anderer Menschen unterscheidet.

Wenn jedoch ein Fall eintritt, der von so großer Bedeutung ist, dass er vom angeborenen Immunsystem nicht verarbeitet werden kann, tritt unser „adaptives Immunsystem“ in Aktion, das sich durch eine spezifischere, langsamere und langfristigere Immunreaktion von spezialisierten Zellen (wie den sog. T- und B-Zellen) auf die „nicht körpereigenen“ Stoffe auszeichnet. Dieser Immunreaktionstyp spielt bei der Abstoßung von transplantierten Organen die entscheidende Rolle.

Obwohl heute die Organ- und Gewebetransplantationen dazu beitragen können, die Lebenserwartung mehr denn je zu verlängern, gibt es dadurch immer noch Risiken bei dem Empfang von Organen einer anderen Person. Man unterscheidet heute verschiedene Arten der Abstoßung, jedoch besteht eines der Hauptprobleme darin, dass das Immunsystem des Empfängers (genauer dessen T-Zellen) das neue Organ oder Gewebe des Spenders als „nicht körpereigen“ erkennt und beginnt, es anzugreifen und zu zerstören.

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass das Immunsystem des Empfängers dem des Spenders so ähnlich wie möglich ist, was sich als schwierige Abstimmung erweisen kann angesichts der Einzigartigkeit des Immunsystems eines jeden Menschen und der Schnelligkeit, mit der das Versagen von Organen zum Tod führen kann. Und genau hier kommt das THC ins Spiel.

Das Immunsystem: Kann die Abstoßung verhindert werden?                                                             Um die Abstoßung des gespendeten Organs zu verhindern, muss das Gewebe des Spenders vor der Transplantation untersucht werden, um festzustellen, ob die darin enthaltenen  Antigene mit denen des Empfängers kompatibel sind oder nicht. Auch wenn diese Gewebeuntersuchung die maximal mögliche Ähnlichkeit des transplantierten Organs oder Gewebes mit den Antigenen des Empfängers sicherstellt, ist die Kompatibilität niemals hundertprozentig.

Mit Ausnahme eineiiger Zwillinge besitzt niemand Antigene, die mit denen einer anderen Person identisch sind. Deshalb – und um einer eventuellen Abstoßung vorzubeugen – ist es notwendig, Immunsuppressiva zu verwenden, die das Immunsystem ausschalten, sodass unser Körper keine ständige Immunreaktion auslöst und dadurch die Zerstörung des fremden Gewebes bewirkt.

Nach einer Transplantation liegt die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Abstoßungsreaktion je nach Organ zwischen 30 und 60%, aber auch eine solche Abstoßungsperiode bedeutet nicht notwendig den Verlust des Organs. Obwohl mehr als 90% der akuten Abstoßungsreaktionen mit den modernen Immunsuppressionsmitteln erfolgreich behandelt werden können, ist der Hinweis wichtig, dass die derzeit verfügbaren Immunsuppressiva zur Vorbeugung der Transplantatabstoßungen auch selbst schädliche Nebenwirkungen hervorrufen können, wie z. B. Durchfall, Bluthochdruck, Akne, Gewichtszunahme, einen erhöhten Cholesterinspiegel, hohe Zuckerwerte im Blut und die Anfälligkeit für Infektionen. Außerdem können sie das Risiko für Zahnprobleme erhöhen. Damit steht fest, dass es von entscheidender Bedeutung ist, sichere Behandlungsalternativen zu finden.

Unter Berücksichtigung aller genannten Faktoren und weil die Nachfrage nach Spenderorganen weit über dem verfügbaren Angebot liegt und die meisten Patienten oft nur eine einzige Chance mit dem Organ oder Gewebe eines Spenders haben, ist die Abstoßung eines Transplantats eine Katastrophe, die nicht selten mit dem Leben bezahlt wird. (Foto 3)

„Nach Angabe des Ministeriums für Gesundheit und Soziales der Vereinigten Staaten erfahren unter den Transplantatempfängern rund 25% der Nierenempfänger und 40% der Herzempfänger eine akute Abstoßungsperiode im ersten Jahr nach der Transplantation.“ (Stanford Medicine)

Transplantatabstoßung: Kann THC Hilfe zur Vorbeugung leisten?

Für die Durchführung der Studie, die uns hier beschäftigt, verabreichten die Forscher ein Placebo und THC an Nagetiere, die zuvor einer Hauttransplantation unterzogen wurden, bei der man die Haut einer Gruppe von Mäusen auf Mäuse einer anderen, genetisch verschiedenen Gruppe transplantierte. Wie erwähnt wurde die Abstoßungsreaktion gegen die inkompatible Haut entweder mit einem Placebo oder mit THC behandelt, einem der aktiven Wirkstoffe von Cannabis.

Durch die Injektion von Milz- und Hautzellen des Spenders in die Empfängermäuse (man verwendete also Nagetiere als Versuchsmodelle für Menschen, die einer Organtransplantation unterzogen werden) entdeckten die Forscher, dass die mit THC behandelten Empfängermäuse weniger anfällig dafür waren, das neue Gewebe abzustoßen als diejenigen, die mit einem Placebo behandelt wurden. Laut dieser Studie hat das THC durch die Aktivierung der CB1-Rezeptoren dazu beigetragen, der Abstoßung auf verschiedenen Weisen vorzubeugen:

– Verhinderung der Zunahme von T-Zellen-Rezeptoren in den Lymphknoten des Empfängers (d.h. geringere Wahrscheinlichkeit für die Abstoßung des Spendergewebes),

– Verringerung der Anzeichen einer entzündlichen Reaktion,

– Stimulierung von Suppressorzellen aus dem Knochenmark (die eine Abschwächung der Immunreaktion der T-Zellen-Rezetporen bewirken und der Abstoßung vorbeugen)

– Verlängerung der Überlebensdauer der Gewebezellen der Spender.

Wir wollen hier auch eine andere, früher durchgeführte Studie nicht unerwähnt lassen, die 2013 in der Online-Zeitschrift Journal of Neuroimmune Pharmacology veröffentlicht wurde und bereits vorwegnahm, dass THC die zur Abstoßung der transplantierten Organe führende Immunreaktion aufhalten könnte, in diesem Fall auf dem Weg über die CB2-Rezeptoren. Obwohl in der besagten Studie lediglich Zellkulturmodelle verwendet wurden, beobachteten die Forscher einen dosisabhängigen Effekt – höhere THC-Dosen führten also zu einer stärkeren Immunsuppression. Zudem wurden zwei synthetische Cannabinoide getestet und festgestellt, dass sie genauso gut wirkten. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse schlussfolgerten die Forscher, dass Cannabinoide ein viel versprechender Weg zur Verbesserung der Erfolgsquote von Organtransplantationen sind.

Ergebnisse der Studie: THC als Behandlungsmethode gegen Transplantatabstoßung

Die Studie der University of South Carolina reiht sich ein in die immer zahlreicheren Belege für den Nutzen von Cannabinoiden bei der Beeinflussung und Reduzierung der Entzündungsprozesse, die nicht nur bei der Abstoßung von Transplantaten eine Rolle spielen, sondern auch bei Autoimmunerkrankungen, Krebs und vielen weiteren, zu schwerer Invalidität führenden Krankheiten.

„Insgesamt belegt unsere Studie nach unserer Kenntnis erstmals, dass die Cannabinoidrezeptoren zu einer neuen Behandlungsmethode zur Reduzierung der Graft-versus-Host-Reaktion (GvHR) führen und die Abstoßung der Transplantate durch Unterdrückung der Immunreaktion beim Empfänger verhindern können“, so die Schlussfolgerung des Forscherteams, das die Studie durchgeführt hat. (Foto 4)

Angesichts der schweren Nebenwirkungen der derzeitigen Behandlungsmethoden zur Vermeidung der Transplantatabstoßung sowie des sehr guten Sicherheitsprofils von THC machen die Autoren geltend, dass es unbedingt notwendig ist, wirksamere Behandlungen mit weniger Nebenwirkungen zu finden. Aber leider scheinen die auf Cannabis basierenden Fortschritte der Medizin eher durch die Entwicklung synthetischer Wirkstoffe als durch reine wissenschaftliche Erkenntnis angetrieben zu werden.

„Diese Daten stützen das Potenzial dieser Wirkstoffklasse als nützliche Therapieformen zur Verlängerung der Lebensdauer des Transplantats bei den Patienten“, bestätigt Mitzi Nagarkatti, Co-Autor der Studie der Medizinischen Fakultät der University of South Carolina, in einer Pressemitteilung.

Mit medizinischem Cannabis behandelte Patienten werden bei Organtransplantationen diskriminiert

Angesichts des Umstands, dass das in medizinischem Cannabis enthaltene THC Transplantationspatienten helfen kann, erscheint es willkürlich und paradox, dass Patienten, die medizinisches Cannabis zur Behandlung ihrer Erkrankung bzw. zur Linderung von Krankheitsymptomen einnehmen, in vielen Staaten eine Organtransplantation verweigert werden kann, wenn sie auf Cannabis positiv getestet werden. Noch paradoxer erscheint das, wenn es in den Vereinigten Staaten geschieht, wo medizinisches Cannabis in vielen Bundesstaaten legal ist.

Es wurden jedoch verschiedene Fälle in den Medien bekannt, wie der der Ärzte im Cedars-Sinai Medical Centre, die einem 64jährigen Mann namens Norman Smith nach seinem positiven Cannabis-Testergebnis mitteilten, dass er von der Warteliste gestrichen werde, bis er für die Dauer von mindestens sechs Monaten kein Cannabis mehr konsumiert habe. Zusätzlich verlangten sie von ihm auch die Teilnahme an einem Programm gegen Drogenmissbrauch. Die Ironie der Geschichte liegt darin, dass Smith in dem gleichen Krankenhaus ein Rezept für medizinisches Cannabis ausgestellt wurde, und zwar als Hilfe gegen die Nebenwirkungen der Chemotherapie, mit der sein Leberkrebs behandelt wurde. Leider ist Herr Smith dann verstorben, bevor er wieder auf die Warteliste gesetzt wurde. (Foto 5)

Die Ärzte verteidigten sich damit, dass sie „Drogenmissbrauch ernst nehmen müssen, da er oft eine Rolle bei dem Verlauf der Krankheiten spielt, die eine Transplantation nötig machen, und sich negativ auf ein neues Organ nach der Transplantation auswirken kann.“ (so Dr. Colquhoun). Die neuerliche Ironie dieser Behauptung besteht darin, dass sie sich auf keinerlei wissenschaftlichen Beweis stützen kann und der Cannabiskonsum zudem weder eine Insuffizienz noch ein Versagen der Organe hervorruft.

Die medizinische Nutzung einer Pflanze zur Schmerzlinderung bei einer tödlichen Krankheit mit Drogenmissbrauch gleichzusetzen, ist zudem gerade für Mediziner kein sonderlich treffendes Urteil. Solche Behauptungen basieren schlichtweg auf Stigmatisierung und Ignoranz. Leider können diese Vorurteile einiger Ärzte fatale Auswirkungen auf das Leben unschuldiger Menschen haben, und zwar auf kranke Menschen, die ein Transplantat benötigen, ebenso wie jeder andere in diesem Fall.

Es besteht kein Zweifel daran, dass die derzeitige Politik, die solchen Menschen den Zugang zu den Möglichkeiten der medizinischen Versorgung verwehrt, durch eine neue Politik abgelöst werden muss, die dafür sorgt, dass Cannabis als legitime Medizin anerkannt wird, so wie es in Bundesstaaten wie Kalifornien der Fall ist, wo ein Gesetz zum Schutz dieser Patienten erlassen wurde.

Schlussfolgerungen

Diese Forschungsarbeit belegt wie viele andere ohne Zweifel, dass die nutzbringenden Effekte von THC weiter erforscht werden müssen, um Abstoßungsreaktionen beim Menschen zu vermeiden. Wir müssen das Potenzial von THC auf diesem Feld in breitem Umfang erschließen, um mit seiner Hilfe das Leben vieler Menschen auf der Welt retten und verlängern zu können. Es handelt sich dabei um Menschen, die eine zweite Chance für ihr Überleben bekommen, dank der Organspenden vieler tausend solidarischer Menschen. Und um Menschen, denen dank THC das Drama erspart bliebe, nach der Transplantation des dringend benötigten Organs eine Abstoßungsreaktion zu erleiden. Hoffentlich sind es nicht die Gesetze, die dem noch länger im Wege stehen.

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