Streit in USA um Marihuana für medizinische Zwecke

 

http://www.gegenkopfschmerzen.de/blog/2011/07/04/streit-in-usa-um-marihuana-fur-medizinische-zwecke/

4. Juli 2011 – 11:05

Cannabis-haltige Medikamente werden in Deutschland seit dem 18. Mai 2011 als Arzneimittel verkauft. Damit ist die Droge aus der Ecke der Illegalität in den Rang eines Arzneimittels aufgerückt, das vor allem in der Schmerzbehandlung hilfreich ist. In den USA ist derzeit der gegenläufige Trend zu verzeichnen: Laut einem Bericht der Medical News Today hat James Cole, stellvertretender Generalstaatsanwalt, ein Memorandum verschickt, in dem er Marihuana als „gefährliche Droge“ bezeichnet und strafrechtliche Verfolgung für solche US-Bundesstaaten androht, die Marihuana zu medizinischen Zwecken legalisiert haben.

Damit hat Cole offiziell alle Verkäufer von Marihuana für medizinische Zwecke offiziell verwarnt. Unabhängig von der Vorgabe der Obama-Regierung gibt es für den legalen Verkauf von Marihuana rechtliche Regelungen in einzelnen US-Bundesstaaten. Diese Legalisierung der Marihuana-Medikamante wurde meist durch Volksinitiativen und Volksentscheide herbeigeführt.

Die größte Unterstützer-Initiative für den medizinischen Gebrauch von Marihuana ist „Americans for Safe Access“. Deren Direktor, Steph Sherer, findet scharfe Worte für Coles Vorstoß:

„Es ist unehrlich von der Obama Regierung zu sagen, sie würden keine Patienten attackieren, während sie die Einführung von örtlichen und staatlichen Marihuana-Gesetzen verhindern.“

Patienten würden so bewusst in rechtswidrige Märkte gedrängt, um an Marihuana-Medikamente heranzukommen.

Cole warnte, die US-Bundestaaten für den Verkauf von Marihuana zu sanktionieren: Offizielle Stellen in über zehn US-Bundesstaaten erhielten Post von der Regierung, man würde sie strafrechtlich verfolgen, wenn sie Gesetze zum legalen Verkauf von Marihuana erließen. Es ist zu hoffen, dass der Streit zwischen Obama-Administration und Bundesstaaten nicht auf dem Rücken der Patienten ausgetragen wird.

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