Schlafmohn (Papaver somiferum) Rezept

Die folgende Anleitung dient nur zur Anschauung und Information. Wir übernehmen keine Garantie für die Rechtsgültigkeit und Gefahrlosigkeit.

 


Benötigte Untensilien:

  • Eine beliebige Anzahl getrockneter Mohnkapseln (Papaver somniferum)
  • 1 großer Kochtopf
  • 1 zweites ebenso großes Gefäß
  • Viel Wasser und/oder Wodka, oder Isopropylalkohol/ Methanol, um die Verdunstung zu beschleunigen und die wasserresistenten Alkaloide zu extrahieren.
  • 1 großer Trichter
  • Einige Kaffeefilter
  • 1 Standmixer oder Kaffeemühle
  • 1 Küchensieb
  • 1 großes Pyrexgefäß und/oder ein Kochtopf mit Teflon
  • 1 Liter Methanol
  • 1 Herd

ANLEITUNG:

Nimm eine Mohnkapsel (Papaver somniferum), entferne den Stengel und die kleine harte Platte an der Spitze (hebe diese für Regentage auf). Dann schütte die Samen in ein Gefäß. Jetzt kann die Kapsel mit den Händen zerdrückt und in den Kochtopf gelegt werden. Wiederhole dies, bis alle Kapseln zerrieben sind.

Nun mahle alles im Mixer oder der Kaffemühle so fein es geht.

Nachdem nun alles pulverisiert ist, geht es zurück in den Kochtopf. Fülle das Pulver gerade bis zur Oberfläche der Masse mit Wasser und einer geringen Menge Alkohol auf. Ich ziehe eine 50/50 Mischung vor, oder auch zwei Teile Alkohol zu einem Teil Wasser, weil es dann schneller verdunstet.

Koche die Mischung für gute 30 Minuten bei gelegentlichem Umrühren. Obgleich es nicht nötig ist, siede ich es für eine Stunde nur leicht köchelnd.

Danach gieße den Inhalt in das andere Gefäß und wasche den Kochtopf (und setzte evtl. direkt die nächste Portion an).

Ich benutze ein Abtropfsieb und lege ein weißes Hemd oder ein Stück Baumwollstoff hinein. Es muss sollte rundherum ca. 20 cm größer als das Sieb sein.

Setze das Sieb auf einen anderen Topf (Schale) und gieße den Sud hindurch. Laß alles durchlaufen. Laß es entweder komplett abkühlen, oder so wie ich nur wenige Minuten.  Ich möchte nicht, dass die Flüssigkeit verdunstet, solange sie noch in dem Kapselpulver sitzt, sofern ich es vermeiden kann.

Nimm die Seiten des Tuchs auf und hebe alles mit dem Pflanzenmaterial am Boden hoch. Beginn es auszuwringen, um das feuchte Pulver zu verdichten. Sobald es fest wird, wirst Du dir je nach Abkühlungsgrad die Finger verbrennen. Entweder du ignorierst dies, oder du benutzt Handshuhe oder andere Hilfsmittel. Wenn die Masse sehr fest wird, setze ich einen Ball in das Sieb, halte die Tuchenden mit einer Hand und gebrauche die andere, um soviel Flüssigkeit wie möglich auszupressen. Oft nehme ich dazu auch einen kleinen Topfdeckel oder etwas Flaches und drücke damit auf das Pflanzenmaterial so stark ich kann.

Öffne das Tuch, um Schimmelpilzbildung zu vermeiden, und lasse die Masse für einen weiteren Tag austrocknen.

Stelle den Topf mit der braunen Suppe auf die Flamme zurückund verdampfe die Flüssigkeit, aber vermeide ein Anbrennen. Gelegentliches Rühren und ein Ventilator helfen dabei. Fahre damit fort bis es ein dickflüssiger Sirup ist, dickflüssiger als Honig, aber noch nicht erhärtet. (Du kannst es auch vollständig trocknen, allerdings hast du dann aber mehr Arbeit beim nächsten Schritt.).

Lasse es herunterkühlen bis es nur leicht warm ist, dann füge 350 ml Methanol hinzu. Du wirst einen schnellen Farbwechsel von dunkelbraun zu weißgrau bemerken. Quirle den Alkohol hinein, bis du die Trennung beobachtest. Du hast nun weiße feste Bestandteile und eine tief rote Flüssigkeit hervorgezaubert, so dunkelrot, dass sie fast schwarz aussieht. Rühre einige Minuten weiter.

Lasse sich alles etwas setzen und gieße dann die dunkle Flüssigkeit sorgfältig in ein anderes sauberes Gefäß oder eine Schale. Füge weitere 350 ml Methanol hinzu und verrühre es wie zuvor. Je nach der Farbe des grauweißen Materials kannst du diese ein weiteres Mal wiederholen.

Wenn das Methanol im Topf ist, nimm einen Kaffeefilter, falte ihn so, dass er in den Trichter passt und giesse die Flüssigkeit hindurch in das beschichtete Gefäß

Sie wird vollständig klar, aber sehr dunkel sein.

Stelle sie nun auf die Flamme zurück und aktiviere den Ventilator. Lasse sie nicht kochen, sondern nur bis zum Austrocknen sieden. Dies kann eine Weile dauern, aber nicht zu lange, bleibe geduldig. Wenn die nun klebrige Substanz fast trocken ist, kratze ich sie meist aus und gebe sie in die Teflonpfanne. Aus der kann ich sie, wenn sie vollkommen trocken ist ,leicht entfernen. Die Masse erst völlig trocken wenn sie hart und fast schwarz ist. Sie bricht dann wie Glas. Du kannst die Hitze abstellen wenn sie fast hart ist, lasse sie abkühlen und beende den Trocknungsprozess. Es ist recht schwierig sie vom Pyrexglas abzukratzen, vom Teflon löst sie sich allerdings problemlos.

Du hast jetzt eine sehr reine, rauchbare Droge.

Wichtige Anmerkungen

Der einzige Sorgenpunkt ist das giftige Methanol, schon 10ml können eine Erblindung verursachen. Deshalb musst du dich absichern, dass es sich total aus dem Extrakt verflüchtigt hat, bevor du ihn benutzt. Eine gute Methode ist, etwa 1 Löffel Wasser zum Endprozess hinzuzufügen und einzurühren. Das Wasser wird erst dann verdampfen, wenn alles Methanol verflüchtigt ist.

Sobald das Endprodukt 100 %ig trocken ist, kannst du einen Tee brühen, es als Pille gegen Schmerzen einnehmen oder was auch immer du bevorzugst. Aber sei vorsichtig, das Opiumharz ist eine stark konzentrierte Droge mit vielen Alkaloiden. Die wirksamsten sind Morphin und Codein. Wenn es auf andere Art als geraucht angewendet wird, muss dies äußerst bedachtsam geschehen, bis du deine Toleranz herausgefunden hast.

1 Comment

  1. Karl Kraus

    15/01/2016 at 18:35

    Methanol ist auch als Dampf giftig.

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