Weihnachtsbaum und Blütenwunder-Rituale – Rezepte – Räucherungen

Dr. Christian Rätsch und Dr. Claudia Müller-Ebeling
mit freundlicher Genehmigung von Hartwin Rhode „Entheogene Blätter“

Unser modernes Weihnachtsfest ist ein internationales, interethnisches Massenritual geworden in dem synkretistisch verschiedene Traditionen, Mythen, Legenden, Gebräuche miteinander verbacken wurden. Weihnachten ist ein schamanisch-heidnisches Fest, überlagert mit allerlei spätantiken, altorientalischen und katholischlithurgischen Bräuchen. Es ist das Fest der Wiedergeburt der Sonne, der Rauhnächte, des Jahreswechsels, der Götter und Geister, der Geschenkorgien und der Botanik. Es gibt eine reiche Weihnachtsbotanik, deren Spuren bis zu den kulturellen Wurzeln der Mythologie der Pflanzen führen. Im Weihnachtsbaum lebt der schamanische Weltenbaum weiter, das Weihnachtsgrün hat eine lange Tradition in Vegetationskulten, die Weihnachtsgewürze und -düfte waren Aphrodisiaka und Liebeszauber, die Symbole vom Fliegenpilz, Schlafmohn und Hanf verbinden die Rituale des modernen Menschen mit dem Schamanentum seiner Ahnen. Der Hanf ist eine alte heilige Pflanze, weil er Nahrung spendet, Räucherwerk, Heil- und Rauschmittel schenkt und als Aphrodisiakum großen Ruhm genießt; zudem liefert er wertvolle und haltbare Fasern. All diese Nutzanwendungen des Hanfes finden sich in den mitteleuropäischen und slawischen Gebieten im Weihnachtsbrauchtum wieder … und Weihnachten hat mit Rauchen zu tun. Darüber berichtet folgender Artikel.


Anno tobak… Der rauchende Weihnachtsmann oder „Knaster-Klaus“1

„Die Vision spannte ihre Flügel zu einem ekstatischen Flug aus, für den keine irdischen Gesetze mehr galten, und mit jedem Augenblick steigerte sich die Verzückung und gewährte immer köstlichere Blicke auf eine Vollkommenheit, die wie Weihrauch von der Oberfläche jenes ewigen Meeres aufstieg.“ (Ludlow 2001)

Das typische Bild des Weihnachtsmannes ist im 19. Jahrhundert in Deutschland entstanden und besonders in den USA weiter verbreitet worden (Weber-Kellermann 1987). Er ist ein alter Mann mit weißen langen Haaren, Rauschebart, trägt einen rot-weißen Mantel, hat einen Sack voller Geschenke über der Schulter, einen Tannenbaum in der Hand und eine lange Pfeife im Mund. Als dieses Bild entstand, war es weit verbreitet, billigen Knaster zu rauchen, anstatt teuren Virginiatabak. Demzufolge war der Weihnachtsmann selbst ein passionierter Kiffer! Ein Knasterer! Ein Knaster-Klaus.

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Der heilige Peter mit seinem Himmelsschlüssel, im Gewande des Weihnachtsmannes,
raucht seine Knasterpfeife, mit der er den „Duft des Himmels“ verbreitet. (Umschlag eines Ausstellungskatalogs der Altonaer Museums in Hamburg, Hinrichsen 1994)
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Wie kommen eigentlich militante Nicht-Raucher mit dem Weihnachtsmann2 klar? Was ist er eigentlich für ein Vorbild für die Kinderlein? Ist er ein Kleindealer, ein Puscher, ein Drogenverführer? Ein Anstifter zum Gebrauch illegaler Drogen? Wer war dieser Lehrer Lämpel? Eine der großen Schöpfungen des deutschen Dichters und Zeichners Wilhelm Busch (1832-1908). Er gilt als einer der Urahnen oder Väter des Comics, der gezeichneten Bildgeschichte. Busch schuf im Jahre 1865 solche Archetypen, als er Max und Moritz in Fortsetzungen in den Fliegenden Blättern, einer Münchener satirischen Zeitschrift, veröffentlichte:

„Auf Max und Moritz treffen nicht nur die meisten Definitionen für Comics zu, die Geschichten waren bei Lehrern auch ebenso verpönt, wie es Comics oft noch heute sind.“

(Fuchs und Reitberger 1978: 13)

„Voll durchgeknallt!“ – so könnte man die Raucherfahrung des Lehrer Lämpel bezeichnen!
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Zu den ständigen Mitarbeitern der Fliegenden Blätter zählte neben Wilhelm Busch (ab 1859) der Künstlerkreis der Akademie, besonders Moritz von Schwind, der „Vater des Weihnachtsmanns“, Carl Spitzweg, der Protagonist des „armen Künstlers“, Franz Stuck, Eduard Illé, Lothar Meggendorfer, Adolf Oberländer, Emil Reinicke usw.

War der Weihnachtsmann ein Porträt des Wilhelm Busch? Der bärtige Wilhelm Busch hat sich immer pfeifeschmauchend dargestellt, ganz wie der Knaster-Klaus. Sein Kollege Moritz von Schwind war vielleicht der Namensgeber für den Lausbuben Moritz in Max & Moritz

Knaster-Klaus ist kein „Knast-Bruder“, sondern der Weihnachtsmann mit seine allgegenwärtigen Pfeife. Seine Pfeife, mal aus Meerschaum geboren, wie die Liebesgöttin Aphrodite/Venus, mal als Kranewittholz (= Wacholder) geschnitzt, mal lang und dünn, mal kurz und dick, mal gewölbt, mal gebogen. Knaster-Klaus teilt seine Pfeifen mit den Pipen der Räuchermännle3, der Waldkobolde, der Feen … Kurzum: Die Gestalten aus der Anderswelt rauchen: Riesen, Zwerge, Elfen, Feen und Erdmännchen. Das Volk wußte dies anscheinend schon immer. Denn findet es in Wald und Flur oder in alten Gemäuern archäologische Überreste von Rauchgeräten, nennt es sie „Elfenpfeife“ oder Fairy-Pipes, „Feenpfeifen“. Das Volk von Schottland

Weihnachtliche Tabak-Label… ganz gleich: Mrs. Jack Frost ist nicht nur eine fette Zigarre, sondern auch ein königliches Fliegenpilzweibchen; ihre Hilfsgeister bringen das Wintergrün einen Stechpalmenzweig. Der Knaster-Klaus hat einen ganzen Sack voller Genußmittelgaben (Zigarren und Schnaps); und der Schneemann schmaucht genüsslich im weihnachtlichen Winterwald
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Ein Weihnachtswichtel mit spitzkegeligem Hut raucht gemütlich seine Knasterpfeife; natürlich unter dem Schutz des heiligen Fliegenpilzes. (Räuchermännle aus Holz, Erzgebirge, 1999; Foto: C. Rätsch)
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Im Limburgischen werden prähistorische Pfeifen, gelegentlich im Erdboden gefunden, Feeènpijpjes (richtig geschrieben nach der damals aktuellen Rechtschreibereform …) genannt und als Rauchgeräte der Riesen, Elfen, Feen und Erdmännchen angesehen:

„Ihr Ursprung wird den Rauchopfern der Heiden zugeschrieben, wobei sie gebraucht wurden, um sich zu betäuben und in den Zustand des Entrückens zu versetzen.“

Knaster-Klaus teilt seine Pfeifen auch mit Schamanen, Heilern und Medizinleuten aller Zeiten und Welten. Die Erfindung des Rauchens und der Rauchgeräte geschah in der schamanischen Wissenschaft. – Schamanenpfeifen, Friedenspfeifen, Knasterpfeifen.

In dem bekannten Grimm’schen Märchen Das blaue Licht erscheint dem Helden, einem Soldaten, jedesmal wenn er seine „Tabaks“-Pfeife anzündet ein hilfreiches, geheimnisvolles Zauberwesen, ein schwarzes Männlein, ein Alraunmännle. Taucht es aus dem Rauch auf, ist es eine visionäre Gestalt, eine Halluzination? – Wenn ja, wie kommt es dazu? Was stopfte sich der Soldat in seine „Tabakspfeife“?

Vielleicht denselben Knaster, den bei Wilhelm Busch (1832-1908), dem deutschen Erfinder des Comics, sein „Krischan mit der Piepe“ schmaucht.

In dieser Bildergeschichte hat Krischan starken Tobak in der „Smokepiepe“ geraucht und halluziniert. (siehe Wilhelm Busch, Krischan mit der Piepe, 1864)

In Litauen machte im 19. Jahrhundert eine Wald-Zauberin namens Pypka, „Tabakspfeife“, Furore. Besonders des Nachts trafen einsame Wanderer im Wald auf sie, die genau wie eine Sterbliche aussah, aber äußerst verführerisch. Wollte man mehr Nähe, tat man gut daran, sich als Rauchfreund zu outen. Für Nichtraucher hatte die wilde Waldfrau nichts übrig. Sie selbst war passionierte Kettenraucherin. Unaufhörlich soll sie ihre Pfeife stopfen: „Hat sie keinen Tabak, so raucht sie Stroh oder Gras“. War der Wanderer ein Raucher und erfolgreicher Wollüstling, so bekam er von Pypka zum Lohn ein Geschenk: „Stroh“. „Ihr ‚Stroh‘ erweist sich in den Händen des glücklichen neuen Besitzers als die beste, beglückendste der Rauchwaren.“ (Golowin 1985: 116f.) – Wir erinnern uns, dass auch wir gerne „Gras“ rauchen, aber kein richtiges Gras, z.B. vom Rasen, sondern das getrocknete blühende Hanfkraut. „Gras“ ist ein Spitz- oder Deckname genau wie „Stroh“; leider ist die botanische Identifikation nur spekulativ. Immerhin kennen wird die Strohblume (Helichrysum arenarium (L.) DC., Compositae), die wir gerne in Blumengestecken verwenden. Die nah verwandte afrikanische Stink- Strohblume Helichrysum foetidum (L.) MOENCH. wurde von Zauberärzten zur Tranceerzeugung geschnupft oder geraucht (Rätsch 1998a: 560).

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Der Bauerntabak (Nicotiana rustica) stammt aus der Neuen Welt.
Als er nach Europa kam, wurde er als eine Art Bilsenkraut („Hyoscyamus
Peruvianus“) angesehen, und genauso in der Knasterpfeife geraucht. Der
Bauerntabak wird nicht für kommerziellen Rauchtabak genutzt. Er ist eben
nur ein Kraut der Bauern… enthält aber wesentlich höhere Nikotinkonzentrationen,
meist zwischen 6-9%, manchmal sogar bis 16 oder gar
18%! Deswegen hieß er früher auch Kneller – ein Kraut, das knülle macht.
(Foto: C. Rätsch; aufgenommen in Salala/Nordperu; 6/1997)
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Das Rauchen wurde nicht nur in Amerika erfunden, sondern auch in Europa! Obwohl der Tabak vor 1492 in Europa unbekannt war (Conte Corti 1986). Aber man kann nicht nur Tabak rauchen. Man kann eigentlich alles rauchen. Aber man raucht eben nicht alles, sondern nur manches. Nämlich solches, das beim Rauchen eine gewünschte Zustandsänderung bewirkt, alles was psychoaktive Effekte hat, wird geraucht. Rauchen ist ürbigens nur eine Form des Räucherns; durch die Rauchtechnologie wird eine optimale Inhalation des Rauches, Dampfes oder Destillats aus der brennenden Rauchware ermöglicht, d.h. eine gezielte Erhöhung der Wirkstoffkonzentration wird angestrebt. Der Rauch verteilt sich nicht im Raum, sondern wird komprimiert auf die absorbierenden Schleimhäute geleitet. Rauchen ist pharmakologisch viel effektiver als Räuchern. Beim Räuchern überwiegt der olfaktorische, aromatherapeutische und damit neuropsychologische Effekt der Duftstoffe. Beim Rauchen geht es um biologisch aktive Wirkstoffe, die zu neuropharmakologischen Zustandsänderungen des Bewusstseins führen (Rätsch 2002a und 2003).

In Gebiet des indischen Subkontinentes wurde das Rauchen von Hanf, Stechapfel (Datura) und Baumblättern (Bidi, Angeri) in prähistorischen Zeiten entdeckt und zu einem kulturell bedeutsamen Handeln gesellschaftlich integriert. Im Vorderen Orient wurde das Opiumrauchen erfunden. In Arabien haben sich die orientalischen Wasserpfeife mit einem oder mehreren Schläuchen, den Nargilen, entwickelt. In Südafrika wurden bereits bei Ankunft der ersten Europäer verschiedene Eiskrautgewächse (Sceletium spp., Aizoaceae) und Dagga (Leonotis leonurus [L.] R. BR., Labiatae, Löwenschwanz) geraucht. Überall in Amerika stießen die Europäer auf rauchende Indianer (Rätsch 1998b, 2002a und 2003).

„Zu den altweltlichen Rauchmitteln, die ursprünglich mit dem Tabak nichts zu tun haben, gehört weiter der Hanf, wahrscheinlich auch das Opium….. Wir finden bei den verschiedenen Völkern eine recht erhebliche Anzahl von Pflanzen angegeben, von denen Teile geraucht werden… [Es] wird wohl auch hier und da ein altes Rauchmittel in ihnen stecken, wenn wir z.B. hören, daß die Blätter des Huflattich (Tussilago Farfara) wie Tabak geraucht werden… Freilich scheint die Sitte, solche Sachen zu rauchen, meist eine lokale gewesen zu sein und die alten Rauchmittel sind vor dem offenbar angenehmeren und besser mundenden Tabak verschwunden, mit zwei Ausnahmen: Hanf und Opium.“

(Hartwich 1911: 26)

Die älteste europäische Pfeife zum Rauchen von Opium stammt aus Zypern, der Insel der Aphrodite. In Kítion, einer alten phönikischen Siedlung auf Zypern, gab es einen bedeutenden Tempel, in dem die Große Göttin unter ihrem phönikischen Namen Astarte verehrt wurde. Im Innersten des Heiligtums wurde bei Ausgrabungen eine 3000 Jahre alte, bronzezeitliche Opiumpfeife, aus Elfenbein geschnitzt, gefunden (Karageorghis 1976). In Europa wurden zahlreiche antike Rauchpfeifen aus der römischen Kaiserzeit gefunden (Golowin 1985: 121).

Die Sennepfeifen der Alpenländer, die nordischen und irischen „Elfenpfeifen“, „Dänenpfeifen“, „Kräuterpfeifen“ und „Knasterpipen“ waren früher so populär, dass man sich den Weihnachtsmann ohne diese lieblichen Dinger kaum vorzustellen wagte. „Die lange Pfeife ist ein Hort der Treue“ heißt es in einem populären Gedicht des 19. Jahrhunderts. Die Pfeife haucht aber auch Gemütlichkeit aus, und die passt gut zum gütigen Weihnachtsmann (Vossen 1985).

Der Maler Moritz von Schwind (1804-1871) zeichnete im Jahre 1847 für den Münchener Bilderbogen eine Bilderfolge mit dem „Herrn Winter“. Das Bild vom pfeiferauchenden Santa Claus stammt von Moritz von Schwind (1804-1871).

„Herr Winter“, der erste Weihnachtsmann. (Radierung von Moritz von Schwind zum Münchener Bilderbogen, 1847)
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Der Maler verstand etwas vom „Starken Tobak“:

„Wenn von Glut entflammt, des milden Krautes Wunder-Geist entbrennt, Schlingt der Rauch sich zu Gebilden, Die nur Künstlers Sinn erkennt.“

Diese Verse von dem Arzt und Psychiater Ernst von Feuersleben (1806-1849) hat Moritz von Schwind im Album vom Rauchen und Trinken (1844) mit Radierungen illustriert. Der Maler sprach selbst dem Starken Tobak oder „Alexandriner“ zu. In einem Brief von 1857 erinnert er sich an die gemeinsamen Rauchekstasen in einer Hippie- Idylle mit seinem Freund Schubert::

… als wir in den milden Sommernächten unsere Betten in den Hof trugen und im Freien schliefen. Manche Nächte aber wurden sehr kurz. Einmal hatten wir lange musizieret und geraucht, und Schubert war im Kopf von dem Alexandriner so überheitert, dass er um keinen Preis schlafen wollte. So setzte er sich schließlich auf meine Bettstatt und wir besahen gemeinsam den Sternenhimmel.“ (BEHR 1995: 145)

… Und dabei stieg wohl die Gestalt des Knaster-Klauses aus dem Rauch in des Künstlers Imagination.

Der Knaster ist natürlich nicht der normale Tabak sondern der „starke Toback“, der Hanf (Cannabis)! Jedenfalls anno toback

Knaster bedeutet laut etymologischem Wörterbuch „übelriechender Tabak“8. Das Wort ist seit etwa 1700 in Deutschland bezeugt; es ist eine Verkürzung aus Canastertobac oder Knastertobak. Damit wurde ursprünglich eine edle Tabaksorte bezeichnet, die in „Rohrkörben“ gehandelt wurde. In der Studentensprache entwickelte sich eine andere Bedeutung. Knaster soll auf grie- chisch kánna, „Rohr“, zurückgehen und von dem Substantiv kánastron, „aus Rohr geflochtener Korb“abstammen (gr. kanna ist auch die Wurzel für kannabion, „Hanf“!). Es gelangte über das spanische canasto und niederländisch knaster ins Deutsche – laut Duden. Andererseits ist das deutsche Wort Knaster der Begriff für ein Geräusch mit dunkler Tönung, im Gegensatz zu Knister, einem Geräusch mit hellem Klang. So wie das Feuer knistert, so knastert der Tobak. Echter Tabak macht beim Verbrennen jedoch kein Geräusch10. Aber wenn eine Pfeife mit Hanfblüten (Cannabis), die Samen enthalten, gestopft und entzündet wird, entstehen knallende Geräusche von den explodierenden Hanffrüchten: der Hanf knastert!

Die Blüten der weiblichen Hanfpflanze (Cannabis) liefern den „Knaster“ oder „Gras“ oder „Marijuana“. Ihre Früchte („Vogelfutter“) wurden früher zu einem Weihnachtsbrei eingekocht. Viele alte Menschen haben sich noch gegen Ende des 2. Jahrtausends daran erinnert, dass sie selbst oder ihre Eltern manchmal, meist Sonntags nach Kirche und Stammtisch, gemütlich zuhause oder auf einer Bank im Garten eine Pfeife mit „starkem Toback“, mit Hanfkraut gestopft, geraucht haben.

Eine brauchbare Definition von „Starkem Toback“ erscheint in der Encyklopädie der gesammten Volksmedicin (1843), einem der wichtigsten medizinischen Hausbücher des 19. Jahrhunderts:

„Zu den Rauchtabakssaucen wird Ledum palustre [Sumpfporst], selbst oft Bilsenkraut, Stechapfel, ja Opium von gewissenlosen Fabrikanten zugesetzt, um den leichten Tabak stärker und betäubender zu machen. Alsdann erregt er bei Personen, die noch nicht durch Gewohnheit dagegen abgestumpft sind, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Betäubung etc.“ (Most 1843:586) „In Europa erfreute sich der Hanfgenuß zur Zeit der Hexenverfolgungen einer großen Beliebtheit und die aphrodisierende Wirkung der in der Hanfpflanze enthaltenen Stoffe war allgemein bekannt. Nicht umsonst wetterte der als Abraham a Santa Clara berühmt gewordene Hans Ulrich MEGERLE (1644-1709) gegen die ‚Bauren, so sich mit Hamf vollstopfen wie der Türck mit Opium‘. Nach der Einführung von Kaffee und Tabak im 16. und 17. Jh. verlor der Hanf seine bisherige Bedeutung als Genußmittel und verkam zum ‚Arme-Leute-Kraut‘ der Mittellosen. Als Vergnügungsdroge der Oberschicht und als Tabakzusatz konnte sich Hanf nur noch in beschränktem Ausmaß halten. Bis 1925 waren Tabak/Hanf-Mischungen in Europa frei erhältlich und eine mit Hanf und Tabak gestopfte Pfeife hiess zu Gotthelfs Zeiten Sonntagspfeife.“ (Lussi 1996:134)

Der Name „Rauchkraut“ wurde vom Volke dem Erdrauch (Fumaria officinalis), auch Heilandskraut genannt, und dem Wacholder (Juniperus communis) verliehen, denn beides gehörte zum „Kraut“ der Sonntagspfeife … des Bauern Sonntagspfeifchen, geschnitzt aus Wacholderholz. Gestopft mit einer Mischung aus Huflattich, der so heißt, weil seine Blätter die Gestalt eines Pferdehufes haben, und getrocknetem Ehrenpreiskraut.

„Der liebliche Ehrenpreis ist es, der uns des lieben Herrgotts Grüsse bringt! Schaut ihm nur recht in das schöne Auge: er trägt die Farbe der Treue und kein Falsch ist an ihm.“ (Zimmerer 1896:237)

Der Ehrenpreis (Veronica officinalis L., Scrophulariaceae) zählt zu den stärkenden und leicht anregenden Mitteln der Volksmedizin, und hat viele diesbezügliche volkstümliche Namen: Heil aller Schäden, Heil aller Welt, Allerweltsheil, Grund- und Grindheil, Schlangenkraut, Großbatengel, Männertreu, Himmelsblümchen, Gewitterblümel, Donnerbesen (englisch Thunderbesom); überhaupt hat das Braunwurzgewächs auf der „Apfelinsel“ England Namen, die sich direkt auf die Weihnachtsbotanik beziehen: European Mistletoe („Europäische Mistel“), oder einfach nur Mistletoe, sogar Golden Bough („Goldener Zweig“); in der Apothekersprache heißt das aromatische Kraut sogar „Sylvesterblume“ (Arends 1935: 263). Das getrocknete Kraut enthält ein ätherisches Öl und Flavonoide.

„Meinen Knaster bau ich mir, das ist doch viel gescheiter, als daß du dir kaufen mußt, en teuren roten Reiter.“

Hofmann von Fallersleben (1798-1874)

Yankee Doodle (Texanische Lieder, 1846)

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Veronica officinalis L., Scrophulariaceae
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Knaster ist eine deutsche Entsprechung zum indianischen Kinnikinick. Beides sind Überbegriffe für Produkte, nämlich aus mehreren möglichen Zutaten bestehende Rauchmischungen für Pfeifen (Knasterpipen und Friedenspfeifen). Knaster ist kein eigener Pflanzenname12, sondern der Oberbegriff für bestimmte Rauchwaren, also für Genussmittel-Produkte.

Die Kanastertabakblätter wurden vorzüglich mit Mohnsaft (Rohopium!) besprenkelt oder aber auch mit der »goldenen Fontäne« getränkt, wie wir aus der Erzählung einer eingeweihten Tabakarbeiterin wissen: »Wir müssen in der Tabakfabrik in eigens für uns bereitgestellte Gefäße harnen… Seit einigen Jahren kauft ein Zigarrenfabrikant aus Deutschland der königlichen Fabrik unser mit Nikotin gesättigtes Pisswasser ab und läßt es in Fässern nach Deutschland verfrachten. Daheim legt er Nußbaum-, Erdäpfel- und RübenblaÅNtter in die Flüssigkeit ein und wenn sie gut durchgebeizt sind, trocknet und verarbeitet er sie zu verschiedenen Sorten feinster Zigarren…« (Bourke 1913: 159f.)

In den Saucen zum Aromatisieren der Rauchkanaster im 19. Jh. wurden viele Gewürze und Räucherstoffe der Weihnachtsbotanik benutzt: Zimt, Sternanis, Cascarille, Gewürznelken, Zimtkassienblüten, Kardamom, Storax, Anis, Koriander, Rosenblätter, Baldrian, Mastix, Benzoe, Zitronenschale, Veilchenwurzel! Noch heute gibt es Rauchtabake, die mit Weihnachtsgewürzen sauciert werden: Vanille, Cacao, Schokolade usw. Berühmt sind die indonesischen kretek-Zigaretten, die eine ordentliche Portion Gewürznelken enthalten.

Im 19. Jahrhundert gab es einen Dreikönigstabak, eine Handelssorte, die auch als Kanaster-Zutat angeführt wird (Aschenbrenner und Stahl 1944)! Man sprach sowohl von „Pastorenkanaster“ sowie von „Höllenkanaster“, und verlieh der Rauchware einen christlichen Dualismus. Wie passend für die verkehrte Welt der Rauchnächte!

„Knaster ist mein Element! Dieses kann bei trüben Tagen Alle Feinde niederschlagen, Die man Gram und Sorgen nennt.

… Knaster ist mein Freudenpferd,

… Knaster ist mein Morgenstern,

… Knaster ist mein Abendlicht.

… Knaster ist mein liebster Schatz,

… Knaster ist mein Espangnol [Schnupftabak]

… Knaster ist mein Medikus.“

Daniel Stoppes (1697-1747), „Tobaksarie“

Alle möglichen Gewächse, die zur Weihnachtsbotanik gehören, wurden als Qualmkräuter und Knasterzutaten benutzt, oftmals volkstümlich „Wilder Tabak“ oder „Tabakblumen“ genannt: Große Klette (Arctium lappa), Wurmfarn (Dryopteris filix-mas), Tollkirsche (Atropa belladonna), Waldrebe (Clematis recta), Bilsenkraut (Hyoscyamus niger), Ampfer (Rumex obtusifolius), Königskerze (Verbascum spp.), Arnika (Arnica montana), Kornblume (Centaurea cyanus), Maiglöckchen (Convallaria majalis), Lavendel (Lavandula officinalis), Huflattich (Tussilago farfara), Waldmeister (Galium odoratum), Steinklee (Melilotis officinalis).

Viele Kräuter werden als Knasterzutaten genannt: Habichtskraut, Schafgarbe, Beifuß, Haselwurz, Römische Kamille. Die Blätter von Walnuß, Sumpfporst, Kartoffel, Linde, Steinklee, Ziest (Hexenkraut), Heidelbeere, Gartenrose, Kirsche, Sonnenblume, Mangold16, Buche, Weißdorn, Brombeere, Salbei, Holunder und Rhabarber fügte man dem Knaster zu.

Im 19. Jahrhundert wurden unter den „Qualmkräutern“ Hanf (Cannabis), Stechapfel oder Datura (Rauchapfel oder Rauhapfel, Hexenkraut oder Hexenkümmel)18, Bilsenkraut und Tollkirsche verstanden, da sie alle „ihre narkotischen Wirkungen“ besitzen (Golowin 1982). Der Hanf, auch Rauhhanf, Rauchhanf, Rauchkraut genannt, war nicht nur ein Knaster, ein Qualmkraut, sondern auch ein Bestandteil des Alexandriners. Alexandrinischer Tabac oder Smyrna-Pulver bestand im 18. Jh. aus echtem Tabak, Hanf/Haschisch (Tyrus-pvr., pulverum Tyrii, fol. cann. Tyrensis) oder Opium (Smyrna), Macis und Gewürznelken (Behr 1995).

Eine brauchbare Grundlage für Knastermischungen sind drei gleiche Teile Huflattichblätter (Tussilago farfara), Ehrenpreiskraut (Veronica officinalis) und Brombeerblätter (Rubus fruticosus). Der Knasterer kann alles selbst in Wald, Wiese und Au sammeln. Dazu kann man etwas »Kraut« (Cannabis) pfeffern und selbstgezogenen Tabak (Nicotiana rustica oder N. tabacum) reinschneiden

Huflattichblätter, auch Tabakkraut genannt, sammelt man zwischen April und Juni, Ehrenpreiskraut im August und Brombeerblätter erntet man am besten im späten Frühjahr, wenn sie noch jung, aber schon ganz entfaltet sind. Die Brombeerblätter trocknet man am besten auf einer Heizung o.ä. bei ca. 40°C. Die Brombeerblätter (Rubi fruticosi folium, Folia Rubi fruticosi) enthalten Gerbstoffe, organische Säuren, Flavonoide, etwa Vitamin C und Spuren eines ätherischen Öls. Das Ehrenpreiskraut (Veronicae herba, Herba Veronicae) wird in Büscheln im Schatten zum Trocknen aufgehängt. Es enthält Gerb- und Bitterstoffe, Flavonoide, etwas ätherisches Öl und das Iridoid Aucubin. Huflattichblätter enthalten Pflanzenschleime, Gerb- und Bitterstoffe, Flavonoide, manchmal Pyrrolizidinalkaloide. Die Huflattichblätter sammelt man am besten im Sonnenschein, nicht waschen! Vor dem Trocknen zerschneiden. „Nur intensiv getrocknete Blätter sind haltbar und gut.“ (Pahlow 1993: 171)

Ein paar Knaster-Rezepte

Diese Rezepte sind als kulturhistorische Kuriosität erwähnt, sie sollen nicht zum Nachmachen annimieren (RÄTSCH und MÜLLER-EBELING 2003b). Da in bäuerlichen Rezepten fast niemals Mengenangaben oder Mischungsverhältnisse angegeben werden, kann es zu Problemen der Dosierung mancher aktiver Zutaten kommen. Illegale Zutaten können aus bekannten Gründen ebenfalls zu Problemen führen. Nur Knaster-Klaus bewegt sich jenseits menschlicher Justiz!

Bauern-Knaster

Man nehme gleiche Teile von:

  • Ehrenpreiskraut
  • Huflattichblätter
  • Brombeerblätter
  • Hanf (Kraut, Marihuana, Haschisch)
  • Tabak (Bauerntabak)

Knüllerknaster

  • ✧ Bilsenkraut und/oder Knallbeere = Tollkirsche
  • ✧ Knaster-Kraut (Hanf )
  • ✧ Rabenbrot (getrockneter Fliegenpilz)
  • ✧ Kneller (Bauerntabak)

Alexandriner

  • ✧ Tabakblätter (von Nicotiana tabacum o. N. rustica)
  • ✧ Hanfblätter (Cannabis oder „Gras“)
  • ✧ Haschisch
  • ✧ Mohnsaft (Opium)
  • ✧ Macis (Muskatblüte)
  • ✧ Gewürznelken

Sanitätsknaster (nach einem Berliner Rezept von 1816; vgl. Fankhauser 2002)

  • ✧ 5 Teile Hanfblätter (Cannabis sativa)
  • ✧ 1 Teil Stechapfelsamen (Datura sp.) Weihnachtsknaster
  • ✧ Arnikablätter
  • ✧ Ehrenpreiskraut
  • ✧ Huflattichblätter
  • ✧ Sauerampferblätter Kräuter-Knaster
  • ✧ Beifußkraut
  • ✧ Waldmeisterkraut
  • ✧ Schafgarbenkraut
  • ✧ Große Klettenblätter
  • ✧ Heidelbeerblätter

Heute gibt es wieder Knaster im Handel: Kräutermischungen21 zum Selberdrehen von Kräuterzigaretten, nur den Hanf oder das Haschisch muss man selbst dazubröseln. Die typischen Mischungen enthalten meist Huflattich, Ehrenpreis, Minze, traditionelle europäische Knasterkräuter. Oftmals sind es Kompositionen auf Damianabasis, dem mexikanischen „Kraut des Heiligen Nikolaus“ … Ach ja, die modernen Knaster-Fabrikanten vermarkten ihr Produkt als „Kräutermischung zur Raumluftverbesserung“

Stammpflanze (Trivialname) Pflanzenteil(e) Wirkstoff(e)
Achillea millefolium (Schafgarbe) Kraut ätherisches Öl, Thujon
Amanita muscaria (Fliegenpilz, Glückspilz) Fruchtkörper Muscimol, Ibotensäure
Arnica montana (Tabac des montagnes, Tabaksblume, Schnupftabaksblume) Blüten, Wurzeln ätherisches Öl, Cholin, Procyanidine
Artemisia vulgaris (Tabac de St-Pierre, Beifuß) Kraut, Wurzeln ätherisches Öl
Asarum europaeum (Haselwurz) Blätter a-Asaron
Atropa belladonna L. (Tollkirsche, Windbeere, Walkenbaum) Blätter, Stengel, Früchte Tropanalkaloide
Beta vulgaris (Rote Bete, Mangold) Blätter Farbstoff
Beta vulgaris var. rapacea (Runkelrübe) Blätter Farbstoff, Gerbstoffe
Cannabis sativa (Hanf) Blüten, Blätter THC, Cannabinoide
Chamaemelum nobile [syn. Anthemis nobilis] (Römische Kamille) Blüten ätherisches Öl, Flavonoide, Bitterstoffe
Clematis vitalba, C. Recta (Rauchholz, Räucherlichrut) Kraut, Stengel Protoanemonin
Croton eluteria (Cascarilla Bark, Tabakholz) Rinde 1,5-3% ätherisches Öl, Harz, Betain
Cynoglossum officinale (Hundszunge, Rauchkraut) Kraut 1,2-ungesättigte Pyrrolizidinalkaloide (62% Heliosupin)
Datura stramonium L. (Asthmakraut) Blätter, Stengel Tropanalkaloide
Datura tatula L. Blätter Tropanalkaloide
Dryopteris filix-mas (L.) Schott („Wilder Tabak“: Wurmfarn) Kraut etwas ätherisches Öl, Bitter-u. Gerbstoffe
Fagus spp. (Buche) Blätter Guajacol, Cresole
Galium odoratum (Waldmeister) Kraut Cumaringlycoside, Cumarin
Helianthus annus L. (Sonnenblume) Blätter, Blütenblätter Flavonglykoside, Betain, Cholin
Hieracium pilosella L. Habichtskraut, Suchtkraut!) Kraut Flavonoide, Umbelliferon
Hyoscyamus niger L. (Schwarzes Bilsenkraut) Blätter, Stengel Tropanalkaloide
Juglans regia (Nussbaum, Walnuss) Blätter Gerbstoffe, ätherisches Öl, Flavonoide, Juglon
Laburnum anagyroides (Goldregen) Blätter Cytisin
Lavandula angustifolia (Lavendel, Tabaksblume) Blüten ätherisches Öl, Cumarin
Ledum palustre (Sumpfporst) Blätter Ledol
Melilotus officinalis (L.) Pall. (Steinklee) Blätter, Kraut Cumarin, Flavonoide, ätherisches Öl, Gerbstoffe
Menyanthes trifoliata (Bitterklee, Bogbean) Blätter Bitterstoffe
Nicotiana rustica (Bauerntabak, Kneller) Blätter Nikotin
Nicotiana tabacum (Echter Tabak) Blätter Nikotin
Papaver rhoeas (Klatschmohn, Smokblume) Blüten, Kraut Alkaloide
Papaver somniferum (Mohn, Schlafmohn) Latex (Rohopium) Opiumalkaloide
Prunus avium (Kirsche) Blätter Gerbstoffe
Rheum rhaponticum L. (Rhabarber) Blätter Gerbstoffe, Antrachinon
Rosa spp. (Gartenrose) Blätter, Blütenblätter Gerbstoffe, Flavonglykoside, ätherisches Öl
Rubus fruticosus L. (Brombeere) Blätter Gerbstoffe, Flavonoide, ätherisches Öl, Vitamin C
Rumex crispus (Krauser Ampfer, Wilder Tabak) Blätter Oxalsäure
Rumex spp. (Sauerampfer und andere Ampfer) Blätter Oxalsäure
Salvia officinalis L. (Salbei, Ruchkraut) Kraut ätherische Öle, Thujon
Sambucus nigra L. (Hollunder) Blätter Glykoside, Flavonoide
Scabiosa succisa (Teufelsabbiss) Kraut Saponine, Gerb-u. Bitterstoffe
Solanum tuberosum L. (Kartoffel, Erdapfel) Blätter Solanin, Cholin, Acetylcholin, Solanumalkaloide
Stachys officinalis (Betonie, Ziest, Heilziest) Kraut ätherisches Öl
Tilia platyphyllos Scop. (Linde) Blätter ätherisches Öl, Flavonoide
Trifolium melilotus L. (Melilotenklee, Wiesenklee) Blätter Flavonoide, Gerbstoffe
Tussilago farfara (Huflattich) Blätter Schleimstoffe, Flavonoide
Vaccinium myrtillus L. (Heidelbeere) Blätter Flavone, Arbutin, Glykoside
Verbascum phlomoides L. Schrader (Wilder Tabak, Königskerze, Wollblume) Blüten Schleim, Flavonoide, etwas ätherisches Öl
Veronica officinalis (Ehrenpreis, Sylvesterblume) Kraut Flavonoide, Bitterstoffe

Literatur

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Rätsch, Christian & Claudia Müller-Ebeling 2003a: Lexikon der Liebesmittel: Pflanzliche, mineralische, tierische und synthetische Aphrodisiaka, Aarau: AT Verlag.

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Vossen, Rüdiger 1985: Weihnachtsbräuche in aller Welt: Weihnachtszeit – Wendezeit, Martini bis Lichtmeß, Hamburg: Christians Verlag.

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