Psilocybinhaltige Pilze

Wirkungen: Entspannung der Muskulatur und leichte Veränderung des Sehens während der ersten 15-30 Minuten. Darauffolgend Schwindelgefühl, Ge- dankenflucht, optische und akustische Halluzinationen, Mattigkeit, fantastische Form- und Farbvisionen. Subjektives Gefühl höherer Einsichten. Der Höhe- punkt tritt etwa l bis l 1/2 Stunden nach der Einnahme ein. Die gesamte Wir- kungsdauer beträgt etwa sechs Stunden.

Nebenwirkungen: Einnahme auf vollen Magen kann zu Übelkeit führen. Einige mexikanische Indianer behaupten, daß der Dauergebrauch über lange Zeit den Alterungsprozeß beschleunigt. Die bekannte Schamanin Maria Sabina, die seit ihrer Kindheit regelmäßig Pilze genommen hat, starb allerdings etwa 90-jährig, ohne daß (andere als altersbedingt normale) Verfallserscheinungen be- kanntgeworden wären. Aus den USA wird ein Todesfall eines sechsjährigen Kindes nach der Ein- nahme einer größeren Menge von Psilocybe Baeocystis berichtet, der einzige bekanntgewordene Todesfall nach Einnahme von psilocybinhaltigen Pilzen. Die Kausalität ist ungeklärt. Wer Kindern halluzinogene Drogen verabreicht oder zugänglich macht, handelt verbrecherisch. Kinder sind nicht in der Lage, die Wirkungen einer halluzinogenen Droge zu steuern und zu verarbeiten.

Sonstiges: Ausführliche Erfahrungen im zweiten Teil. Psilocybin und Psi- locin unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz.

2 Comments

  1. Jack

    26/09/2014 at 16:26

    In den Wirkungen ist vor allem von Halluzinationen die Rede. In wie weit verändert sich die Persönlichkeit (so, wie bei Alkohol)? Kann man noch halbwegs rational handeln oder muss man Angst haben bei einem Trip z. B. irgendwas in der Wohnung kaputt zu schlagen? Sollte man bei einem Trip einen Aufpasser dabei haben?

    • Pilze blog

      09/09/2016 at 17:07

      Lieber Jack, lass mich darauf kurz eingehen. Auch hier macht wie imemr die Dosis das Gift: wie bei Alkohol kann man nach einem kleinen Schnaps oder einem halben Bier noch völlig rational handeln, nach einer Flasche Schnaps aber kaum mehr geradeaus laufen. So ähnlich sieht es auch bei halluzinogenen Pilzen aus: in kleiner Dosis (bis 0,5g) erlebt der Konsument er minimale Effekte (besonders gehobene Grundstimmung wenn set und setting stimmt), bei höheren Dosen kommt es zu Ich-Auflösungen – ein völlig „irrationaler“ zustand aus wissenscahftlicher Sicht. Dann kann es vorkommen, eine Vase aus der Wohnung für etwas zu Kuschelndes zu halten und folglich können Dinge auch kaputt gehen – aber Wutanfälle o.ä. wie bei Alkohol sind völlig untypisch. Das schlimmste ist ein Horrortrip, der aber am nächsten Tag vorüber geht.

      Daher IMMER die Faustregel beachten: Tripsitter („Aufpasser“) dabei haben, wenn man kein geübter Psychonaut ist. Ich selbst habe viel zum Thema publiziert, aber belassen wir es ersteinmal dabei. Gerne hier auf Anfrage mehr Informationen wenn noch Unklarheiten bestehen.

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