Phalaris-Arten – Glanzgras l

Verschiedene Grasarten enthalten Alkaloide: das Rohr-Glanzgras, das man u.a. in Europa und den USA findet, das italienische Gras Phalaris aquatica (=tube-rosa) und das marokkanische Gras Phalaris brachystachys.

Verwendung: Extrakte oder der Preßsaft aus dem Gras werden mit Harmala- samen oder einem Extrakt daraus eingenommen. Sehr konzentrierte Extrakte können geraucht werden. [Siehe hierzu: Jim DeKorne, Psychedelischer Neo- Schamanismus, Abschnitt „Rauchbares DMT aus Pflanzen“].

Wirksame Inhaltsstoffe: DMT (N,N-Dimethyltryptamin) und/oder 5-Meo- DMT (5-methoxy-N,N-dimethyltryptamin) und weitere Tryptamine in stark wechselnder Zusammensetzung und Konzentration, je nach Art, Rasse, Wachs- tumsphase und Wachstumsbedingungen. Phalaris aquatica soll bis zu l % DMT enthalten, dazu 5-MeO-DMT. Phalaris brachystachys enthält angeblich nahezu nur DMT in nennenswerten Mengen, exakte Angaben fehlen auch hier noch. In Phalaris arundinacea dominiert häufig 5-MeO-DMT.

Wirkungen: Geraucht halluzinogen wie DMT / 5-MeO-DMT; extrem schneller Wirkungseintritt, kurze Wirkdauer (10 Minuten). Subjektiv kann die Wirkung länger erlebt werden. Depersonalisation, machtvolle Halluzinationen, Be- gegnungen mit „Wesen aus anderen Dimensionen“. Wirkt zusammen mit Harmala-Samen oder einem Extrakt daraus als Ayahuasca-Analog, (siehe dort.) Art und Intensität des Erlebnisses schwanken stark mit der Art und dem prozentualen Anteil der einzelnen Alkaloide.

Nebenwirkungen: Die Nebenwirkungen und Risiken aller Halluzinogene, (siehe Abschnitt „Einnahme von Halluzinogenen“). Übelkeit und Erbrechen, auch ausgesprochen heftig, sind häufige Nebenwirkung speziell der DMT- Harmine-Kombination. Diät während der Einnahme ist notwendig, da es sonst zu sehr unangenehmen bis tödlichen Zwischenfällen kommen kann. Achtung: Phalaris arundinacea tötet weidende Schafe, die besonders empfindlich auf 5- MeO-DMT reagieren. Extreme Vorsicht, besonders bei der Verwendung einer noch nicht bekannten Rasse, wird daher angeraten. Nebenwirkungen bei häufi- gerer Einnahme von 5-MeO-DMT unbekannt.

Sonstiges: Es macht wenig Sinn, irgendwelche Phalaris-arundinacea-Sorten zu kaufen und zu pflanzen. Wegen der toxischen Wirkungen auf Weidevieh wurde dieser Grasart der Alkaloidgehalt weggezüchet. Im normalen Gartenfachhandel erhältliche Sorten sind daher häufig nicht psychoaktiv. Selbst Samen bekannter Rassen ergeben oft recht unterschiedlich aktive Pflanzen. Darum sind amerikanische Drogenforscher dazu übergegangen, aktive Rassen in Form ihrer Ableger auszutauschen. In absehbarer Zeit werden sicher Ableger von Pflanzen mit bekannter Potenz und bekannter Zusammensetzung auch in Deutschland zu finden sein. Auch steht zu erwarten, daß in wenigen Jahren konkretere Angaben zu Zusammensetzung und Konzentration vorliegen. Streß (z.B. häufiges Mähen) scheint den Alkaloidgehalt der Pflanzen zu erhöhen. Vermutlich sind die Alkaloide ein Abwehrmechanismus der Pflanze gegen Überweidung. DMT unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Von der Einnahme von DMT-haltigen Material wird daher abgeraten.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.