Petroselinum crispum

Psychoaktive Gewürze

Petroselinum crispum (Zeichnung: Franz Eugen Köhler)

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Syn.: Apium crispum Mill., Apium latifolium Mill., Apium petroselinum L., Carum petroselinum Benth. & Hook., Petroselinum hortense Hoffm., Petroselinum petroselinum Karsten, Petroselinum sativum Hoffm., Petroselinum vulgare Lagasca, Petroselinum hortense Hoffm.

Traditionelle Bezeichnungen: Petersilie, Common Parsley (engl.), Persilja (schwed.), Persil (frankr.) u.a.

Familie: Apiaceae (Doldenblütler)

Aussehen: Zweijähriges Gewächs, bis zu 1 m hoch, mit grünen, Rosetten-artig angeordneten Blättern und gelbgrüner oder roter Blüte.

Verbreitung: Eurasien, Nordafrika

Inhaltsstoffe: Apiol, Myristicin in ätherischem Öl.

Kulturhistorische Geschichte: Als Heilmittel war Petroselinum crispum schon den alten Griechen und Römern bekannt. Im ägyptischen Totenkult spielte die Pflanze auch eine erhebliche Rolle. Die Toten wurden mit Kränzen aus u.a. Petersilie bedeckt. In der Antike war Petroselinum Metapher für Reinkarnation und im Mittelalter wurde die Pflanze als aphrodisisches Zaubergewächs und später als Ingredienz für Hexensalben gebraucht. Der Petersilie werden vielerlei heilende und magische Kraft nachgesagt. Sie sei harntreibend und wirksam bei Allergien, Fieber, Gicht, Menstruationsproblemen, Nierenleiden, Geschwüren, Rheuma, Stichen, Verdauungsstörungen und anderen Leiden und Krankheiten. Sie könne außerdem das Böse fernhalten oder sogar vertreiben und bringe großes Glück. Das Kraut wurde auch geräuchert und als Stimulans geraucht.

Verwendung: Getrocknetes Petersilienkraut kann geraucht werden. Eigene Versuche hatten zum Ergebnis: Fünf zügig hintereinander gerauchte Wasserpfeifen mit purem Kraut wirken kurzzeitig (maximal zwanzig Minuten) schwach stimulierend, sinnaufhellend und leicht euphorisierend. Aus den Samen gewonnenes Öl kann eingenom-men werden, sollte aber nicht probiert werden. Das reizende ätherische Öl beeinträchtigt die Harnwege, schädigt die Leber und kann bei Schwangeren sogar eine Missgeburt bewirken. Achtung, Finger weg!!

mit freundlicher Genehmigung von Hartwin Rhode „Entheogene Blätter“

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