PCP, Phencyclidin

.

 

Wirkungsweise

NMDA-Rezeptor Antagonist.

Übersicht

PCP ist das Kürzel des chemischen Namens Phenylcyclohexylpiperidin, das auch zu Phencyclidin abgekürzt wird. Es ist eine dissoziative Droge, die früher als Schmerzmittel Anwendung fand. Sie bewirkt halluzinogene und neurotische Effekte. Umgangssprachlich ist sie als „Ashy Larry“ oder „Angel Dust“ bekannt.

Es  ist chemisch ein Arylcyclohexylamin-Derivat, pharmakologisch gehört es zur Familie der dissoziativen Schmerzmittel. Es arbeitet vorwiegend als Antagonist von NMDA-Rezeptoren und blockiert deren Aktivität. Andere NMDA-Antagonisten sind Ketamin, Tiletamin und Dextromethorphan. Die psychoaktiven Wirkungen von PCP halten nur Stunden an, die vollkommene Elimination aus dem Körper erstreckt sich aber über Wochen.

Im ersten Weltkrieg wurde es als chirurgisches Narkosemittel eingesetzt. Wegen seiner Nebenwirkungen legte man es in den 50ern ad acta. Parke-Davis patentierte es dann unter dem Namen Sernyl („serenity“ – Gelassenheit). Wiederholt wurde es wegen seiner Nebenwirkungen vom Markt genommen. Bald danach erschien es wieder als Sernylan und wurde als Narkosemittel an Veterinäre verkauft, verschwand aber auch wieder. Seine Nebenwirkungen und die lange Abbauphase im Körper machen es für medizinische Anwendungen unbrauchbar.

Einige PCP-ähnliche Substanzen werden wegen ihrer verwandten Wirkungen als Antitremor Medikamente in der symptomatischen Therapie bei Parkinson angewandt. Sie haben etwa gleiche Nebenwirkungen wie PCP, deren Stärke meistens ihrer Potenz als NMDA-Rezeptorhemmer entspricht.

Nebenwirkungen

Der Gebrauch von PCP als ein zugelassenes Narkosemittel wurde 1965 eingestellt da die Patienten beim Erwachen erregt, verwirrt und irrational reagierten. Es ist eine „dissoziative Droge“ und verzerrt damit visuelle und akustische Wahrnehmungen. Es produziert auch ein Gefühl der Loslösung von der Umgebung und dem eigenen Ich. In den 60ern wurde es als Straßendroge verkauft und war schnell verrufen, unerwünschte Effekte hervorzurufen und verschwand wieder vom Markt. Einige Konsumenten lieben jedoch die Gefühle der Stärke, Macht, Unverletzbarkeit und auch eine gewisse Benommenheit, die es erzeugt.

Zu den negativen psychologischen Effekten, die berichtet wurden, gehören:

Symptome, die der Schizophrenie ähnlich sind wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Paranoia, kognitive Defizite und ein Gefühl des Abstands von der Umgebung.

Stimmungsstörungen. 50 % der dokumentierten Notfälle (mit bewiesenem PCP Konsum in den letzten 48 Stunden) berichteten von extremen Angstsymptomen.

Personen, die PCP über einen längeren Zeitraum einnahmen, erlittenen Gedächtnisverlust, Sprach- und Denkschwierigkeiten, Depressionen und Gewichtsverlust. Diese Störungen können bis zu einem Jahr nach dem Absetzen auftreten. Die Droge macht abhängig.

Suchtpotential

mittel

Rechtlicher Status

illegal, rezeptpflichtige Substanz


 

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.