Passionsblume, Passiflora spp.

mit Beiträgen von Markus Berger, Jörg Happe, Hartwin Rohde
mit freundlicher Genehmigung von Hartwin Rhode „Entheogene Blätter“
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Die Passionsblume ist eine der sehr beliebten Zierpflanzen unserer Zeit. Ihre Blüten sehen aus wie filigrane Kunstwerke, die eher an übertriebenen Kitsch als natürlich wachsende Pflanzen erinnern. Den meisten stolzen Besitzern einer fleißig blühenden Passiflora dürfte jedoch nicht bewusst sein, dass sie mit diesem Gewächs eine durchaus wertvolle Medizinalpflanze besitzen, deren Nutzung auch im hedonistischen und rekreativen Kontext möglich ist. Es kommt ja auch kaum jemand auf die Idee, den Apotheker nach der gerade erworbenen Zierpflanze zu befragen. Trotz der Bekanntheit dieser Pflanze, die in kaum einem Kräuterbuch fehlen darf, sind jedoch die Erfahrungen mit ihrer Nutzung äußerst kontrovers. Die Berichte reichen von halluzinatorischen Erfahrungen bis zum kompletten Ausbleiben jeglicher Wirkung. Die meisten Berichte erfolgreicher Nutzung finden sich allerdings auf der Ebene der Schlaftrünke, und so wird die Pflanze im medizinischen Zusammenhang auch durchgehend als leichtes Beruhigungsmittel und Einschlafhilfe verkauft oder beschrieben. Doch der Leser möge sich ein eigenes Bild machen, Apotheken gibt es ja genug.

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Passiflora spp.

Markus Berger

Es existiert eine stattliche Anzahl Pflanzen, deren Psychoaktivität einerseits klar erkenntlich und scheinbar mehrfach belegt ist, andererseits aber immer wieder von verschiedenen Testpersonen angezweifelt wird. Es handelt sich um Gewächse, welche im Regelfall eine mild spürbare Bewusstseinsveränderung bewirken, nicht aber als originär psyche- delisch bezeichnet werden können. Die Passionsblume ist so ein Kandidat. Ich beschäftige mich seit 1994 unregelmäßig aber intensiv mit den Wirkungen der Passiflora. Einige mir bekannte Psychonauten schwören Stein und Bein auf eine absolute Wirkungslosigkeit der Gattung. Andere, meine eigene Person eingeschlossen, erfuhren nach langangelegten, die Geduld auf eine harte Probe stellenden Versuchen das Gegenteil. Bei allen individuell empfundenen Unterschie- den bezüglich der Aktivität der Passionsblumenarten ist diese Gattung in jedem Fall der Rede wert. Vorliegende Arbeit unternimmt in Kurzform den Versuch, die wichtigsten Fakten zusammenzutragen und in verständlicher Weise wiederzugeben. Sollte von Seiten der Leser ein tiefgreifenderes Interesse ausgehen, so werde ich in künftigen Ausgaben der Entheogene Blätter gern intensiver auf diese spannenden Pflanzen eingehen.

Überblick

Passiflora Syn.:

Passionsblume, Passion Flower (engl.),

Die Passionsblume gehört zur Familie der Passifloraceae und ist ein immergrünes, windenartiges Schlinggewächs, das bei uns als Zimmer- und Kübelpflanze kultiviert worden ist. Die Passiflora hat dreiteilig gelappte, drei-, fünf-, oder siebenfingrige Blätter und rundliche, sechseckige, hohle Triebe. Die extravaganten Blüten mit ihrem ho- hen Wiedererkennungswert beherbergen drei Griffel, fünf Staubbeutel und etwa 72 Fädchen.

Vom Stängel wachsende Ranken verdribbeln sich am Ende zu einer Spirale. Passiflora bildet essbare, meist eigroße Früchte aus. Passiflora edulis trägt beispielsweise die berühmte Maracuja. Die sternförmigen Blüten der Passiflora besitzen drei Griffel und fünf Staubbeutel. Insgesamt sind mehr als 480 Passiflora-Arten bekannt.


Geschichte

Die Passionsblume kommt ursprünglich aus den tropischen Gebieten Mittel- und Südamerikas. Sie wurde rituell, zur Heilung von Krankheiten und Störungen und zur Entspannung von den Maya und Azteken geraucht oder als Aufguss getrunken. Für die restliche Welt entdeckt und erforscht wurde die Passiflora von Botanikern, Heilern und Mönchen des späten Mittelalters. Seeleute brachten schließlich die indianische Heilpflanze in alle Teile der Welt.

In der präcolumbianischen Zeit wurden mehrere Passionsblumenarten als Heilmittel und sogar als Nahrungsergänzung gebraucht.

Schamanen, Heilkundige und Seher des west- lichen Amazonasgebietes verwenden die Wurzel der Passiflora involucrata als Ayahuasca-Additiv.

Inhaltsstoffe

C-Glycosylflavone, Apigenin und Luteolin als wirksame Prinzipien sowie nicht psychoaktive Verbindungen wie Maltol, Cumarin-Derivate, Gerbstoffe, ätherisches Öl u. andere.

Das MAO-hemmende Luteolin ist u.a. auch im Johanniskraut (Hypericum perforatum) nach- zuweisen. Harmanalkaloide (Harmin, Harman, Harmalol, Harmol, Harmalin) sind entgegen früherer Ansichten nur in Passiflora jorullensis enthalten.

Passiflora jorullensis

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Pharmazeutische Verwendung

Als Sedativum (Beruhigungsmittel), Spasmolytikum (Krampflöser) und homöopathisches Schlafmittel.

Passiflora als Heilmittel

Indikation

Nervöse Unruhezustände, Schlaflosigkeit, Verkrampft- und Verspanntheit, Depressionen, Reizbarkeit, Angstzustände, Herzneurose, Wechseljahre

Passiflora incarnata
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Anwendung

In Form von Pillen, Dragees, Kapseln oder Tropfen gemäß Beipackzettel. Tee: 1-2 Esslöffel des trockenen Krauts in 25-30 ml Wasser. 15-20 Minuten kochen und danach 10 Minuten ziehen lassen.

Wirkungen

Bei einer für Passiflora– Präparate typischen Dosierung von etwa 10- 25 mg Alkaloidgehalt wirkt das Medikament sedativ (beruhigend), schlaf- und traumfördernd, sowie leicht stimmungsaufhellend.

In Tierversuchen wurde festgestellt, dass Passionsblume mobili- Passiflora incarnata (Mary Vaux Walcott) mobilitätstätshemmend wirkt. Unter einer Moblitätshemmung versteht man die Beeinträchtigung der Darmmuskelbewegung. Allerdings gibt es diesbezüglich bisher keinerlei negative Berichte.

Nebenwirkungen

Bei reinem und sachgemäßem Gebrauch von Passionsblume als Heilmittel sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Produkte

Die Passionsblume ist entweder pur oder als Beimischung in einer reichen Vielfalt kommerzieller Präparate erhältlich:

BIOsedon S®, NERVinfant N®, SEDinfant N®, Tropfen Curarina®, Pulver und Kraut im Head- shop oder Kräuterladen, Bad Heilbrunner Schlaf- und Nerventee®, Passiorin N® (mit Weißdorn), Eupronerv® (mit Weißdorn), N-Dragees®/N-Tropfen®, Plantival forte® u.v.a.

Passiflora als Entheogen

Anwendung

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten:

✧Rauchen des trockenen Krauts

✧Trinken eines Aufgusses Wirkungen

Wirkungen beim Rauchen: Raucht man das trockene Kraut bewusst, ent- spannt und frei von allen „Ich-muss jetzt-total- high-sein“-Verkrampftheiten, stellt sich ein Gefühl der Entspanntheit und Ruhe ein. Der Kopf wird frei von Belastungen und quälenden Gedanken.

Der Körper wird zur warmen Oase inmitten der kalten Welt. Ich vergleiche die Wirkung von gerauchtem Passionsblumenkraut mit dem Effekt, der nach Einnahme von handelsüblichen Baldrian/Hopfen-Präparaten eintritt (denen in manchem Falle auch Passiflora beigemischt ist). Bert Marco Schuldes schreibt in seinem Buch „Psycho- aktive Pflanzen“ (Werner Pieper, Löhrbach) etwas von einer Marijuana-ähnlichen Wirkung beim Rauchen von Passiflora, was ich nur eingeschränkt nachvollziehen kann.

Wirkungen beim Aufguss trinken:

Im gleichen Werk Schuldes ist ein Erfahrungsbericht eines Users abgedruckt, der 5 Pfund frische Passionsblumenblätter und -stängel drei mal einkochte, das ganze mit Zitronensaft und Zucker mischte, abkühlen ließ und den fertigen Trank mit vier Freunden teilte. Das ist eine höhere Dosis, die angenehme, leicht bis mäßig psychedelische Bewusstseinszustände folgender Art bewirken kann (aber nicht muss):

Verschärfte Optik –die Außenwelt wird bunter wahrgenommen– und u.U. (pseudo-) visionäre Erlebnisse oder Gedanken, ein Gefühl der kosmischen Einheit und tiefer Zufriedenheit. Darauffolgend erholsamer, angenehmer Schlaf mit intensiven Traumerlebnissen.

Passiflora foetida L.
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Ethnopharmakologisch relevante Passionsblumen:

✧  Passiflora caerulea L.

✧  Passiflora edulis Sims (und Varietäten P. edulis var. edulis Sims und P. edulis var. flavicarpa Degener)

✧  Passiflora foetida L.

✧  Passiflora incarnata L.

✧  Passiflora involucrata (Masters) A. Gentry

✧  Passiflora jorullensis H.B.K.

✧  Passiflora laurifolia L.

✧  Passiflora quadrangularis L.

✧  Passiflora rubra L.


Nebenwirkungen

Hemmung des Enzyms Monoaminooxidase (MAO). MAO-hemmende Inhaltsstoffe verstärken die Wirkung mancher anderer psychoaktiver Substanzen, z.B. von Psilocybin. N,N-Dimethyltryptamin (DMT) z.B., entfaltet bei oraler Verabreichung ohne die gleichzeitige Aufnahme von MAO- Hemmern keine Wirkung. MAO-Inhibitoren (= Hemmer) dürfen nicht zusammen mit vielen Lebensmitteln und anderen Drogen eingenommen werden. Lebensbedrohlich sind Kombinationen innerhalb 12 Stunden vor und nach der Einnahme von MAO-Hemmern mit: Alkohol, Amphetaminen, Ananas, Antihistaminika, Asaron, Bananen, Beruhigungsmitteln, Dill-, Petersilie- und Fenchelöl, Ephedrin, Käse, Koffein, Tranquillanzien, Meskalin, Macromerin, Muskatnuss, Sauerkraut, Schokolade, Sherry, Tryptophane, Tyrosin u.a.

Pflege

Blütezeit:

Juni-September

Standort:

Sonnig (z.B. Süd- oder Ostfenster)

Höhe: Bis zu sechs Metern.

Triebbeschnitt:

Vorzugsweise im März (oder im Oktober) Seitentriebe auf sechs Knospen reduzieren.

Überwinterung:

Bei 8 bis 15°C an hellem Standort. Auf der Fensterbank oder im Wintergarten/Ge- wächshaus mit möglichst viel Lichtzufuhr und Luftfeuchtigkeit.

Wasserbedarf:

Die Passionsblume liebt Feuchtigkeit. (Nicht zu) häufiges, bedarfsorientiertes Gießen und Besprühen der Blätter verschaffen ihr einen Wohlgenuss. Soll eine Passionsblume gesund und kräftig wachsen, ist sie in puncto Wässerung auf gute Beobachtung ihres Pflegers angewiesen. Es darf nicht zu viel (Staunässe) und nicht zu wenig (Austrocknung) gegossen werden. Es empfiehlt sich, um der Gefahr einer Staunässe vorzubeugen, vor dem Gießen tief in die Erde zu fassen und die Feuchtigkeit um die Wurzel zu eruieren. Eine nicht erkannte und behandelte Staunässe hat die rasche Verfaulung der Wurzel zur Folge und ist in der Regel das Todesurteil für die Pflanze. Passiflora verträgt außerdem kein kalkhaltiges Wasser.

Boden/Erde:

An das Substrat stellen Passionsblumen keine hohen Ansprüche. Man verwendet einfach nicht zu saure, handelsübliche Erde. Ein pH-Wert von 6,5 ist ideal, muss aber nicht strengstens eingehalten werden. O (Sauerstoff) sollte zur Begünstigung 2 des Wurzelwachstums mittels Perlite o.ä. appliziert werden.

Topfmaterial u. sonstiges:

Es gilt die Regel (wie für viele Pflanzen): Je größer der Topf, desto besser. Die Wur- zeln können so natürlich am besten auswuchern. Die unschöne und zu Verkaufszwecken angebrachte Plastik-Aureole entfernt man und ersetzt sie durch ein Rankgitter. Ansonsten besteht die Gefahr einer „Stauung“, die zur Folge hat, dass die Pflanze u.U. nicht blüht.

Düngen:

Während des Wachstums von März bis August düngt man bestenfalls wöchentlich mit Stickstoff-Phos- phat-Kalium-Dünger (5-5-6).

Vermehrung:

Die Vermehrung der Passiflora kann durch Aussaat von Samen oder über Stecklinge geschehen.

Krankheiten/Befall

Die Passionsblume erkrankt hauptsächlich durch Schädlingsbefall. Im Folgenden die einzelnen Tiere, sowie Symptome und Maßnahmen.

Schädling: Blattlaus

Symptom: Tierchen deutlich sichtbar

Maßnahme: Per Hand eliminieren


Schädling: Dickmaulrüssler

Symptom: Fraßstellen (Halbmond-förmig)

Maßnahme: Niemsamen im Gartenfachhandel


Schädling: Nematode

Symptom: zerstören die Wurzel zunächst nicht sichtbar, Pflanze scheint krank

Maßnahme: Stecklinge sichern und Pflanze auf den Komposthaufen (Tot!)


Schädling: Spinnmilbe

Symptom: Rote Punkte auf Blattunterseite

Maßnahme: Luftfeuchtigkeit hochschrauben, z.B. mit einer Plastiktüte


Schädling: Wolllaus

Symptom: sehen aus wie Zuckerwatte

Maßnahme: Fast aussichtslos. Kein Mittel hilft wirklich. Chemikalien aus dem Gartenmarkt stehen einer Verwendung der Passiflora im Weg.


Schädling: Virus

Symptom: Eingerollte, weiß-fleckige Blätter

Maßnahme: Pflanze wegwerfen (Tot!)

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Internetresourcen:

http://www.passiflora.it/

http://www.passiflora.org/

http://passiflora.com/

http://www.passionflow.co.uk

http://www.passiflora-uk.co.uk/

http://www.passiflora.ru/

http://www.passiebloem.nl/

http://www.blumen-passiflora.de/

http://www.passiflora-bruckelt.de/

http://www.crsc.calpoly.edu/crsc/Rice/ Passionfruit/passionfruit.ppt

0 Comments

  1. bob

    07/12/2014 at 16:13

    Moi ya navoir pas tout compris…

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