Passiflora incarnata – Passionsblume

Die Passionsblume ist ein Windengewächs, das auf den Westindischen Inseln heimisch ist. Sie wird wegen ihrer aussergewöhnlich schönen und interessanten Blüten weltweit als Zierpflanze angebaut.

Verwendung: Kann geraucht oder als Tee zubereitet werden (15g pro halbem Liter kochendes Wasser). Auch die Bereitung eines alkolischen Auszugs ist möglich.

Wirksame Inhaltsstoffe: Harmine und verwandte Alkaloide, Gehalt etwa l Gramm per Kilo. Harmine sind nicht besonders gut in Wasser löslich. Längeres Kochen hilft dabei, die Harmine in Lösung zu bekommen.

Wirkungen: Geraucht eine kurze und leichte, Marihuana-ähnliche Euphorie („high“). Der Tee wirkt stimmungsaufhellend und sedativ; daher ist die Passiflora seit langem als Heilpflanze in Gebrauch. Harmine wirken in Dosen ab etwa 250- 500 mg halluzinogen. Geringere Mengen, etwa 25-50 mg, wirken anfangs leicht euphorisierend und anregend, später setzt Müdigkeit ein, der folgende Schlaf wird als von intensiven Träumen begleitet beschrieben. In mittleren Dosen verstärken Harmine durch MAO-Hemmung die Wirkungen anderer Halluzinogene (z.B.Psilocybin) oder ermöglichen sie erst (DMT, oral). Andere Kombinationen (insbesondere Mescalin und Harmine) galten als lebensgefährlich, jedoch ist dies neuerdings nicht mehr unumstritten.

Nebenwirkungen: Einige Substanzen im alkoholischen Auszug können Übelkeit hervorrufen. Harmine sind MAO-Hemmer. MAO-Hemmer ent- wickeln in Kombination mit anderen Substanzen gefährliche Wirkungen. Siehe unbedingt den Abschnitt: MAO-Hemmer.

Sonstiges: Im zweiten Teil finden sich ein kurzer Bericht über den Gebrauch der Passionsblume sowie ein Bericht über die kombinierte DMT-Harmin Wirkung. Siehe auch die Abschnitte über Banisteria Caapi, Peganum harmala, Ayahuasca.

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