Oxycodon

 

5R,9R,13S,14S)-14-Hydroxy-3-methoxy-17-methyl-4,5-epoxymorphinan-6-on

Wirkungsweise

Als Opioidrezeptor-Agonist vermehrt es Endorphin.

Übersicht

Die ersten vom Opium abgeleiteten Drogen benutzen die in Pflanzen gefundenen Alkaloide Morphin und Kodein. Oxycodon basiert dagegen als eine halbsynthetische Substanz auf dem Alkaloid Thebain.

Der deutsche Pharmakonzern Bayer hatte die Massenproduktion von Heroin wegen des Missbrauchs durch Patienten und Ärzte eingestellt. 1917 wurde Oxycodon unter dem Namen Eukadol, vom Pharmkonzern Merck in der Hoffnung synthetisiert, die schmerzlindernden Effekte von Morphin und Heroin zu erhalten und die euphorische Wirkung, welche ursächlich für den Mißbrauch verantwortlich ist, zu unterdrücken.

Es wirkt peroral, in Kombination mit Aspirin wird es in den USA als Percodan, Endoban und Roxiprin vermarktet. In Verbindung mit Paracetamol zur Schmerzlinderung, ist es als Percocet, Endocet, Roxicet und Tylox im Handel. Kürzlich wurde Ibuprofen zugefügt, und als Combunox. Purdue Pharma und OxyContin vermarktet. Generische Äquivalente sind Endone, OxylR, OxyNorm, Percolone, OxyFast und Roxicodon. Das letzte Medikament gibt es als 5, 15, und 30 mg Tabletten. OxyContin wird zurzeit in 5, 10, 15, 20, 30, 40, 45, 60, 80 und 160 mg Tabletten gehandelt. Die Wirkung hält 8 – 12 Stunden an.

Neben der bereits erwähnten hohen Suchtgefahr bei unsachgemäßer Anwendung kann Oxycodon zu Wahrnehmungsstörungen führen. Daneben kann es bei einer Überdosierung auch zu einer Atemdepression, also der herabgesetzten Ansprechbarkeit des Atemzentrums, und bei starker Überdosierung zu Atemlähmung kommen.

Nebenwirkungen

  • Dämpfung des Hustenreflexes
  • Dehydratation
  • Angst, Depression
  • Nervosität
  • Veränderungen der Leistungsfähigkeit
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Starke Müdigkeit
  • Schwindel, Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Tremor, unwillkürliche Muskelkontraktionen
  • Koordinationsstörungen
  • Unwohlsein
  • Epileptische Krampfanfälle
  • Blutdrucksenkung
  • Verstopfung
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Hautausschlag, trockene Haut
  • Ödeme
  • Probleme beim Wasserlassen
  • Verminderte Libido, Impotenz
  • Schwitzen

Oxycontin wird zunehmend populär und auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Die sogenannte „OCs“ werden geschnupft, injiziert, gekaut und geraucht. Die Effekte sind vorübergehende Euphorie und Wohlbehagen, weil die Anwendungsmethoden die eingebaute verzögerte Freisetzung ausschalten und die volle Wirkung unmittelbar einsetzt.

Suchtpotential

hoch

Rechtlicher Status

Rezeptpflichtiges Medikament



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