Opium

Wirkungsweise

Opioidrezeptor-Agonist – vermehrt die Konzentration von Endorphin

Übersicht

Opium ist ein harzartiges Rauschmittel, das die unreifen Samenkapseln vom Schlafmohn, Papaver somniferum als Milchsaft sekretieren, wenn sie angeritzt werden. Das Sekret enthält bis zu 16 % Morphin, ein Opiatalkaloid, das vorwiegend chemisch in Heroin für den Schwarzmarkt umgewandelt wird. Der getrocknete Milchsaft enthält auch Alkaloide ohne Rauschwirkung, wie Papaverin und Noscapin.

Der Anbau vom Schlafmohn als Nahrungsmittel, Narkotikum und für rituelle Zwecke geht bis auf die Jungsteinzeit zurück. Die Sumerer, Assyrier und Ägypter, sowie die Völker der griechischen, romanischen und arabischen Imperien machten alle weitgehenden Gebrauch von Opium. Es war das stärkste bekannte Schmerzmittel, und ermöglichte den damaligen Chirurgen ausgedehnte Eingriffe. So wird Opium in den wichtigsten medizinischen Texten der alten Welt erwähnt, wie dem Ebers Papyrus, den Schriften von Dioscorides, Galen und Avicenna.

Der Freizeitgebrauch der Droge begann in China im 15. Jahrhundert als Aphodisiacum,  war aber wegen seiner Seltenheit und des hohen Preises rar. Ein ausgedehnter Opiumhandel begann im 17. Jahrhundert, als es mit Tabak vermischt zum Rauchen angeboten und auch sein Suchtpotential bekannt wurde. Das erste Verbot erfolgte 1729 im chinesischen Reich und führte dort für die nächsten hundert Jahre zu stark vermehrter Nachfrage. Britische Schmuggler bezogen es aus Indien , wo sie es preiswert herstellen ließen und damit die chinesische Nachfrage decken konnten. Eine massive chinesische Beschlagnahme führte zu den beiden Opiumkriegen 1838 und 1860. Großbritannien erzwang das Recht, Opium überall in China handeln zu dürfen, bis schließlich um 1905 mehr als ein Viertel der männlichen Population  süchtig war. Der Konsum von Opium als Droge blieb in anderen Nationen bis spät in das 19. Jahrhundert eher selten.

Opium entält zwei Hauptgruppen von Alkaloiden:

  • Phenantherene, wie Morphin, Codein und Thebain sind die hauptsächlichsten narkotischen Bestandteile sowie
  • Isoquinoline wie Papaverin, welche keine signifikante Wirkung auf das zentrale Nervensystem haben und nicht zu den kontrollierten Substanzen gehören.

Die Schmerzlinderung als auch Suchtbildung sind Funktionen der μ-Oipoidrezeptoren. Die Toleranzbildung wird durch eine Überaktivierung dieser Rezeptoren entwickelt. Man glaubt, dass der Grad der Endozytose von dem verwendeten Opioid abhängt und zu einer Überreizung mit zyklischen AMP-Signalisieren führt (AMP- Adenosinmonophosphat, ein Abbauprodukt von ATP).

Es gibt viele Methoden der Suchtbehandlung einschließlich pharmakolgischer Verfahren, die Naltrexon, Methadon oder Ibogain benutzen.

Suchtpotential

mittel

Rechtlicher Status

Weltweit illegal

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