Ocimum sanctum L.

Psychoaktive Gewürze

Ocimum sanctum L.

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Syn.: Ocimum tenuiflorum L.

Traditionelle Bezeichnungen: Thailändisches Basilikum, Holy Basil (engl.), sacred basil (engl.) u.a.

Familie: Labiatae (Lippenblütler)

Aussehen: Bis zu 50 cm hohes Gewächs mit dunkelgrünen, oval bis elliptischen Blättern. Weißlich-gelbe bis blass rote Blüte an den Triebspitzen.

Verbreitung: Südasien, Südeuropa

Inhaltsstoffe: Flavonoide in ätherischem Öl (Estragol).

Kulturhistorische Geschichte: Ocimum sanctum (nicht der uns besser bekannte Ocimum basilicum!) gilt als eine der wichtigsten Gewächse der Hindus und ist ebenso heilig wie Datura und Cannabis. Ocimum ist die Pflanze Vishnus und seiner Frau, der Göttin Lakshmi. Die Hindus verwenden die Pflanze als Aphrodisiakum, medizinisch bei Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen. Ocimum sanctum hat außerdem wassertreibende Eigenschaften.

Verwendung: Die Blätter werden gekaut oder als Tee eingenommen. Ich habe einmal von einem Bekannten eine Portion getrocknete Holy Basil (ca. zehn Gramm) bekommen und ein Experiment damit angestellt. Ich habe das gesamte Kraut auf zweihundert Milliliter Wasser als Aufguss bereitet, welcher fünfzehn Minuten zog. Das fertige Gebräu trank ich in insgesamt zehn Minuten aus. Ocimum sanctum hat leicht spürbare psychogene Wirkung und lässt sich, so scheint mir, am besten mit gerauchter Argemona mexicana (Stachelmohn) vergleichen. Besonders merklich empfand ich eine Beruhigung, welche sich von den Füßen hinauf zum Kopf vollzog und mich mit einer angenehmen, heiteren und weltoffenen Stimmungslage erfüllte.

mit freundlicher Genehmigung von Hartwin Rhode „Entheogene Blätter“

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