Myristica fragrans Houtt.

Psychoaktive Gewürze

Myristica fragrans Houtt.

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Syn.: Myristica officinalis L., Myristica moschata Thunb., Myristica aromatica Lam.

Traditionelle Bezeichnungen: Jatiphala (sanskr.), Muskat, Muskatnuss, Muskatblüte, Nutmeg (engl.) u.a.

Familie: Myristicaceae (Muskatnussgewächse)

Aussehen: Myristica fragrans ist ein immergrüner, 6 bis 20 m hoher Baum. Die Aprikosen-artige Frucht beinhaltet die Muskatnuss.

Verbreitung: Afrika, Asien

Inhaltsstoffe: Elemicin, Myristicin, Safrol u.a. in ätherischem Öl.

Kulturhistorische Geschichte: Muskat war indianischen Stämmen bereits früh als „betäubende Frucht“ (mada shaunda) bekannt und wurde in Ägypten als Cannabis-Substitut geraucht. Im ersten Jahrhundert u. Zeitrechnung wurde M. fragrans von den Arabern, die besonders die Heilkraft des Muskat schätzten, nach Europa gebracht. Dort wurde die Muskatnuss im Mittelalter gern als Opiumbeimischung benutzt.

Medizinisch ist Myristica fragrans (Blüte und Nuss) unter anderem bei psychosomatischen Erschöpfungszuständen und die Libido betreffenden Problemen indiziert.

Verwendung: Essen, Trinken oder Schnupfen des pulverisierten Muskatsamens, bei einer Dosis von einem bis drei Teelöffeln.

Ich habe mehrfach Muskatnuss probiert. Die Versuchsdosen lagen zwischen einem und zwölf Teelöffeln. Muskatnuss ist bei mir in Mengen bis vier Teelöffel psychisch inaktiv. Geschmacklich stellt jede Quantität ein Grauen dar. Körperliche Auswirkungen (Übelkeit, Zittern) treten schon bei drei Teelöffeln auf. Ab fünf Löffeln verspüre ich eine leichte Euphorie, welche nach kurzer Zeit schnell abklingt. Bei einer Dosierung von zwölf Teelöffeln Muskatnuss musste ich erstmalig erbrechen, spürte aber auch die deutlichsten Effekte. Alle zuvor gelesenen Berichte über eine etwaige Inaktivität von Myristica fragrans schienen mir lächerlich. Ich spürte, nachdem die Übelkeit vorüber war, eine Leichtigkeit, gekoppelt mit unglaublich guter Laune, Rededrang und einem unstillbaren Durstgefühl. Alles in allem sollte ich die Wirkung, wenn ich sie vergleichen müsste, in etwa so beschreiben: Eine viertel Tablette durchschnittliches MDMA (80-100 mg) zusammen mit viel THC und einem Hauch Meskalin. Komischer Vergleich? Nun, ich experimentiere schon lange, länger als mein halbes Leben bisher dauerte, mit den entheogenen Gewächsen und Substanzen. Dies ist die von Anfang an bestbefundene Wirkungsbeschreibung einer hochdosierten Muskatnusserfahrung meinerseits.

mit freundlicher Genehmigung von Hartwin Rhode „Entheogene Blätter“

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