MBDB, Methylbenzodioxolylbutanamine

Wirkungsweise

Vermehrt Serotonin und Dopamin.

Übersicht

Methylbenzodioxolylbutylamin (MBDB; Methyl-J; Eden) ist eine psychedelische, stimulierende, empathogene und entaktogene Substanz aus der Reihe der Phenethylamine. Es ist ein eng verwandtes Analogon von Methylendioxymethylaphetamin (MDMA). Der einzige Unterschied ist die Ethylgruppe statt der Methylgruppe am α-Kohlenstoff.

Alexander Shulgin beschrieb MBDB in seinem Buch PHIKAL. Er darin aus Erfahrungen in Selbstversuchen die Dosierung mit 180-210 mg an; die Menge in Bezug auf Körpergewicht ist anscheinend unbekannt. Die Wirkung hält 4-6 Stunden an, mit einer anschliessenden ca. 90 minütigen Abklingphase.

Ursprünglich wurde MBDB als ein nicht-psychedelisches Entaktogen entwickelt. Verglichen mit MDMA und anderen vergleichbaren Entaktogenen findet eine geringere Vermehrung von Dopamin statt. Es verursacht milde, MDMA-ähnliche Effekte, wie eine größere soziale Offenheit, eine Abnahme von Hemmungen, betontes Einfühlungsvermögen, großes Mitgefühl, gehobene Stimmung sowie leichte Euphorie. Die Wirkung von MBDB ist allerdings schwächer als die von MDMA, eine geringere Hochstimmung, Bewusstseinerweiterung und -Stimulierung. Manche Konsumenten nennen es eine »verwässerte Ausgabe« von MDMA. Diese Merkmale machen es als Freizeitdroge eher uninteressant, verleihen ihm aber ein stärkeres therapeutisches Potential als MDMA .

bk-MBDB, Butylon, β-keto-N-methylbenzodioxolylpropylamin, ist das β-keto-Analogon von MBDB. Es ist in der gleichen Weise mit MBDB verwandt wie Mehylon mit MDMA.

Pharmakologie

Die hauptsächlichen Neurotransmittereffekte bei Ratten waren eine Zunahme der Serotonin-Ausschüttung und Serotonin-/Noradrenalin- Wiederafunahmehemmung im Gehirn. Die Effekte sind mit denen von MDMA gut vergleichbar, welches aber ein stärkerer Wiederaufnahmehemmer und -Ausschütter ist. MBDB vermag auch geringfügig die Dopamin-Ausschüttung und -Wiederaufnahmehemmung vermehren, aber in weit geringerem Maße als MDMA. Dies ist wichitg, weil die Dopamin-Sekretion mit der Serotonin Neurotoxität verbunden ist, die durch MDMA und die verstärkenden Substanzen wie Kokain und Amphetamine entsteht (EMC, 1998).

Nebenwirkungen

Wichtiger Hinweis (RC Chemical).

Suchtpotential

Unbekannt.

Dokumentierte Notfälle pro Jahr

Unbekannt

Bezugsquellen:
Bezugugsquellen werden rein exemplarisch angegeben und werden nur zur Information angezeigt:
Internetshop

Rechtlicher Status

USA

MBDB wird in den Vereinigten Staaten nicht kontrolliert. Es kann aber als Analogon von einer kontrollierten Substanz verfolgt werden.

Literatur

Alexander Shulgin, PHIKAL

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