MAO-Hemmer – Lebensgefährlich

Einige der hier beschriebenen Substanzen sind im Abschnitt Nebenwirkungen als MAO-Hemmer gekennzeichnet. Die Einnahme dieser Substanzen zusammen mit bestimmten anderen kann unter Umständen zu lebensbedrohenden Zuständen führen. Nicht alle hier aufgeführten Substanzen sind gleich gefährlich; einige produzieren allenfalls unangenehme Zustände. Um sicher zu gehen, werden auch diese hier aufgeführt. MAO bedeutet Monoaminooxidase. Dies ist ein Enzym, das bestimmte Amine abbaut und so inaktiviert. MAO-Hemmer hemmen die Wirkung dieser Enzyme, so daß die Amine intakt bleiben. Handelt es sich nun um für den menschlichen Körper giftige Amine, so kann es zu schweren, auch tödlichen Nebenwirkungen kommen. Eine als MAO-Hemmer gekennzeichnete Substanz sollte nicht zusammen mit anderen, die diese Amine enthalten, eingenommen werden. Einige Medikamente werden auch in ihren Wirkungen durch MAO- Hemmer verstärkt oder verändert. Nicht zusammen mit MAO-Hemmern ein- genommen werden sollten:

• viele Beruhigungsmittel

• viele Tranquilizer (zur Stimmungsaufhellung eingesetzte Mittel)

• viele Antihistaminika (eine Gruppe antiallergischer Medikamente)

• Narkotika

• Alkohol Psychoaktive Pflanzen 8 3

• Amphetamine (bestimmte Medikamente mit aufputschender und / oder appetitzügelnder Wirkung

• Meskalin (enthalten im Peyotl, San-Pedro und anderen Kakteen)

• Asaron (enthalten in der Kalmuswurzel)

• Muskatnuß

• Macromerine (enthalten im Dona-ana-Kaktus)

• Ephedrin (Arzneimittel mit anregender Wirkung).

• Dill-, Petersilien- Fenchelöl. (geringe Mengen als Gewürz unschädlich).

• Koffeinhaltige Substanzen (Kola, Kaffee, Tee, Kakao, Guarana, etc.)

• Gereifter (alter) Käse

• Bananen und Ananas

• Tyrosin-enthaltende Lebensmittel, wie Fisch-Zubereitungen, Geflügel- leber, Pferdebohnen, Chianti-Wein.

Nicht zusammen einnehmen bedeutet, daß die oben aufgezählten Stoffe nicht eingenommen werden sollten, während der MAO-Hemmer in Ihrem Körper wirkt. Der Wirkungszeitraum von MAO-Hemmern reicht, je nach Substanz, von wenigen Stunden bis zu etwa zwei Tagen. In den meisten Fällen sind die MAO- Wirkungen innerhalb von etwa 8-24 Stunden abgeklungen. Dies gilt nur für reversible MAO-Hemmer wie Harmine, nicht für irreversible, pharmazeutisch hergestellte, antidepressive MAO-Hemmer. Diese wirken deutlich länger. Bei Medikamenten ist relativ leicht herauszufinden, ob sie mit MAO- Hemmern verträglich sind: dies ist in der Regel auf dem Beipackzettel vermerkt. Viele Medikamente sind übrigens selber MAO-Hemmer. Die Wirkungen einer unzulässigen Kombination reichen von Kopfschmerzen, Nackensteife, Herz- Kreislaufbeschwerden über Blutdruckkrisen bis zum Tod. Es beginnt sich abzuzeichnen, daß die natürlichen, reversiblen MAO- Hemmer (insbesondere die Harmine) wesentlich gutartiger wirken als die syn- thetischen irreversiblen. Ausführliche Informationen darüber finden Sie in Aya- huasca Analoge von Jonathan Ott und in Psychedelischer Neo-Schamanismus von Jim DeKorne.

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