Magic Mushrooms, Psilocybe cubensis

 

 

 

Psilocybe cubensis (früher Stropharia cubensis) stammt ursprünglich aus subtropischen Regionen und gelangte durch Einschleppung nach Europa. Er ist international unter dem Namen „Magic Mushroom“ oder „Golden Cap“ bekannt. Europäer haben den Pilz erstmals auf Kuba entdeckt, was ihm seinen Beinamen cubensis einbrachte. 1906 wurde Psilocybe cubensis das erste Mal in der Literatur von Earle erwähnt, der den Pilz zunächst Stropharia cubensis taufte (Earle, 1906). Später wurde er dann von dem Mykologen Singer dem Genus Psilocybe zugeordnet, da keine chrysocystidia vorhanden sind, der Pilz nach Verletzungen blau anläuft und halluzinogene Eigenschaften besitzt (Singer, 1948). Psilocybe cubensis ist in tropischen und subtropischen Gebieten, im Süden der USA und in Mittelamerika beheimatet. Man findet ihn meist auf Weiden, wo er prächtig auf Kuhdung gedeiht. Es wird vermutet, dass der Pilz durch die Spanier nach Amerika kam, welche ihn durch die Einfuhr von Rindern und Pferden einschleppten (Badham, 1983). Der leicht buckelige Pilzhut wird zwischen 1 und 8 cm groß und hat zu Anfang eine blass gelblich-goldene Farbe an der Spitze, welche aber mit zunehmendem Alter bräunlich wird. Daher stammt auch der Name „Golden Cap“. Zu Beginn hat er eine kegelig-spitze Form, welche später glockenartig wird und sich zum Ende hin konvex mit nach oben gebogenen Rändern verändert und eine glatte, aber schmierige Oberfläche hat.

Der Pilz besitzt graue bis grau-violette Lamellen, die weißliche Kanten aufweisen, welche adnat (die Lamellen sind mit ihrer Schmalseite am Stiel befestigt) oder adnex (Lamellen sind nur mit einem Teil ihrer Schmalseite am Stiel befestigt) angeordnet sind. Der Pilz kann eine Stiellänge von bis zu 15 cm Länge erreichen, wobei der Stiel eine Dicke von 0,4 -1 cm aufweist. An der Pilzbasis ist der Stiel ein wenig stärker, hat ansonsten aber eine gleichmäßige Dicke. Das weißliche und feste Fleisch des Pilzes, ebenso wie der Stiel, laufen nach Verletzungen blau an. Nach der Reife kann man Reste des Velums (eine dünne Membran die nur Hutpilze besitzen, die den Fruchtkörper vor der Sporenreife ganz oder nur teilweise umgibt) als weißen Ring am Stiel entdecken. Der Stiel ist im Gegensatz zum Pilzhut trocken und ebenfalls glatt. Nach der Reife werden Sporen ausgebildet, welche eine purpur bis braune Färbung aufweisen und eine Größe von 10-17 x 7-10 mm haben. Sie haben eine elliptisch bis ovale Form und sind dickwandig. Es wurden zwei verschiedene Halluzinogene in Psilocybe cubensis isoliert, denen man seine halluzinogene und psychotrope Eigenschaften zuspricht. Einmal Psilocybin und das Psilocin, welche das erste mal 1959 von Heim und Hoffmann identifiziert wurden (Heim und Hofmann, 1959). Der Pilz wurde in drei verschiedene Farbvarianten unterteilt (Singer und Smith, 1958): (1) P. cubensis var. cubensis Singer, welcher halluzinogene Eigenschaften besitzt und vorwiegend in Mexiko vorkommt, (2) P. cubensis var. cyanescens Singer vorkommend in Florida und (3) P. cubensis var. caerulescens Singer aus Indochina (Jackson und Alexopoulos, 1976).

mit