LSD, Lysergsäurediethylamid

LSD, Lysergsäurediethylamid

Wirkungsweise

Partieller Agonist für Serotonin Rezeptoren, vorwiegend für 5-HT1A, 5-HT2A, 5-HT2C, 5-HT5A, 5-HT5B und 5-HT6.

Übersicht

Das Lysergsäureamid, meistens LSD, LSD-25 oder „Acid“ genannt, ist ein entheogenes Halluzinogen.

LSD wird von der Lysergsäure in Ergot, einem Getreidepilz auf Roggen, synthetisiert. Die abgekürzte Benennung geht auf den frühen Namen LSD-25 zurück, eine Abkürzung für das deutsche „Lysergsäurediethylamid“ mit der Kennnummer 25.

LSD ist gegen Sauerstoff, ultraviolettes Licht und Chlorin besonders in Lösung empfindlich. Solange es ohne Lichtquelle und Feuchtigkeit und bei niedriger Temperatur aufbewahrt wird, kann es über Jahre gelagert werden, ohne die Wirksamkeit zu verlieren.. In reiner Form ist es farblos, geruchlos und leicht bitter. In der Regel wird LSD oral eingenommen, gewöhnlich auf einem Substrat wie Löschpapier, Würfelzucker oder in Gelatine. In seiner flüssigen Struktur kann es intravenös und intramuskular angewandt werden. Der Schwellwert für eine Wirkung beim Menschen liegt etwa bei 20-30 µg (Mikrogramm).

Die Sandoz Laboratorien führten LSD als ein therapeutisches Mittel für verschiedene psychiatrische Anwendungen ein. Es zeigte sich als eine vielversprechende Substanz. Der außermedizinische Gebrauch des Pharmakons in der westlichen Kultur um die Mitte des 20. Jahrhunderts beschwor aber einen Feuersturm herauf, dem das Verbannen der Substanz für medizinische, experimentelle und spirituelle Zwecke folgte.

Nebenwirkungen

Die Wirkungen von LSD hängen zum großen Teil von der Dosierung ab. Es verursacht erweiterte Pupillen; kann die Körpertemperatur, den Puls und Blutdruck erhöhen; und kann starke Perspiration, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, trockene Mundhöhle und Tremor erzeugen.

Empfindungen und Gefühle wechseln weit dramatischer als die physischen Veränderungen. In genügend hohen Dosierungen erzeugt die Droge Wahnvorstellungen und visuelle Halluzinationen. Der Sinn für Zeit und die Ich-Wahrnehmung sind verändert. Verschiedene Sinneseindrücke scheinen sich zu durchkreuzen, so dass man Farben hört und Klänge sieht, was Phobien erzeugen und zu Panik führen kann. ea können sogenannte Horrortrips entstehen, bei denen man Gefühle der Verzweiflung, Angst die Kontrolle zu verlieren, wahnsinnig zu werden oder auch Todesangst erfährt.

Rückblenden oder wiederholte Erfahrungsphasen (Flashbacks) treten häufiger , sogar nach langer Zeit auf, bei denen sich partielle Erlebnisse des LSD Trips wiederholen, ohne die Substanz konsumiert zu haben. Manchmal werden diese Effekte sogar ausgelöst, wenn man nur über den Trip redet. Sie tauchen plötzlich, oft ohne jede Warnung auf und können innerhalb einiger Tage oder nach Jahren nach dem letzten LSD Konsum erscheinen. Diese Rückblenden treten bei manchen Menschen  dauerhaft aufund können große Verzweiflung und Schaden im sozialen oder beruflichen Umkreis anrichten (hängenbleiben). Diese Kondition wird mit fortbestehender Wahrnehmungsstörung nach Halluzinogengebrauch (hallucinogen persisting perception disorder, HPPD) diagnostiziert. Sie kann durch Aufnahme in ein Rehabilitation Zentrum und  ambulante Psychotherapie behandelt werden.

Suchtpotential

Keines

Rechtlicher Status

Deutschland

LSD fällt unter das BtmG und ist illegal

USA

In den Vereinigten Staaten gehört LSD zur Schedule I

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