LSA, D-Lysergsäureamid, Ergin

Wirkungsweise

Partieller Agonist von Serotonin Rezeptoren.

Übersicht

LSA, D-Lysergsäureamid, D-Lysergamid, Ergin, LA-111, ist ein Alkaloid der Ergolin Familie. Verschiedene Kletterpflanzen der Convulvulaceae, einige Arten des Schlauchpilzes Ergot und des Schimmelpilzes Achnatherum (schlafendes Grass) enthalten LSA.. LSA kommt auch als Hauptalkaloid in den entheogenen Samen von Rivea corymbosa (Ololiuhqui), Ipmoea violacea (Prunkwinde) und Argyreia nervosa (hawaiianische Holzrose) vor.

LSA ist ein Vorläufer von LSD. Ob es wirklich ähnliche Wirkungen wie LSD hat, wird diskutiert. Nach Algin Shulgin in TIHKAL: „Diese Substanz ist aktiv und die Hauptkomponente in den Samen der Prunkwinde. 1947 hat Albert Hofmann in Selbstversuchen LSA auf seine Aktivität geprüft, lange bevor man wusste, dass es ein natürlich vorkommender Stoff ist. Eine intramuskuläre Dosierung von 500 mg erzeugte eine müde, träumerische Stimmung ohne klare Gedanken aufrechterhalten zu können. Nach einem kurzen Dämmerschlaf hörte der Effekt  auf und der normale Zustand war in 5 Stunden  wiederhergestellt. Andere Beobachter haben die Vernebelung des Bewusstseins, das zu Schlaf führt, bestätigt. Das bei C-8  invertierte Isomer ist Isoergin oder D-Isolysergamid (ich konnte es nicht bestätigen, Isomere haben oft andere Wirkungen) und ist auch ein Bestandteil der Prunkwindensamen. Hofmann prüfte auch eine 2 mg Dosierung von LSA und erfuhr wie mit Ergin (er meint damit wahrscheinlich das aus der Pflanze gewonnene LSA) nichts anderes als Müdigkeit, Apathie und ein Gefühl der Leere. Beide Substanzen (heute eine Substanz, nach Wikip. de und en) werden wahrscheinlich korrekterweise abgelehnt, nicht zu der Wirkung dieser Samen beizutragen. Man sollte aber erinnern, dass Ergin oder LSA als Schedule III Drogen verzeichnet sind. Höchstwahrscheinlich ist dies eine strategische Vorsichtsmaßnahme, sie als einen folgerichtigen Vorläufer für LSD zu kontrollieren.“

Weitere Wirkungsbeschreibung unter Argyreia nervosa

Suchtpotential

Keines

Dokumentierte Notfälle pro Jahr

Unbekannt

Rechtlicher Status

Deutschland

LSA und LSA-haltige Pflanzen unterliegen nicht dem BtMG. Es aber ist davon auszugehen, dass LSA unter § 2(1) des AMG fällt, wenn es für die Anwendung an Mensch oder Tier bestimmt ist

USA

LSA (D-Lysergsäureamid) gehört zur Schedule III in den Vereinigten Staaten.

Bezugsquellen
Hier sind exemplarisch Bezugsquellen  aufgeführt.

LSA-haltige Samen

Literatur

Pflanzen der Götter

Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen: Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendungen

2 Comments

  1. Pingback: Hawaiianische Baby Holzrose, Argyreia nervosa – Psychotropicon - Das Online-Magazin für Psychonauten

  2. Maurice Clermont

    29/06/2016 at 16:29

    Bitte beachten, dass die Dosis von LSA zwischen 0,5 und 2 mg liegt. Hofmann hat nur 500 MIKROgramm zu sich genommen und nicht 500 Milligramm. Das wäre sonst etwas viel. 😀 Ansonsten schöner Artikel. 🙂

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.