Levisticum officinale

Psychoaktive Gewürze

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Syn.: Levisticum officinalis Koch., Levisticum paludapifolium Asch., Ligusticum levisticum L.

Traditionelle Bezeichnungen: Liebstöckel, Lovage (engl.), Stockkraut Familie: Apiaceae (Doldenblütler)

Aussehen: Bis 2 m hohes Staudengewächs mit röhrigem Stengel und dunkelgrünem, gefiedertem, Blatt und gelblicher Blüte.

Verbreitung: Eurasien

Inhaltsstoffe: Myristicin u.a. in ätherischem Öl.

Kulturhistorische Geschichte: Liebstöckel ist seit der Zeit des Altertums als Liebes-, Heil- und Würzgewächs bekannt. Levisticum officinale wurde und wird verwendet gegen Halsbeschwerden, Geschwüre, Geschwülste, Magenbeschwerden, Schwindsucht, Schlangenbisse, Vergiftungen und Verwundungen. Die Pflanze ist harntreibend und verdauungsfördernd. Im Volksglauben spielte sie eine Rolle als magische Pflanze, welche böse Geister verjagt und Liebeszauber bewirkt.

Verwendung: Das frische Kraut oder die frische Wurzel wird gegessen oder man bereitet einen Aufguss. Aus der Wurzel wurden früher Liebeselixiere hergestellt.

Ich habe drei Mal Levisticum officinale zu Versuchszwecken eingenommen. Ich bereitete aus einhundert Gramm frischem Kraut einen Aufguss, der ohne Wirkung blieb. Den zweiten Versuch unternahm ich mit zweihundert Gramm und verspürte leichte Wirkungen, die denen der Petersilie ein wenig ähnelten: Eine spürbare aber schwache Euphorie und Gedankenklarheit. Die dreihundert Gramm beim dritten Versuch wirkten nicht etwa doppelt so stark wie beim zweiten Mal, sondern ähnlich, nur ein wenig intensiver. Ich hatte ein klareres Sichtfeld als sonst. Gedanken ließen sich schneller ordnen und der Geist war von guter Laune erfrischt. Übelkeit blieb zum Glück komplett aus. Levisticum officinale ist mit ihrem Myristicin vielleicht die bessere Alternative zur Muskatnuss.

mit freundlicher Genehmigung von Hartwin Rhode „Entheogene Blätter“

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