Lactuca virosa – Giftlattich

 

 

Der Giftlattich, eine zweijährige Pflanze, ist ein Verwandter unseres Gartensalats.

Verwendung: Aus der Pflanze kann der Saft durch elektrisches Entsaften ge- wonnen und getrunken werden. Häufiger wird der obere Teil der Pflanze wie- derholt abgeschnitten und der austretende Milchsaft aufgefangen. Diesen läßt man eintrocknen und raucht ihn anschließend. Es kann auch die ganze Pflanze getrocknet und geraucht werden. Die größte Einzeldosis Lactucarium betrug 0,3, die maximale Tagesdosis l Gramm.

Wirksame Inhaltsstoffe: Lactucin, Lactucerol.

Wirkungen: Der eingetrocknete Milchsaft (Lactucarium) wurde lange Zeit als Arzneimittel gebraucht, wenn es darum ging, eine milde Opiumwirkung zu erzielen. Es wirkt beruhigend auf das Zentralnervensystem, leicht euphorisierend , schmerzstillend, schlaffördernd und trauminduzierend. Die Wirkung tritt nicht zuverlässig ein. Ob sie von der Person des Anwenders oder von Standortoder Klimabedingungen der Pflanzen abhängt, ist noch nicht geklärt. Der getrocknete Milchsaft scheint nach einiger Lagerzeit an Wirkung zu verlieren. In den siebziger Jahren wurde Lactuarium in den USA unter Bezeichnungen wie „Lettuce opium“ , „Lettucene“, oder „L Opium“ in allen Szene-Zeitungen ange- boten. Es wurde kein einziger Fall von Abhängigkeit oder einer Vergiftung be- kannt. Allerdings wurde in der Folge häufig gefälschtes Lactucarium, aus einfa- chem Kopfsalat gewonnen, verkauft. Der getrocknete Milchsaft des Kopfsalats weist aber keinerlei Wirkungen auf, so daß bald daß Gerücht entstand, Lactu- carium sei generell unwirksam.

Nebenwirkungen: Bei Überdosierung Schweißausbruch, Herzbeschleunigung, Kopfschmerzen.

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