Kratom, Effekte nach Einnahme

Erwünschte Effekte

Die Effekte von Kratom sind abhängig von der verwendeten Dosierung; bei geringer Dosierung treten stimulierende Effekte ein, wohingegen bei höher dosierten Einnahmen eine Opiat ähnliche Wirkung einsetzt. Dies kann sowohl bei Menschen als auch bei Tieren beobachtet werden. Allerdings ist es schwierig die Grenze für eine stimulierende, schmerzstillende, oder toxische Dosis zu bestimmen. Mitragynin besitzt ebenfalls eine Hustenlindernde-, Antinozizeptive- und durchfalllindernde Wirkung, die vergleichbar ist mit Kodein (Suwanlert, 1975).

Die Wirkung ist abhängig von der Qualität des Kratoms (dort scheint es größere Unterschiede zu geben) und der eingenommenen Dosis die meist zwischen weniger als 5 oder bis zu 20 g liegt. Oft werden die Effekte mit denen von Opiaten verglichen, wobei das meist eine subjektive Einschätzung ist. Die Wirkung tritt in der Regel nach 10 bis 20 min ein und baut sich bis zu einer Stunde nach Einnahme weiter auf. Die primären Effekte halten meist zwischen 3 bis 6 h an, wobei auch von stimulierenden und sedativen Wirkungen berichtet wurde, die noch länger anhalten sollen.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen wie Brechreiz, Erbrechen, und Durchfall sind ebenfalls häufig beobachtete Symptome bei Kratom-Nutzern, wohingegen Nystagmus und Zittern zu den selteneren Nebenwirkungen zählen. Bei chronischen Anwendern kommt es auch manchmal zu Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Hyperpigmentierung, schwarzen Kot von geringer Menge, Verstopfung, häufige Harnentleerung, trockener Mund und Psychosen (Grewal, 1932). Der Gewichtsverlust könnte mit der verminderten 2-deoxy-D-glucose stimulierten Magensäure Produktion verbunden sein, die Appetitlosigkeit nach sich zieht, wie es auch bei der Einnahme von Morphin zu beobachten ist (Tsuchiya et al., 2002).

Die häufige und längfristige Einnahme kann auch zu Suchterscheinungen führen. 1957 wurde von Thuan der erste Fall einer Abhängigkeit von Kratom bei einem Mann dokumentiert, der seinen Konsum niemals erhöht hatte, bei guter Gesundheit und Psyche, und nicht abgemagert war. Nach Absetzen zeigte er eindeutige Entzugserscheinungen mit Symptomen wie Aggressionen, Traurigkeit, laufende Nase, Knochen- und Muskelschmerzen und ruckartigen Bewegungen. Körperliche Entzugserscheinungen dauern meist vier bis fünf Tage an und verschwinden dann komplett. (Jansen and Prast, 1988).

Laut des Micromedex Poisindex ist Kratom ab einer Dosis von 50 mg puren Mitragynin toxisch und ruft motorische Erregung, Schwindelgefühl, Zuckungen des Gesichtes, Zunge, und der Extremitäten sowie die Unfähigkeit das Gleichgewicht zu halten wenn man mit geschlossenen Augen und zusammengestellten Füßen steht, hervor. Macko et al. (1972) hat allerdings berichtet, dass Mäuse bis zu einer Konzentration von 920 mg/kg keine toxischen Anzeichen aufwiesen.

Bezugsquellen
Hier sind exemplarisch Bezugsquellen  aufgeführt.

Kratom

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