Koffein, Thein

Koffein

  • 1,3,7-Trimethyl-3,7-dihydro-2H-purin-2,6-dion
  • 1,3,7-Trimethyl-3,7-dihydro-1H-purin-2,6-dion
  • 1,3,7-Trimethyl-2,6(1H,3H)-purindion
  • 1,3,7-Trimethylxanthin
  • Methyltheobromin
  • Koffein
  • Tein, Thein, Teein
  • Guaranin

Wirkungsweise

Koffein hemmt den Neurotransmitter Adenosin, was eine Erhöhung von Dopamin und Norepinephrin zur Folge hat.

Übersicht

Koffein ist ein Alkaloid aus der Stoffgruppe der Xanthine. Es wird auch Guaranin in der Guaraná Liane, Matein im Maté Tee Strauch, und Thein in der Tee Pflanze genannt. Es wird in den Blättern und Bohnen der Kaffeepflanze, Teepflanze, des Maté Strauchs (Ilex paraguensis), den Beeren der Guaraná Pflanze, der Kolanuss (Ilex vomitoria) und in geringen Mengen auch im Kakao gefunden. Insgesamt wird Coffein in den Bohnen, Blättern und Früchten von über 60 Pflanzen gefunden, in denen es als natürliches Pestizid vorkommt und Fraßinsekten paralysiert und tötet.

Koffein wird in der Leber durch das Zytochrom P450 Oxidase-Enzym (spezifisch das 1A2 Isozym) in drei metabolische Dimethylxanthine abgebaut, die jeweils ihre eigene Wirkung ausüben:

Paraxanthin (84 %) – vermehrt die Lipolyse und führt dadurch zu erhöhtem Gehalt an Glyzerin und freien Fettsäuren im Blut.

Theobromin (12%) – erweitert Blutgefäße und vermehrt das Volumen von Urin. Theobromin ist das Hauptalkaloid von Kakao und damit auch der Schokolade.

Theophyllin (4%) – entspannt die glatte Muskulatur der Bronchien und wird bei der Behandlung von Asthma angewendet. Die therapeutische Dosierung ist jedoch um viele Male größer als man durch den Genuss von Kaffee erzielen kann

Kaffee durchquert die Blut-Hirn-Schranke so leicht wie Alkohol, Nikotin und Antidepressiva. Wenn es im Gehirn ist, wirkt es hauptsächlich als Antagonist von Adenosin Rezeptoren. Das Coffein Molekül ist strukturell Adenosin ähnlich und bindet sich an Adenosin Rezeptoren an der Oberfläche von Zellen, aber aktiviert diese Rezeptoren nicht, sondern verhindert, dass Adenosin gebunden werden kann. Dadurch ist Coffein ein „kompetitiver Adenosin Antagonist“. Die verminderte Adenosin Aktivität hat eine erhöhte Aktivität des Neurotransmitters Dopamin zur Folge, die zum großen Teil für die stimulierende Wirkung von Koffein verantwortlich ist. Koffein kann auch den Gehalt an Epinephrin (Adrenalin) vermehren.

Suchtpotential

mittel

Dokumentierte Notfälle pro Jahr

unbekannt

Rechtlicher Status

Koffein wird weltweit nicht kontrolliert. Es kann in vielen Getränken, Diätpillen und Nahrungsmitteln gekauft werden.

Literatur

Kaffee – Cola – Energydrinks: Wach werden durch Koffein?

Der alltaegliche Kick. Von Alkohol und Koffein.