Kalifornischer Mohn, Eschscholtzia californica

Eschscholzia californica Cham.; Mohnfamilie (Papaveraceae)

Populäre Namen: Goldmohn, California poppy, Yellow poppy

Beschreibung

Eschscholzia californica ist eine perennierende (ausdauernde) Pflanze, die kultiviert bis zu 60 cm hoch wird (wild gewöhnlich weniger) mit blaugrünen, feingefingerten Blättern. Die Blüten öffnen sich bei Sonnenschein, messen 10 cm im Querschnitt und stehen auf langen Stielen. Bei wilden Pflanzen haben die Blüten vier Blätter und sind orangegelb, es gibt aber viele gezüchtete Varianten: var. alba, var. crocea, f dentata, var. maritima, SSP. mexicana usw. Im ersten Jahr blüht  sie von Juli bis Oktober,  danach jeden April in Gebieten, in denen sie wild vorkommt. Die Frucht ist eine dünne, gerippte Kapsel von ca. 8 cm Länge.

Verbreitung

Einheimisch in Kalifornien und Oregon, eingebürgert in Europa. Sie kommt wild in Höhen bis 2000m auf trockenen Böden in sonniger Lage vor.

Anbau und Vermehrung

Der kalifornische Mohn wird in kalten Wintergebieten als einjährige Pflanze angebaut und ist in Kalifornien und dem Süden mehrjährig. Die Samen sollten dort ausgesät werden, wo die Pflanzen gewünscht werden, weil sie sich nicht gut verpflanzen lassen. Er sollte so bald das Wetter es erlaubt ausgesät werden. Die Saattiefe sollte ca. 5-10mm betragen.und keimen bei Temperaten zwischen 10-20 Grad Celsius innerhalb von 1-2 Wochen. Sie sollten dann pikiert (ausgedünnt) werden, um den übrigbleibenden Pflanzen ausreichenden Platz für ein gutes Wachstum zu geben. Die Pflanzen lieben Sonnenschein und gedeihen gut an Hängen und auf trockenen, steinigen Plätzen. Im Garten sollten sie vereinzelt werden, so dass sie 15 bis 20 cm Abstand haben. Sie überstehen  beträchtliche Kälte und blühen nach dem ersten Frost weiter. In kalten Gebieten überstehen sie den Winter, wenn die Wurzeln geschützt werden, und blühen dann im nächsten Frühling.

Ernte

Die äußeren Blätter können zu jeder Zeit gepflückt und getrocknet werden. Die Blütenblätter können entfernt werden, und die Samenkapseln unreif gepflückt und mit den Blättern getrocknet werden. Im Herbst sollten die Pflanzen am Boden abgeschnitten und getrocknet werden, bevor sie anfangen durch die Kälte zu welken.

Droge

Blätter, Blüten und Früchte

Inhaltsstoffe

Alkaloide. Höchster Gehalt während der Blütezeit. In der Wurzel kommt bis zu einem Anteil von 0,25% Eschscholzin vor. Darüber hinaus gibt es in der ganzen Pflanze verschiedene Alkaloide wie Allocryptopin Ionidin, Homochelidonin, Chelerythrin, Magnoflorin, Protopin und Sanguinarin und Weitere, wobei der Alkaloidgehalt in der Wurzel mit 2,7% am höchsten ist. Im Kraut variiert er zwischen 0,06 – 0,3 %.

Eschscholzia_californica Extrakt

Wirkung

Die Wirkung ist mild psychoaktiv und ähnelt der des Cannabis. Es bildet sich aber nach der Aufnahme eine ca. 24 h  anhaltende Gewöhnung. In dieser Zeitspanne ist ein weiterer Konsum wirkungslos. Weitere Wirkungen sind moderat narkotisierend, krampflösend und schmerzlindernd.

Anwendung

Alle oberirdischen Teile der Pflanze lassen sich getrocknet und zerkleinert gut pur, oder gemischt mit anderen Kräutern rauchen um eine angenehme Wirkung zu entfalten, die man eigentlich nicht überdosieren kann. Zur Beruhigung nimmt man 2 Teelöffel getrocknete Blätter und übergießt mit heißem Wasser um sie nach 15 Minuten als Tee zu trinken. Erhältliche Tinkturen und frische Teile der Pflanze (gekaut) können ebenfalls oral konsumiert werden. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Rechtliche Vorschriften

Der kalifornische Mohn ist in den USA vom Gesetz geschützt. Es gibt hohe Geldbußen, wenn jemand beim Pflücken oder Beschädigen der Pflanze erwischt wird. Dieses Gesetz verbietet jedoch nicht, dass Personen sich berauschen. Diese Verordnung besteht, um den Mohn zu schützen, der andernfalls schnell durch Straßenbau und Landkultivierung aussterben würde. Die Samen sind preiswert und die Pflanze ist leicht zu kultivieren. Wenn sie planen diesen Mohn zu gebrauchen, ziehen sie ihn bitte selber. Angebauter Mohn untersteht dort nicht dem Gesetz. In Europa gibt es keine Restriktionen. Der Goldmohn ist frei handelbar und auch der Konsum ist erlaubt.