Kaempferia galanga L.

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Psychoaktive Gewürze



Syn.: Languas officinarum (Hance) Farw.

Traditionelle Bezeichnungen: Galanga, Ginger, Kencur (indon.), Kleiner Galgant, Lesser galangal, Lille Galanga (dän.), Marabawurzel, Resurrection lily (engl.) u.v.a.

Familie: Zingiberaceae (Ingwergewächse)

Aussehen: Kaempferia galanga bildet erdnah genau zwei Blätter aus und hat eine weiße, bis 2,5 cm breite Blüte mit violetter Lippe.

Verbreitung: Kommt ursprünglich aus Indonesien. Lebt in den tropischen Gebieten Afrikas und Südostasiens. Liebt warmes und feuchtes Klima. Heimzucht nur im Gewächshaus. Wohnzimmerkultur annähernd aussichtslos.

Inhaltsstoffe: 2.5% ätherisches Öl im Wurzelstock, hier hauptsächlich fünfundzwanzig Prozent Zimtsäureethylester, dreißig Prozent p-Methoxyzimtsäuremethylester und p-Methoxyzimtsäure, außerdem 3-Caren-5-on gefunden.

Möglicherweise weiterhin enthalten: 1,8-Cineol, 4-Butylmenthol, alpha-Terpineol, ß-Phellandren, Dihydro-ß-sesquiphellandren und Pentadecan.

Kulturhistorische Geschichte: Galanga (nicht zu verwechseln mit Galgant, Alpinia officinarum) wird vermutlich in Neuguinea als Entheogen genutzt. Das Rhizom (= Wurzelstock) wird in Indonesien und Neuguinea als Aphrodisiakum und volksmedizinisch eingesetzt, z.B. bei Augenentzündungen, Blähungen, Halserkrankungen, Rheuma und Verdauungsstörungen oder zusammen mit Whiskey als Balsam gegen Kopfschmerz.

Verwendung: Kauen des Wurzelstocks, Tee aus den Blättern. Meist wird die getrocknete, pulverisierte Wurzel dem Essen (am besten Reis!) oder einem Getränk (Wasser, Ginger ale, Saft) beigegeben. Eine Dosis von sechs Teelöffeln zeigte bei mir deutliche psychogene Wirkung. Ich habe in der Zeit von 1994 bis heute 26 Galanga-Veruche mit unterschiedlichsten Dosen unternommen. An effektivsten scheint mir eine Einnahme des Pulvers zusammen mit Reis. Das sehr scharfe Rhizom schlägt mir persönlich auf den Magen. Erste Effekte bei einer Dosis von sechs Teelöffeln nach 10 Minuten, in Form von heißen Wangen und einer leichten, wohlbekannten aber nicht unangenehmen Beklemmung auf der Brust, welche sich nach fünf bis zehn Minuten vollständig legt. Höhepunkt der Wirkung nach etwa fünfundvierzig bis sechzig Minuten. Ich kann die Wirkung nur inadäquat vergleichend beschreiben, allerdings ist ihr eine deutlich entaktogene, stimulierende und wachmachende Komponente zueigen. Diese aber mit Amphetamin oder Verwandten zu vergleichen, machte die Beschreibung zunichte.

Galanga hat keine Nebenwirkungen.

mit freundlicher Genehmigung von Hartwin Rhode „Entheogene Blätter“

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