Ihre Meinung: Dabbing – schon wieder Vergangenheit?

Dabbing Es war etwa 2012, als das Dabbing, also der Konsum von Cannabisextrakten von einem heißen „Nagel“ oder einer Messerspitze, zunehmend beliebter wurde. Seitdem hat diese Methode die Cannabiswelt in zwei Lager gespalten, und zwar wegen der Stärke ihrer Wirkungen, der Risiken bei der Extraktherstellung und sogar wegen ihrer Ästhetik. Was meinen Sie zum Thema Dabbing?

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Sensi Seeds hat schon einige Posts zum Thema Dabbing veröffentlicht: Zur Definition des Dabbings, den Vor- und Nachteilen des Dabbings bei medizinischem Cannabis und sogar dazu, ob die für das Dabbing verwendeten Extrakte als harte oder weiche Drogen einzustufen sind. Auch wenn viele das Dabbing für eine ziemlich neue Entwicklung halten, sind die dafür verwendeten Extrakte schon seit über 40 Jahren bekannt. Die eigentliche Innovation besteht in Gerätschaften wie den „oil rigs“ (oft nur „rigs“ genannt), die an eine Kombination aus Bong und Blowtorch erinnern, und daneben gibt es einfach immer mehr Leute, die sich mit der Herstellung eigener Extrakte befassen. Sowohl die damit verbundenen Risiken als auch die außerordentlich starke Wirkung des Endprodukts haben in manchen Kreisen zum schlechten Ruf des Dabbings beigetragen, auch wenn der zuletzt genannte Punkt, also die starke Wirkung und hohe Reinheit des Endprodukts, Befürworter bei solchen Anwendern gefunden hat, die auf der Suche nach dem schnellsten und effektivsten Hit sind. Wie bei vielen Dingen in der Cannabiswelt gibt es also auch zu dieser Methode unterschiedliche Meinungen, sogar bei Leuten, die Cannabis an sich für eine großartige Sache halten. In diesem Artikel befassen wir uns mit einigen dieser Meinungen zum Thema Dabbing.

Unsere Facebook-Umfrage Unsere Facebook-Umfrage

Meinungen auf der Facebook-Seite von Sensi Seeds

Am 7. Oktober 2016 haben wir unsere Facebook-Follower gefragt, ob sie glauben, dass Dabbing schon wieder Vergangenheit sei. Bis zum Entstehen dieses Beitrags sind 67 Antworten auf diese Frage eingegangen. Die Zahl der Antworten, die sich klar der einen oder anderen Seite zuordnen lassen, war (vielleicht etwas überraschend) annähernd gleich hoch: 19 Follower meinten, Dabbing sei (zumindest für die Betreffenden selbst) schon wieder Vergangenheit, während 21 Follower sagten, Dabbing sei definitiv noch aktuell und sei auch ein Thema mit Zukunft. Die übrigen Antworten konnten sich nicht für eine Seite entscheiden bzw. waren neutral, wobei viele auch sagten, sie seien für beide Methoden offen.

Die Antwort unseres Facebook-Followers Jackson Evans lautete:

“Ich finde, Dabs sind schneller. Und sie riechen auch nicht so stark. Man muss den Nagel nur 10 Sekunden erhitzen und einen Dab darauf geben. Dagegen dauert es etliche Minuten, eine Bowl zu füllen und zu Ende zu rauchen. Ich mag es, dass Dabs schon bei niedrigen Temperaturen funktionieren, während ich beim Rauchen immer einen Brandgeschmack empfinde. Ich versuche sogar, ganz von Buds weg zu kommen, weil ich den Eindruck habe, dass das Pflanzenmaterial meine Terpene überdeckt. Ich genieße Buds gerne mit dem Vaporizer, aber ich rauche sie nicht gerne. Ich glaube, das Rauchen von Pflanzenmaterial ist eine Methode der Vergangenheit. Der Vaporizer und die Konzentrate sind die Zukunft, weil sie sauberer sind, wenn man es richtig macht. Das hat auch was mit dem Klimawandel und der CO2-Bilanz zu tun, oder nicht?”

Diese letzte Aussage trifft einen interessanten Punkt. Der CO2-Ausstoß eines Joints aus Cannabis, das im Indoor-Grow erzeugt wurde, ist erschreckend hoch; er erzeugt nämlich fast ein Kilogramm CO2-Emissionen, was einer 100 Watt-Glühbirne entspricht, die 17 Stunden lang brennt. Dieser Wert gilt natürlich auch für Cannabis, das zur Herstellung von Extrakten angebaut wird. Aber diese Gleichung hat noch weitere Unbekannte, wenn man die Ertragsquoten von 6% für Schnittmaterial und 20% für Buds berücksichtigt, während Extrakte nicht nur aus Buds, sondern auch aus Schnittmaterial und anderen nicht rauchbaren Pflanzenteilen hergestellt werden können. Die Menge an Extrakten, die gewonnen werden kann, ist weitgehend von Faktoren wie dem Anbauort der Pflanzen abhängig, ferner davon, wie alt sie sind und wie lange sie im Lösemittel verbleiben. Das Lösemittel selbst (normalerweise verwendet man Butan) und die Energie für den Extraktionsprozess müssen auch in die CO2-Bilanz von Extrakten einkalkuliert werden. Es steht daher noch nicht fest, ob die geringere Menge eines Extrakts, die man für ein gleich starkes High benötigt, die zusätzlichen Kosten für seine Herstellung wirklich ausgleichen kann. (Sie können Ihre Meinung hierzu gerne in der Kommentarspalte mitteilen!)

Hängt die Meinung zum Thema Dabbing auch vom Alter ab?

 Einige Kommentare scheinen darauf hinzudeuten, dass man Dabbing als Thema für die jüngere Generation betrachtet:

Von D.B. – „Ich meine, das ist nur ein Trend. Der hat sehr schnell viele Anhänger gewonnen, besonders bei jüngeren Leuten. Aber in Wahrheit wollen die meisten Leute einfach Buds rauchen. Zumindest die, die ich kenne. Ist nur meine persönliche Meinung. Bis zum nächsten High!”

Von Marijuana and More – „Jüngere Leute scheinen Dabbing zu mögen. Für mich ist es zu stark, ich bleibe bei Buds! Es ist eben nichts für jeden!”

Von Howard C. Reaves – „Ich werde immer Joints rauchen! Ich mag vielleicht ab und zu mal ein Dab, aber nicht als Normalfall, um stoned zu werden. Es geht doch nichts über einen guten Joint. Und Joints haben auch eine soziale Komponente. Es gibt nichts Schöneres, als nachmittags bei schönem Wetter mit Freunden unterwegs zu sein und einen Joint zu rauchen. Beim Dabbing kann man auf keinen Fall so gut chillen, ich jedenfalls nicht. Was mich und meine Freunde angeht, gehören wir einfach zur alten Schule.”

Ein Rig, wie man es für das Dabbing von Cannabisextrakten benötigtEin Rig, wie man es für das Dabbing von Cannabisextrakten benötigt

Andere werden von dem Geräteaufwand abgeschreckt, den man für das Dabbing betreiben muss, eine Meinung, die auch in anderen Artikeln dieses Blogs Anklang findet und die auch auf die wenig glückliche Ähnlichkeit zwischen Dabbing und dem Crack-Rauchen hinweist:

D.P. – „Ich muss nicht noch ein „rig“ oder eine Torch oder andere Geräte haben. Das ist alles Unsinn. Ich habe mir einen Grinder zugelegt und mir stehen allein damit drei schöne, preisgünstige Methoden zur Verfügung. Dabs habe ich zweimal ausprobiert, und war nur wenig beeindruckt, wenn man den ganzen Hype darum berücksichtigt.”

G.M.M. – „Es ist einfach weniger Hin und Her, wenn man die Finger von Dabs lässt.”

G.R. – „Für mich tun es die guten alten Joints. Dabs interessieren mich nicht – warum sollte man reparieren, was gar nicht kaputt ist?”

Aber es gibt auch zahlreiche Dabbing-Fans aus vielen Regionen der Welt, die davon begeistert sind, nicht nur über seine Zukunft, sondern schon heute!

R.V. – „Das ist mehr ein Trend der Zukunft. Sogar in einem Bundesstaat, in dem medizinisches Cannabis zulässig ist wie in Michigan, hat es noch nicht jeder ausprobiert, außer wenn man jemand mit einer Karte kennt oder den Zugang über jemand hat, der das praktiziert.”

K.C. – „Nein, hier in Irland ist es ganz neu, und ich hatte noch nichts davon gehört, bis mir ein guter Freund es mal gezeigt hat, und ich liebe es.”

C.T. – „Verdammt nein, es wird bleiben und ich freue mich auf die weitere Entwicklung.”

T.L. – „Nein, es hat gerade erst begonnen”

Was ist Ihre Meinung zu Dabbing? Wird es zur bevorzugten Methode der Zuführung von Cannabis werden, oder wird es seinen Platz neben den Joints, den Vaporizern und den Edibles finden, einfach als zusätzliche Möglichkeit für den Cannabiskonsum? Ist es ein Trend, der wieder vorbeigeht, oder wird es von einer anderen Methode überholt, die wir uns noch gar nicht vorstellen können und die vielleicht noch wirksamer und effizienter ist? Teilen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren mit. Heute lassen wir nur noch einmal unseren Facebook-Follower M.A. zu Wort kommen, der den wahren Geist des Cannabiskonsums wie folgt zusammenfasst:

„High zu werden, ist niemals `schon wieder Vergangenheit´, egal mit welcher Methode. … Ich meine, es hängt von den persönlichen Vorlieben ab: Wer Dabs mag, der sollte Dabbing machen. Wenn man Edibles mag, sollte man welche essen… Und wer lieber Joints raucht, sollte sich einfach einen anzünden, statt andere Leute wegen ihrer Vorlieben zu kritisieren … ”. Besser kann man es kaum sagen! Wir sind schließlich eine Community, in der Toleranz selbstverständlich sein sollte.

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