Hamburger Drogenkongress verabschiedet Resolution

Kongress Hamburg 2016, Publikum

Kongress Hamburg 2016, Eingang

Maximilian Plenert, Kongress Hamburg 2016, Vortrag Cannabis als Medizin

Kongress Hamburg 2016, Georg Wurth, Vortrag „Was passiert in den USA“

Der Kongress der AG DroPo in Hamburg am 21./22. Oktober war ein voller Erfolg. Mit über 200 Teilnehmern, einem tollen Programm, hochkarätigen Referenten, guter Organisation und guter Stimmung war das einer der wichtigsten drogenpolitischen Termine des Jahres.

Einzelheiten des Programms können auf der Homepage der Veranstalter nachvollzogen werden oder in der Ankündigung des Kongresses auf der DHV-Seite. Die Organisation lief reibungslos und es waren einige starke Vorträge dabei.

Vor allem Ex-Polizeipräsident Hubert Wimber hatte nicht nur einen guten Auftritt, sondern wurde auch reichlich zitiert im vielfältigen Medienecho, zum Beispiel in der Hamburger Morgenpost oder beim NDR

Am Ende der Veranstaltung hat die Konferenz folgende Resolution beschlossen:

Hamburger Resolution der bundesweiten Drogenkonferenz „Schluss mit KRIMInalisierung – Drogenmärkte regulieren!“

Der kritische Punkt ist überschritten, es kann nur noch in eine Richtung weitergehen: Hin zur Regulierung der Drogenmärkte.
Wir sind uns einig, dass dies überfällig ist.
Wir fordern die flächendeckende Einführung von lizensierten Cannabisverkaufsstellen, mit Zugang ab 18 Jahren und sachkundigem Personal.
Erst dann haben wir die Möglichkeit für Verbraucher*innenschutz (Qualitätskontrollen, Mengenangaben, Wirkstoffgehalt, Konsumempfehlungen und -warnungen) und angemessenen Jugendschutz.

Jeder Erwachsene muss das Recht haben Cannabispflanzen zum Eigengebrauch anzubauen.

Wir fordern die Vertreter*innen der Bundesländer auf, die Bremer Bundesratsinitiative zur Änderung des Betäubungsmittelgesetzes zu unterstützen.
Aber das kann nicht alles sein:
Die Regulierung des Cannabismarktes muss auch einhergehen mit der Regulierung der anderen illegalisierten Drogen.
Angesichts des jahrzehntelangen, schreienden Unrechts gegenüber Drogengebraucher*innen ist es nicht angemessen, über kleine Schritte in der Drogenpolitik zu reden.
Hamburg 22.10.2016

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