Ginster, Cytisus canariensis, Spartium scoparius, Spartium junceum

Kanarischer Ginster

Leguminosae (Familie der Bohnen)

Es gibt drei verschiedene Arten von Ginstern, einmal den Kanarischen Ginster, dann der Schottische, und der Spanische Ginster. Es gibt einige Verwirrung darüber, welche Sorte denn jetzt den „besten“ Effekt erzielt, denn laut des Artikels, welches als erstes über die psychotropen Effekte dieser Pflanze berichtet hat, zeigen die Blüten des Kanarischen Inseln Ginster die stärkste Wirkung. Dies wird allerdings von anderen Quellen abgestritten, die die Spitzen des Spanischen Ginsters als angenehmsten und effektivsten beschreiben, wohingegen andere Quellen behaupten, dass der Alkaloidgehalt des Schottischen Ginsters am höchsten sei. Diese widersprüchlichen Angaben sind damit zu erklären, dass der Alkaloidgehalt der Pflanze von der Umgebung und Jahreszeit abhängig ist.

Kanarischer Ginster

(Cytisus canariensis L., früher Genista canariensis). Der Kanarische Ginster ist beheimatet auf den Kanarischen Inseln und ist eine viel verzweigte Staude die eine Höhe von ungefähr 2 Metern erreichen kann. Die zweige sind haarig und bedeckt mit hellgrünen dreigeteilten Blättern. Der Kanarische Ginster ist die einzige Spezies die ihre Blätter auch im Winter behält. Die Blütezeit ist zwischen Mai bis Juli in der der Strauch mit vielen knallgelben Blüten bedeckt ist die in kurzen Trauben angeordnet sind. Unter einer Temperatur von -10 °C nimmt der Strauch schaden, erholt sich aber relativ schnell wieder.

Schottischer Ginster

(Spartium scoparius L.). Der schottische Ginster unterscheidet sich im Erscheinungsbild von dem Kanarischen Ginster. Er wird bis zu 3 Meter hoch und ist damit erheblich größer. Es ist ebenfalls ein Strauch, wohingegen seine Äste sehr gerade und schlank sind, und fast keine Blätter tragen. Die Blüten sind ebenfalls gelb und werden bis zu 2 cm lang. Die Blütezeit ist von März bis Juni. Der Schottische Ginster ist in Zentral- und Südeuropa indigen und wurde in Kalifornien angesiedelt.

Spanischer Ginster

(Spartium junceum L.). Der Spanische Ginster ähnelt dem Schottischen Ginster mit seinen 3 Metern Höher und seinen schlanken grünen Ästen auf denen nur vereinzelt kleine Blätter zu finden sind. Die duftenden Blüten sind ebenfalls gelb und werden 2 1/2 cm lang aus der eine 10 cm lange Schote hervorgeht. In den USA ist die Blütezeit zwischen Juni bis September, wobei in Kalifornien die Sträucher meist ganzjährig blühen. Ursprünglich kommt diese Spezies aus mediterranen Gebieten.

Anbau und Vermehrung.

Um die Sträucher erfolgreich anzubauen ist ein gut entwässerter Boden unerlässlich. Am wohlsten fühlt sich der Ginster in der vollen Sonne, auf lehmig-sandigem, kalk- und nährstoffarmem Boden. Diese Gattung siedelt sich oft auf trockenen und steinigen Böschungen an. In den USA sind die Schottischen und Spanischen in allen Regionen winterhart. Eine Ausnahme bildet allerdings die meisten nördlichen Staaten. Die Kanarischen Inseln Ginster sind hingegen kälteempfindlicher als die anderen beiden Spezies und nur im Westen und Süden der USA winterhart. Alle Arten sind sehr resistent gegen Dürre. Ansonsten ist der Ginster in der Pflege sehr anspruchslos, er benötigt nur mäßig Wasser und kaum Dünger.

Man kann Ginster sehr einfach über mehrere Wege vermehren. Sie lassen sich sehr gut aus Samen ziehen, aber auch aus Stecklingen und Ablegern.

Um Ginster erfolgreich aus Samen zu ziehen, sollte man schon im Januar beginnen. Zuerst sollten die eingekerbten Samen in Wasser gelegt werden bis sie anschwellen; anschließend kann man sie dann aussähen. Die jungen Pflänzchen sollten sehr vorsichtig umgetopft werden. Ein Jahr nach aussaht blühen die Sträucher das erste Mal

Stecklinge sollten von jungen Ästen mit einer scharfen Klinge Anfang Frühling oder zwischen August und September genommen werden und in sandigem Boden zum Auswurzeln gebracht werden. Wenn die Ginster als Topf- oder Zimmerpflanze gehalten werden, müssen sie nach der Blüte zurückgeschnitten werden, andernfalls würde sie zu schwer werden und irgendwann umkippen.. Sie sollten Anfang Frühling nach draußen gestellt werden bis im Herbst der erste Frost beginnt. In Südkalifornien bedroht der Genistawurm die Pflanzen, der sehr schwierig zu bekämpfen ist.

Ernte.

Um einen hohen Alkaloidgehalt zu erzielen, sollten die Pflanzen immer volle Sonne haben. Es werden die Blüten geerntet, welche anschließend in einem abgedichteten Gefäß für 10 Tage gereift werden. Danach werden sie bei geringer Hitze getrocknet Das Reifen mildert die Härte des Rauches. Die aktiven Blütenspitzen sollten im Mai geerntet werden und können ohne Reifung getrocknet werden. Das Material nach zurückschneiden der Topf- bzw. Zimmerpflanze kann natürlich auch verwendet werden.

Zubereitung.

Man kann die getrockneten Blüten sowohl rauchen als auch als Tee aufbrühen. Um sie zu rauchen dreht man die zerkleinerten Blüten (ca. 3-4 Gramm) einfach zu einem Joint drehen oder in einer Pfeife rauchen. Die gleiche Menge kann auch mit heißem Wasser zu einem Sud aufgebrüht werden, der dann anschließend getrunken wird.

Wirkung.

In kleineren Dosen (ca. 1 Joint) wirkt der Kanarische Ginster entspannend und man erhält eine positive Einstellung. Diese Wirkung hält ungefähr für 2 Stunden an. Wenn man eine höhere Dosis (2-3 Joints) zu sich nimmt, sollen die intellektuellen Fähigkeiten und die Wachsamkeit gesteigert werden. Es sind keine Nebenwirkungen bekannt.