Suchtexpertin Gabriele Bartsch hat die Entwicklungen im Kampf gegen den
Drogenkonsum von Minderjährigen positiv bewertet. Bei den Kindern und
Jugendlichen seien in den vergangenen Jahren Erfolge erzielt worden. So sei
Tabakrauchen “inzwischen out”, sagte Bartsch anlässlich der Veröffentlichung des
neuen Drogen- und Suchtberichts der Bundesregierung auf dapd-Anfrage.
Die stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen
in Hamm erklärte den Rückgang beim Tabakkonsum mit einer Reihe von Maßnahmen und
Entwicklungen: “Unter anderem sind die Preise gestiegen, und die Zahl der
Automaten ist gesunken, was den Zugang erschwert hat. Auch der Altersnachweis am
Automaten dürfte einiges bewirkt haben”, sagte die 58-Jährige. “Beim Alkohol
vermissen wir solche Maßnahmen noch.”
Bartsch sprach sich dafür aus, die Altersgrenze für Alkohol generell auf 18
Jahre anzuheben. “Aus gesundheitlicher Sicht wäre es wünschenswert, wenn junge
Leute Alkohol erst möglichst spät konsumieren dürften. Am besten erst mit 21
Jahren.” Das lasse sich aber hierzulande “sicher nicht durchsetzen”, sagte die
Suchtexpertin. “Daher sollte die Altersgrenze auf 18 Jahre angehoben werden.”
Der Drogen- und Suchtbericht 2012 der Bundesregierung wird heute (Dienstag) in
Berlin vorgestellt.
Die WELT, 22.05.2012
http://www.welt.de/newsticker/news3/article106355683/Expertin-Tabakrauchen-ist-inzwischen-out.html
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Azarius Azarius