Eilmeldung: Anbauerlaubnis für medizinisches Cannabis in Tilburg/Niederlande

Tilburg Dank Bürgermeister Noordanus können Cannabispatienten in Tilburg ab jetzt fünf Pflanzen zu Hause anbauen, um ihren Eigenbedarf zu decken. Damit hat er dem Antrag einer Patientenvereinigung stattgegeben. Öffnet diese Entscheidung für andere Gemeinden die Türen, diesem Vorbild zu folgen?

tilburg-5-plants-newsflash_4k

Ein unerwarteter, aber sehr willkommener Schachzug  des Bürgermeisters von Tilburg (Südholland) eröffnet Cannabispatienten die Möglichkeit des Eigenanbaus von fünf Pflanzen. In einem Brief vom 13. September 2016 hat Bürgermeister Noordanus Marian Hutten, Vorsitzende der PGMCG (eine gemeinnützige Organisation für Cannabispatienten), über seine bahnbrechende Entscheidung informiert.

Auch wenn die Mehrheit der Gemeinde Tilburg für eine Legalisierung von Cannabis ist, hat Bürgermeister Noordanus bisher eine entgegengesetzte Haltung eingenommen. Die Gemeinde ist einer der letzten Orte in der Niederlande, der das I-Kriterium für Coffeeshops, besser bekannt als Wietpas, geltend macht.

Folgende Kriterien müssen für den Eigenanbau eingehalten werden. Man kann nicht behaupten, dass sie unzumutbar sind:

  • Nur fünf Pflanzen von je unter drei Meter Höhe sind erlaubt
  • Grower müssen in Besitz einer Erklärung ihres registrierten Gesundheitsversorgers sein, die den Bedarf für medizinisches Cannabis bestätigt
  • Feuer- und Elektro-Sicherheit müssen gewährleistet und die elektrische Ausstattung muss legal sein
  • Der Grower muss älter als 18 Jahre sein und darf medizinisches Cannabis ausschließlich für den Eigenbedarf anbauen

Bürgermeister Noordanus hat zur Entscheidungsfindung die Polizei, den lokalen Gemeinderat und  das Ministerium für öffentliche Angelegenheiten zu Rate gezogen. Es handelt sich also nicht um den Alleingang eines einzigen lokalen Politikers, der die Dinge selbst in die Hand nimmt und andere Autoritäten überstimmt.  Interessanterweise haben sowohl  der Vorsitzende Hutten als auch Cannabisaktivist Nol van Schaik bekannt gegeben, dass dies – legal gesehen – auch in anderen Gemeinden möglich sein muss.

Marian Hutten, Vorsitzende der PGMCG (eine gemeinnützige Organisation für Cannabispatienten)Marian Hutten, Vorsitzende der PGMCG (eine gemeinnützige Organisation für Cannabispatienten)

In einem jüngsten  Post auf Facebook hat Herr van Schaik die Niederländische Verfassung und die demokratische Basis der Niederlande zitiert, die seine Aussage bekräftigt. Er geht noch einen Schritt weiter und spornt Cannabispatienten dazu an, lokale Vereine zu gründen, die ihnen dann das Recht geben, in Gemeinderatssitzungen angehört zu werden, genau wie in Tilburg. Seit dem Manifest von 2014 haben bisher mehr als 60 Niederländische Bürgermeister erklärt, für die Schaffung einer eigenen Cannabispolitik zu sein.

 Diese Neuigkeiten sind sehr interessant und führen die Reihe der positiven Cannabisnews fort,  denkt man z.B. an Großbritannien und den Parteien übergreifenden Ruf nach der Legalisierung von medizinischem Cannabis oder aber an Deutschland und den Import von medizinischen Buds aus Kanada. Es bewegt sich einiges im Hinblick auf die Legalisierung von medizinischem Cannabis in Europa. Sensi Seeds bleibt für Sie am Ball. Ihre Meinung zum Thema ist uns wichtig und wir freuen uns auf Ihren Beitrag um unteren Kommentarfeld.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.