Die rektale Anwendung von Cannabis zu Entspannungszwecken oder: Alles im Dienste der Wissenschaft

Rektale Anwendung Wissenschaftliche und persönliche Berichte über den rektalen Cannabiskonsum stehen mitunter im Widerspruch zueinander. Bisweilen ist ein Selbstversuch das beste Forschungsverfahren. Für die Wissenschaft, für Sensi Seeds und im Sinne der journalistischen Ethik habe ich ein Cannabis-Zäpfchen selbst getestet und berichte hier über die Ergebnisse.

recreational-rectal-use-of-cannabis0-2-4k-copyIch hatte vorher nie von der rektalen Anwendung von Cannabis zu Entspannungszwecken gehört. Überall kann man lautstarke Verfechter aller anderen Arten der Cannabiszuführung finden – von Internetforen und internationalen Hanfmessen bis hin zu Coffeeshops, oder auch am Freitagabend in vielen Wohnzimmern. Der Genuss eines starken Rauschmittels durch die Einführung von Zäpfchen ist dabei allerdings nie angeschnitten worden (zumindest nicht in meiner Anwesenheit). Ist die rektale Zuführung von Cannabis also das letzte Tabu seiner Anwendung zu Entspannungszwecken? Funktioniert das überhaupt? Es gab nur eine Möglichkeit, das herauszufinden.

Niemals zuvor hatte ich Cannabis oder andere Drogen in meinen Intimbereich gelassen. Das Prinzip eines Zäpfchens ist mir vertraut, aber den Versuch hatte ich noch nicht gemacht. Als ich noch Joints geraucht habe, mochte ich das Ritual der Herstellung einer perfekten, wohlschmeckenden und gleichmäßig brennenden Tüte. Ich nehme an, dass sich bei häufigem rektalem Cannabiskonsum ebenfalls eine Art Ritual entwickelt. Allerdings wird es wahrscheinlich nicht von der Art sein, für die man sich in einem Raum voller Tee trinkender Menschen zwanzig Minuten Zeit nimmt. Aber natürlich stehen einem manche Freunde näher als andere, und mir gelang es dann doch, einen Lab-Partner für meinen ersten Ausflug in diese schöne neue Welt zu gewinnen.

Schritt 1: Beschaffung von Zäpfchen für die rektale Anwendung

Leider kann man solche Zäpfchen selbst in Amsterdam in keinem Coffeeshop und keiner Apotheke kaufen. Zum Glück bekam ich einige aus einer Quelle, die anonym bleiben möchte. Sie bestanden aus dem mit Butan erzeugten Konzentrat aus der ganzen Pflanze in Kokosöl als Trägersubstanz. Dadurch hatten sie einen angenehmen Geruch, der mehr an Schokolade als an Space Cakes erinnerte. Ich ließ sie untersuchen, und das Ergebnis zeigte 16 % THC und 1 % CBD. Damit würde garantiert eine psychoaktive Wirkung erzielt werden, wenn ich sie in einer Form zu mir nähme, die mir vertraut war.

Versuchsergebnisse mit Cannabis-ZäpfchenVersuchsergebnisse mit Cannabis-Zäpfchen

Nach der Beschaffung der Cannabis-Zäpfchen galt es, sich in zweierlei Hinsicht vorzubereiten, also das klassische „Set und Setting“ zu erledigen. Ersteres bestand aus Recherchearbeiten. Ich fand so praktische Ratschläge wie „Legen Sie sich auf eine Seite und winkeln ein Bein an, um die Einführung zu erleichtern“ und „Vermeiden Sie für mindestens 15 Minuten Blähungen“. Ich stieß auf persönliche Berichte: „Bei mir begann die Musik in meinem Kopf etwa 1 Minute nach der Einnahme zu spielen“; „Innerhalb von Minuten spürte ich ein warmes, angenehmes Gefühl im Bereich meines gesamten Beckens“. Und ich fand skeptische wissenschaftliche Statements, nach denen womöglich gar nichts passieren würde.

Was sagt die Wissenschaft zur rektalen Cannabis-Anwendung?

Dr. med. Allan Frankel hat die rektale Cannabisabsorption erforscht und berichtet, dass seine Testpersonen nichts bemerkt haben, nachdem sie Cannabisöl in Kakaobutter angewendet hatten. Analysen ihres Blutplasmas zeigten nur unbedeutende Spuren von THC und CBD. Das Handbuch „Praktische Pharmazie: Ein internationaler Leitfaden für die Herstellung, Aufbewahrung und Anwendung von medizinischen Produkten“ stellt fest, dass Fette durch das Rektum nicht effizient absorbiert werden können. Alle aktiven Substanzen in einem Zäpfchen müssen sich zunächst in dem wässrigen Schleim lösen, der das Rektum auskleidet und dann in den Blutstrom übergehen. Ohne den Übergang durch die wässrige Schleimschicht können sie nicht direkt absorbiert werden. Deshalb dürfen aktive Substanzen, die ihrerseits lipophil sind (dazu gehören Cannabinoide) nicht mit einem fettigen oder öligen Trägerstoff kombiniert werden, weil das ihre Absorption verringert. Da offenbar alle Cannabis-Zäpfchen, die im Internet erwähnt wurden, genau wie meines über eine Trägersubstanz aus Fett verfügten, dürfte ihre Wirksamkeit dadurch geschwächt gewesen sein.

Die Rektalvenen – obere, mittlere und untereDie Rektalvenen – obere, mittlere und untere

Wenn wir davon ausgehen, dass ein Teil der Cannabinoide dennoch durch den Schleim dringt, dann zirkulieren diese entweder unter Umgehung der Leber durch die untere oder mittlere Rektalvene in die untere Hohlvene oder gelangen durch die obere Rektalvene zur Leber, wo sie „beim ersten Durchlauf“ verstoffwechselt werden. Man war der Ansicht, dass die fehlende Psychoaktivität damit zu erklären sei, dass das THC nicht in die Leber gelangt und deshalb nicht in 11-Hydroxy-Delta-9-THC (11-OH-THC) verstoffwechselt wird, das wirksamer ist und länger im System verbleibt. (Interessanterweise wird die Wirksamkeit vieler Drogen durch die Verstoffwechselung im „ersten Durchlauf“ verringert, aber nicht bei THC!) Große Mengen von 11-OH-THC entstehen daher, wenn Cannabis gegessen wird. Also beeinflusst dieser Stoffwechselprozess in erheblichem Umfang, wie stark die Wirkung der gleichen Dosis ausfällt, wenn sie in unterschiedlicher Form zugeführt wird.

Die bislang letzte wissenschaftliche Studie zur rektalen Absorption von THC wurde 1991 publiziert. Als Versuchstiere dienten krabbenessende Makaken. (Wenn ich das erzählt habe, hieß es immer „Die armen Affen!“ Aber die Antwort muss natürlich lauten: Hast Du mal gesehen, was man sonst alles mit Affen macht? Diese Affen sind wenigstens glücklich.) Die Ergebnisse wiesen keine rektale Bioverfügbarkeit von THC nach. Wenn das Cannabinoid aber so verarbeitet wurde, dass es eine Kombination mit dem Hemisuccinatester-Molekül (THC-HS) einging, stieg die Bioverfügbarkeit schlagartig auf 13,5 % bei einer mittleren Verweildauer von THC im Blut von 5,8 Stunden. THC-HS ist wasserlöslich, weshalb es sich im Rektum im wässrigen Schleim löst.

Ein krabbenessender Makakenaffe, der an der Studie zur rektalen Anwendung von Cannabis beteiligt warEin krabbenessender Makakenaffe, der an der Studie zur rektalen Anwendung von Cannabis beteiligt war

Zurück zu meiner persönlichen Erfahrung mit rektal zugeführtem Cannabis

Meine theoretischen Recherchen gelangten also zu dem Ergebnis, dass „persönliche Berichte“ sagten, dass „etwas passieren kann“, während „die Wissenschaft meint, es würde nichts passieren“. Soweit kam ich also mit dem „Set“. Ich ging zum „Setting“ über. Wir legten dazu Matratzen auf den Boden des Wohnzimmers und sorgten dafür, dass genug Drinks und Knabbereien zur Hand waren. Ich hatte Musik, Filme und interessante Bildbände, von denen wir uns bei Bedarf hätten anregen lassen können. Ich dachte an Kerzenlicht, weil ich mir vorstellte, dass dies ein schönes Erlebnis sein könnte, nachdem ich meinen Lab-Partner mit Beschreibungen von Tierversuchen und wässrigem Rektalschleim getriezt hatte. Da sich aber offenes Feuer und spezielle Bewusstseinszustände nicht gut vertragen, habe ich einfach nur das Licht ausgemacht. Um so genau wie möglich berichten zu können, haben wir keine andere Drogen (auch keine legalen!) genommen. Mein Telefon war so eingestellt, dass es alle halbe Stunde einen Beep-Ton ertönen ließ, damit ich meine Erfahrungen aufzeichnen konnte.

 Alles „im Dienste der Wissenschaft!“ Wir versorgten uns dann mit den großen, glitschigen und dunkelgrünen „Geschossen“. Erste Lektion: So kurz wie möglich nach der Entnahme aus dem Kühlschrank einführen, da die Wärme der Fingerspitzen schon ausreicht, um den Schmelzprozess zu starten. Sie sind also im Prinzip selbstschmierend, was ja nicht schlecht ist. Wir legten uns hin. Ich auf den Rücken, mein Lab-Partner auf die Seite und warteten.

Nach einer halben Stunde bekam ich ein albernes Gefühl. Vielleicht lag es an dem merkwürdigen Zusammentreffen eines Echtzeitberichts über rektalen Cannabiskonsum mit meiner beruflichen Tätigkeit. Als Reaktion auf einen Tweet, in dem ich gefragt wurde, was mit mir los sei, versuchte ich, mein Erlebnis zu analysieren. Ich spürte aber nur ein keineswegs unangenehmes leichtes Kribbeln rund um den Ground Zero der Zuführung. Ob das ein psychoaktiver Effekt war, konnte ich nicht sagen. Mein Lab-Partner war eingeschlafen, vielleicht weil er in der Nacht von London nach Amsterdam gereist war und dort erst am Morgen ankam. Bislang gab es also keine aussagekräftigen Feststellungen.

Ein Cannabis-Zäpfchen direkt aus dem KühlschrankEin Cannabis-Zäpfchen direkt aus dem Kühlschrank

Eine Stunde nach Beginn des Experiments: Ich werde high

Mein Lab-Partner lag noch immer im Tiefschlaf, und ich bemühte mich, den Leuten auf Twitter klar zu machen, dass ich nicht unter einem Reizdarmsyndrom oder einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung litt, sondern ein wissenschaftliches Experiment durchführte. Insbesondere in meinen Beinen und im Beckenbereich durchflutete mich das Gefühl einer tiefen Entspannung. Ich glaube deshalb, dass die Verwendung von Cannabis-Zäpfchen sehr effektiv gegen Menstruationskrämpfe sein kann. Ich fühlte mich extrem ruhig, aber nicht schläfrig und beschloss schließlich, aufzustehen und in die Küche zu gehen, um die Szene zu wechseln und zu sehen, ob sich dann psychoaktive Wirkungen einstellen würden.

Sie kamen. Sobald ich in der Küche war, kamen die Flashs mit aller Macht. Mir fiel auf, dass Farben und Muster deutlicher hervortraten. Ich machte mir etwas Suppe warm: Der Geschmack war ebenfalls intensiver. Ich kicherte in mich hinein, als ich mir vorstellte, wie Dr. Lester Grinspoon bemerkte, dass er seine erste Cannabis-Erfahrung hatte, als ihm auffiel, dass die Pizza, die er gerade aß, die beste war, die er jemals gegessen hatte.

Obwohl meine Erfahrung ein eindeutig erkennbares Cannabis-High war, war es doch anders als das, was ich gefühlt hatte, als ich Cannabis gegessen, geraucht oder verdampft hatte. Mein Kopf war klar, und ich fühlte mich friedlich, aber munter: Ein High, wie es sich typischerweise bei Sativa-Sorten einstellt, allerdings ohne den sich steigernden Headrush oder eine mögliche Verwirrung. Es war außerordentlich angenehm, aber keineswegs so, dass ich mich ausgeliefert fühlte, sondern vielmehr wirklich munter war. Die Drachenbäume in meinem Wohnzimmer sahen faszinierend aus. Wieder unter die Bettdecke zu kriechen, war sehr angenehm. Ich hatte keinen Bedarf an weiterer Zerstreuung. Der Zustand der Zufriedenheit und Entspannung hatte durchaus Opiat-Qualität, allerdings ohne Übelkeit und das Gefühl der Abkoppelung.

Nach anderthalb Stunden: Ich bin definitiv high

 Ich spürte immer noch dieselben Wirkungen, die nun auf einem Plateau angelangt zu sein schienen, jedenfalls noch nicht abnahmen und sich auch nicht mehr intensivierten. Mein Lab-Partner wachte auf und meinte, dass er nicht sicher sei, ob er noch etwas anderes fühle als eine intensive Entspannung. Klar war nur, dass er etwas essen wollte. Er wusste nur nicht was. (Rückblickend erscheint mir dies als Indikator, dass auch er die Wirkungen erlebte!) Das folgende Gespräch entwickelte sich:

„Willst du Schokolade?“

„Nein.“

„Willst du Haferkekse mit veganem Frischkäse?“

„Nein.“

„Willst du … (es fällt mir schwer, mich zu erinnern, was es noch zu essen gab) … Tomaten?“

„Nein, eher nicht.“

„Oh, dann willst du also Ananas-Sojajoghurt?“

„GENAU. Genau das ist es. Wirklich.“

„Kein Zweifel, wir sind high.“

Wir vertilgten einen Liter dieses Joghurts in weniger als drei Minuten. Er schmeckte fantastisch. Dann legten wir uns wieder hin und diskutierten über das High. Es war intensiv, aber nicht psychedelisch und physisch tief entspannend. Die beste Analogie besteht zu einem warmen Bad, aus dem man nicht aussteigen möchte. Alle Muskelverspannungen hatten sich gelöst, wir fühlten uns warm und schwer, aber nicht schläfrig. Und die Wirkung schien erst ganz oben am Hals zu enden – im wahrsten Sinne des Wortes wie in einem Bad, bei dem nur der Kopf nicht im Wasser ist. Es war allerdings kein „Couchlock“-Effekt feststellbar. Wir blieben munter und redselig. Obwohl der Effekt stark war, führte er nicht zur Desorientierung oder einem Gefühl der Überwältigung.

(Es gab eine weitere Beobachtung, die ich nicht erwartet hatte. Davon hatte ich trotz der stundenlangen Recherchen nirgendwo gelesen. Aber, liebe Leser, ihr sollt es wissen: Nach dem Essen beginnt die Verdauung. Das kann zu einem Pups führen. Und wenn man vorher mit der rektalen Cannabisanwendung experimentiert hat, riecht der dann wie in einem Growroom mit starken Sativapflanzen kurz vor der Ernte. Nichts zu danken.)

Am nächsten Tag: Immer noch high

Also es war wirklich sehr, sehr lange anhaltend. Wir konsumieren beide Cannabis nicht mehr regelmäßig und haben deshalb eine niedrige Toleranz, allerdings hatte ich nicht erwartet, auch am nächsten Morgen noch high zu sein. Nachdem ich zur Arbeit gegangen war, gönnte sich mein Lab-Partner ein ordentliches Frühstück und ging zurück ins Bett. Als er mir um 15:00 Uhr schrieb, er sei gerade aufgewacht, und ob ich noch mehr Ananasjoghurt besorgen könne, war ich bereits fast wieder normal. Er brauchte noch ein paar Stunden mehr, um sich vollständig normal zu fühlen. So gesehen, ist die rektale Anwendung von Cannabis die wirtschaftlichste Zuführungsmethode, die ich bislang ausprobiert habe.

Weitere Forschungsarbeiten zur rektalen Cannabisanwendung sind notwendig

Welche Folgerungen kann man nach meinem Versuch ziehen? Erstens kann ein Placebo-Effekt ausgeschlossen werden. Ich habe oft genug Cannabis angewendet, um den Unterschied zu kennen. Zweitens, obwohl ich das THC in unserem Blutplasma nicht messen konnte, bin ich ganz sicher, dass eine Menge davon durch unsere Endocannabinoidsysteme schwappte. Wie konnte es dahin kommen? Man kann ziemlich sicher annehmen, dass zumindest etwas THC in die obere Rektalvene eingedrungen ist und die erste Stoffwechselstufe zu 11-OH-THC durchlaufen hat. Das war auch genau der Effekt, den ich erreichen wollte und auf den ich abgezielt hatte (anders als bei einer medizinischen Anwendung, wo man das Zäpfchen weniger tief ins Rektum schiebt, um genau dies zu vermeiden).

Es ist möglich, dass die Wirkung deshalb so lang andauernd war, weil alles THC, das ganz zu Anfang über die untere und die mittlere Rektalvene in den Blutstrom gelangte, die erste Phase des Metabolismus verpasst hat, und erst viel später in der Leber in einer zweiten Phase zu 11-OH-THC verstoffwechselt wurde.

Damit das THC zu einer der Rektalvenen gelangt, muss es allerdings zunächst die wässrige Schleimschicht durchdringen. Wie oben gesagt, ist das wahrscheinlich ohne die Anwesenheit von Hemisuccinatester nicht möglich. Kann es eventuell sein, dass ein Teil des Prozesses der Herstellung des mit Butan extrahierten Konzentrats zu dem Entstehen von THC-HS oder einem Ester führt, der ähnlich genug ist, um die Absorption zu ermöglichen? Bei den Versuchen mit den Makaken wurde nur reines THC verwendet, kein Extrakt der vollständigen Pflanze. Kann es eventuell sein, dass das Vorkommen anderer Cannabinoide, also der Kombinationseffekt, den entscheidenden Unterschied ausmacht? Andererseits hat Dr. Frankel bei seinen Forschungen auch Cannabisöl in Kakaobutter verwendet, und das hat bei ihm scheinbar nicht funktioniert. Er folgerte daraus, dass weitere Studien notwendig sind, um die Vorteile dieses Einnahmeverfahrens umfassend nutzen zu können.

Vorteile des rektalen Cannabiskonsums

Nach dem Selbstversuch kann ich mir verschiedene Vorteile einer medizinischen und einer Entspannungszwecken dienenden rektalen Cannabisanwendung vorstellen. Es tritt eine lang andauernde und tiefe Entspannung auf, die definitiv Schmerzen und Muskelverspannungen beseitigt. Der verstärkte Fressflash-Effekt kann zweifellos jedem helfen, der zunehmen muss, und die Zuführungsmethode des Zäpfchens schließt das Risiko eines Erbrechens von oralen Appetitanregern aus. Die für eine wirksame Dosis benötigte Menge ist gering und kann leicht gesteuert werden. Auch gibt es den Vorteil gegenüber essbaren Formen wie Kuchen oder süßen Sachen, dass es äußerst unwahrscheinlich ist, dass jemand versehentlich ein Cannabis-Zäpfchen nimmt, weil er es für einen harmlosen Genuss hält. Denn es gibt zahlreiche Berichte von Leuten, die versehentlich Medibles, also essbare Cannabisprodukte zu medizinischen Zwecken, gegessen haben. Aber ich habe noch nie von jemand gehört, der sich ein zufällig herumliegendes Zäpfchen eingeführt hat.

Die Arbeit war für mich am nächsten Tag etwas schwieriger als üblich, aber keineswegs unmöglich zu bewältigen. Autofahren und das Bedienen schwerer Maschinen wäre nicht so gut gewesen, aber die Klarheit des Highs eignete sich bestens zum Schreiben, für die Interaktion mit Kollegen, zum Einkaufsbummeln und zum Kochen eines leckeren Abendessens. Also geradezu ideal für Menschen, die eine effektive Schmerzlinderung benötigen, ohne dadurch außer Gefecht gesetzt zu werden.

Was meinst Du?

Hast du schon einmal Cannabis rektal angewendet? Welche Erfahrung hast du dabei gemacht? Hast du eine Theorie, warum die eigene Erfahrung den Ergebnissen der Forschung in diesem Gebiet widerspricht? Besonders würde ich mich freuen, von Leuten zu hören, die mehr als ich von Biochemie verstehen! Teilt mir das in den Kommentaren mit.

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