Die Anzahl der Khat-Konsumenten in Europa steigt

Die Blätter des Khat-Strauches gelten als natürliches Amphetamin, das beim Konsumenten Erregung und Euphorie auslöst. Österreich zählt zu jenen Ländern, in denen Khat nicht im Rahmen der Drogengesetzgebung ausdrücklich unter Kontrolle steht.

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Die Zahl der Khat-Konsumenten steigt in Europa offenbar an, das Ausmaß und die Art des Problems sind aber nur wenig erforscht. Darauf hat die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) am Montag hingewiesen. Khat-Blätter werden am Horn von Afrika, Südarabien und entlang der ostafrikanischen Küste angebaut. Durch das Kauen der Blätter spürt der Konsument Erregung und Euphorie, die stimulierenden Substanzen ähneln jenen von Amphetaminen, allerdings in viel geringerer Dosis. Österreich zählt zu jenen Ländern, in denen Khat nicht im Rahmen der Drogengesetzgebung ausdrücklich unter Kontrolle steht.

Markt wächst auch in Europa

Daten zu internationalem Handel, Konsum und Sicherstellungen von Khat lassen auch einen Wachstum des Marktes in Europa vermuten, so die EBDD. Vorrangig zählen Immigranten der ersten Generation aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara zu den Konsumenten. Außerhalb dieser Immigrantengemeinschaften sei der Konsum äußerst gering, hieß es. Diese Gruppierungen müssten aber besser über die gesundheitlichen, rechtlichen und sozialen Auswirkungen informiert werden

Ein gemäßigter Konsum wird generell als wenig gesundheitsschädlich erachtet, allerdings sei das Abhängigkeitspotenzial unzureichend erforscht. Es werden aber psychische und physische Erkrankungen mit Khat in Verbindung gebracht, das Kraut könne bestehende Krankheiten verschärfen und Psychosen sowie Aggressionen auslösen.

Khat gilt als Gemüse Khat gilt laut EBDD in 15 EU-Mitgliedsstaaten und in Norwegen als illegale Droge. Die Niederlande und das Vereinigte Königreich haben eine liberale Haltung dazu: Dort darf Khat als Gemüse importiert, vertrieben und konsumiert werden. In Österreich steht Khat ebenfalls nicht unter gesetzlicher Kontrolle.

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