Cola vera – Kola

Ein Baum der Familie Sterculiaceae, der im südlichen Teil von Westafrika wächst. Die Kolanuß ist eines der wichtigsten Genußmittel Afrikas und hat darüber hinaus kultische Bedeutung.

Verwendung: Verwendet werden die getrockneten Samen des Kolabaums, die als „Kolanüsse“ im Handel sind. Die Nuß wird gekaut oder die gemahlene Nuß eingenommen. Aus dem Pulver können Getränke bereitet werden.

Wirksame Inhaltsstoffe: Hauptsächlich Koffein. Es wird immer wieder dar- aufhingewiesen, daß die Wirkung einer bestimmten Menge Kolanußpulver stärker ist, als sich aus der darin enthaltenen Koffeinmenge erklären läßt. Bedingt ist dies durch die Bindung von Koffein an Kolatin. Durch ein in der Nuß enthaltenes Enzym wird dieser Komplex im Laufe der Zeit unwirksam; daher sind nur Nußprodukte voll wirksam, die aus Nüssen hergestellt wurden, in denen dieses Enzym durch Hitze inaktiviert wurde (stabilisierte Nüsse).

Wirkungen: Die Kolanuß wirkt anregend und schlafverscheuchend wie der Kaffee (siehe auch dort). Zusätzlich wird von einer stärker erhöhten körperlichen Leistungsfähigkeit bei geringerer Ermüdbarkeit und einer appetithemmenden Wirkung berichtet. Während diese Wirkungen als gesichert gelten können, ist der gelegentlich behauptete aphrodisierende Effekt fraglich. Die Kolanuß ist sicher auch eine interessante und preiswertere Alternative zum Guarana. Daneben schmeckt vielen Colanußpulver, mit Wasser vermischt, besser als Guarana.

Nebenwirkungen: Die Nebenwirkungen entsprechen denen des Kaffees; bei längerem hochdosierten Gebrauch kann es zu Nervosität, Schlaflosigkeit, Kreis- laufbeschwerden und zu Gewöhnung kommen.

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