Capsicum annuum L.

Psychoaktive Gewürze

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Capsicum annuum (Zeichnung: Franz Eugen Köhler)

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Syn.: Capsicum cordiforme Mill., Capsicum grossum Willden, Capsicum longum D.C.

Traditionelle Bezeichnungen: Cayenne, Chili, Paprika, Roter Pfeffer, Spanischer Pfeffer u.a.

Familie: Solanaceae (Nachtschattengewächse)

Aussehen: Bis zu 2 m hohe, strauchartige Pflanze, mit gestieltem, ganzrandigem, lanzetten- bis eiförmigem Blatt, weiß-gelblicher Blüte und Beerenfrucht (Chilibohne).

Verbreitung: Mittel- und Südamerika wild und in Kultur.

Inhaltsstoffe: Capsaicin, steroidale Alkaloide und Glykoside u.a..

Kulturhistorische Geschichte: Arten der Gattung Capsicum werden als Zusatz zu Ayahuasca, Bier Balche‘, Kakao, Kava-Kava oder Schnupfmischungen verwendet. Die antibakterielle Wirkung der Capsicum spp. macht die Gattung auch als Heilmittel interessant. Capsicum annuum ist geeignet bei Durchblutungsstörungen und Magen-Darm-Infektionen. Unreife Früchte sollen außerdem wirksam gegen Gicht, Hämorrhoiden und Rheuma sein. Weiterhin traditionelle Verwendung als mächtiges Aphrodisiakum.

Verwendung: Die Frucht oder das Kraut werden in getrocknetem, pulverisiertem Zustand dem Essen beigemischt oder in Kombination mit anderen Gewächsen angewendet. Laut Rätsch (Rätsch 1995) wird pulverisierte Capsicum annuum in seiner Heimat verschiedenen psychotropen Mixturen, wie Schnupfpulvern und Klistieren beigemischt. Ich selbst habe bisher keine Erfahrungen mit Chili.

mit freundlicher Genehmigung von Hartwin Rhode „Entheogene Blätter“

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