Barbiturate


Allgemeine Struktur der Barbiturate mit nomenklatorischer Nummerierung

Wirkungsweise

Zunahme von GABA am GABAA-Rezeptor, Blockierung des AMPA Rezeptors, bei höherer Konzentration hemmen Barbiturate die Ca2 + abhängige Freisetzung von Neurotransmittern.

Übersicht

Barbiturate gehören zu einer Gruppe von Substanzen, die auf das zentrale Nervensystem als Beruhigungsmittel wirken und dadurch ein breites Spektrum von Wirkungen hervorrufen, die von milder Beruhigung bis zur Narkose reichen. Sie wirken auch als Anxiolytika (Dämpfung von Angstzuständen), Schlafmittel und Antikonvulsiva (Verhütung epileptischer Anfälle). Sie besitzen ein hohes Suchtpotential, sowohl physisch als auch psychisch. Barbiturate werden heutzutage durch Benzodiazepine ersetzt, weil Benzodiazepine bei einer Überdosierung weniger gefährlich sind. Barbiturate sind Derivate der Barbitursäure. Barbiturate berauschen wie Alkohol und produzieren ähnliche Wirkungen während der Intoxikation.

Barbiturate:

Allobarbital       (5,5-diallyl-barbiturat)

Amobarbital      (5-ethyl-5-isopentyl-barbiturat)

Aprobarbital      (5-allyl-5-isopropyl-barbiturat)

Alphenal          (5-allyl-5-phenyl-barbiturat)

Barbital (5,5-diethylbarbiturat)

Brallobarbital   (5-allyl-5-(2-bromo-allyl)-barbiturat)

Phenobarbital   (5-phenyl-5-ethylbarbiturat)

Nebenwirkungen

Ältere Menschen und Schwangere sollten die Gefahren, die mit dem Gebrauch von Barbituraten verbunden sind, bedenken. Je älter der Konsument ist, desto länger dauert der Abbauprozess im Körper. Deshalb sind Personen über 65 Jahre vermehrt der Gefahr schädlicher Effekte von Barbituraten, wie Drogenabhängigkeit und unbeabsichtigter Überdosierung, ausgesetzt. werden Barbiturate im laufe einer Schwangerschaft genommen, erreicht die Droge den Fötus über das Blut und das Baby kann nach der Geburt unter Entzugssymptomen und Atembeschwerden leiden. Außerdem können stillende Mütter die Droge über die Milch auf das Baby übertragen.

Barbiturate sind suchterzeugende Drogen. Bei regelmäßigem Gebrauch entwickelt sich eine schnell eine Toleranz. Dieses führt dann zu der Notwendigkeit, die Dosis kontinuierlich zu erhöhen, um die anfängliche pharmakologische oder therapeutische Wirkung zu erzielen. Barbiturateinnahme kann zu psychischer und physischer Abhängigkeit führen, diese Drogen haben zudem ein hohes Missbrauchspotential.

Die letale Dosierung von Barbituraten ist von Person zu Person, je nach der jeweiligen Toleranz, sehr verschieden. Sogar in stationärer Behandlung ist die Entwicklung einer Toleranz immer noch ein Problem, da unangenehme Entzugssymptome auftreten können, wenn die Droge nach Bildung einer Abhängigkeit abgesetzt wird. Die Überdosierung von Barbituraten in Verbindung mit anderen CNS Beruhigungsmitteln wie Alkohol, Opiaten oder Benzodiazepinen ist noch gefährlicher, wegen der zusätzlichen antidepressiven Wirkung auf das CNS und der Atmung. In Verbindung mit Benzodiazepinen haben sie nicht nur additive Effekte, sondern führen auch zu einer erhöhten Wirkung der Benzodiazepine durch ihre Affinität zu der Benzodiazepin Kontaktstelle.

Die negativen Wirkungen von Barbituratvergiftung sind Atembeschwerden, niedriger Blutdruck, Müdigkeit, Fieber, ungewöhnliche Erregung, Irritabilität, Schwindel, schlechtes Konzentrationsvermögen, Sedierung, Konfusion, beeinträchtigte Koordination, beeinträchtigtes Urteil, Abhängigkeit, und Atemstillstand, der zum bis zum Tod führen kann.

Suchtpotential

stark

Dokumentierte Notfälle pro Jahr

Unbekannt

Legaler Status

Deutschland

illegal

USA

In den Vereinigten Staaten gehören Barbiturate zur Schedule II und Schedule III. Das bedeutet, dass es ohne Rezept verboten ist, sie zu kaufen, zu besitzen oder weiterzugeben.

Literatur

Breites Wissen: Die seltsame Welt der Drogen und ihrer Nutzer

Barbiturates (Drugs: The Straight Facts)

Development of Tolerance and Dependence in Barbiturate Use

Barbiturates (Encyclopedia of psychoactive drugs)


Barbiturat
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