Ausland: Bestellung von psychoaktiven Pflanzen, Zahlung, Zoll

Eine der häufigsten Fragen, die mir gestellt wurde, bezog sich auf das Bestellen von Samen oder Krautern in Amerika.

Daher fasse ich hier die wichtigsten Punkte zusammen.

Die aufgeführten Firmen sind, wenn nichts anderes vermerkt ist, in der Regel zuverlässig.

Das gilt leider nicht für die amerikanische Post. Schickt man Bargeld, z.B. für eine Kataloganforderung, sollte man dieses so kaschieren (z.B. durch Packpapier), daß es von außen weder sieht- noch fühlbar ist.

Dollarnoten haben alle die gleiche Größe; für den US-Postboten fühlt sich eine Ein-Dollar- Note genauso wie eine Hundert-Dollar-Note an.

Kleine Summen schicke ich im einfachen Brief; ist ein Preis für den Katalog angegeben, so lege ich 2 Dollar extra für Porto dazu und bitte um Luftpost- Versand. Beträge bis 100 Euro sende ich per Einschreiben, größere per Einschreiben mit Rückschein (kostet DM 7,00 zusätzlich zum Brief), große Summen per Auslandspostanweisung. (Kostet 19 Euro!)

Euroschecks werden meist nicht akzeptiert. Luftpost nicht vergessen, sonst wartet Ihr Monate.

Zoll: Wir reden hier von kleinen Mengen Samen oder Krautern für den privaten Bedarf.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und versucht herauszufinden, was der offizielle Weg wäre.

Niemand im Zollamt wußte auch nur annähernd, welche Papiere mitmüssen.

Nachdem man mich ans Bundeslandwirtschaftsministerium und dann ans Bundessortenamt verwiesen hatte, erklärte mir der etwa zehnte Gespächspartner, daß ich meine Liste mit den Samen ans Bundessortenamt schicken müsse, wo diese Leute dann prüfen würden, ob die Samen hier verkehrsfähig seien – obwohl ich stets von kleinen Mengen für meine Fensterbank gesprochen habe!

Soviel zur grauen Theorie.

Zur Praxis: Ich habe oft in den USA kleine Mengen Samen bestellt, ebenso viele andere Leute, die ich kenne. In allen mir bekannten Fällen kommen die Samen, Sporen, Krauter als Luftpostbrief oder Päckchen mit der Deklaration „Horticultural seeds.“ (Zierpflanzensamen).

Nie hörte ich, daß eine solche Sendung beanstandet wurde, nie wurde Zoll verlangt, die Sendungen werden ganz normal vom Postboten gebracht.

Problematisch sind Tinkturen, besonders die Blütenessenzen von otj. Diese wurden in einem mir bekannten Fall auch schon vom Zoll als angebliche Medikamente zurückgehalten.

Dann kann man versuchen, darauf zu bestehen, man brauchte die Tinkturen nicht als Medikament, sondern als biologische Spritzbrühe, für chemische Untersuchungen, oder was auch immer.

Theoretisch kann man die Sachen auch mit Hilfe eines Apothekers und eines Arztes trotzdem einführen – wenn man den extremen Aufwand nicht scheut. Vernünftiger ist es, sich erst gar keine Tinkturen oder Essenzen zu bestellen.

Viele der in den USA angebotenen Samen und Krauter gibt es mittlerweile auch in Deutschland; zwar ein wenig teurer, aber rechnet man den ganzen Aufwand, Porto, Geldwechsel, Risiko, kauft man oft in Deutschland trotzdem günstiger ein.

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