Antioxidantien

Antioxidantien und Freie Radikale

Diese Stoffe gehören zwar nicht zu den psychoaktiven Substanzen, sind aber essentiell, um den bei Drogenkonsum gestressten Körper zu unterstützen.

Die Antioxidantien sind eng mit der Verhütung von zellularen Schäden verknüpft – der gewöhnlichen Arbeitsweise von Krebs, Altern, und einer Vielzahl von Krankheiten. Wissenschaftler haben begonnen einige Rätsel dieses Kapitels aufzudecken. Athleten haben großes Interesse aus Gründen der Gesundheitsfürsorge und Leistungszuwachs und/oder kürzeren Erholungphasen nach dem Training. Dieser Artikel versucht, kurz die Rolle von Antioxidantien für Training und allgemeine Gesundheit zu beschreiben und ein Leitfaden für Anfänger zu sein. Er behandelt aber nur die Spitze des Eisbergs dieses dynamischen und interessanten Themas.

Freie Radikale sind Atome oder Atomgruppen mit einer ungeraden Zahl von Elektronen und entstehen, wenn Sauerstoff mit gewissen Molekülen reagiert. Wenn diese hoch reaktiven Radikale gebildet werden, können sie eine Kettenreaktion auslösen. Die größte Gefahr dabei ist der Schaden, den sie anrichten, wenn sie mit wichtigen zellularen Komponenten wie DNA oder Zellmembranen reagieren. Zellen arbeiten dann schlecht oder sterben. Um diesen Schaden durch freie Radikale zu verhindern, besitzt der Körper ein System von Antioxidantien.

Die Antioxidantien sind Moleküle, die gefahrlos mit diesen freien Radikalen reagieren und die Kettenreaktion beenden können, bevor vitale Moleküle geschädigt werden. Obgleich es mehrere Enzymsysteme im Körper gibt, die freie Radikale unschädlich machen können. Die Haupt Antioxydantien sind Vitamin E, Vitamin C und beta-Carotin (ein Naturfarbstoff). Manchmal wird Selenium (ein Spurenelement) auch zu diesen Stoffen gezählt, die für die Funktion eines antioxidantierendes Enzymsystems im Körpers für notwendig gehalten werden. Der Körper kann diese Stoffe nicht selber produzieren, sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

Vitamin E (d-alpha Tocopherol) ist ein fettlösliches Vitamin, das in Nüssen, Samen, Pflanzen- und Fischölen, Vollkonrnprodukten, angereichertem Müsli und Aprikosen vorkommt. Die empfohlene tägliche Einnahme (RDA, recommended daily allowance) ist 15 IU für Männer und 12 IU für Frauen. Nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) beträgt sie 10-15 mg.

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlöslichesVitamin, das in Früchten und Säften, grünem Paprika, Kohl, Spinat, Broccoli, Grünkohl, Cantaloupe Melone, Kiwi und Erdbeeren vorkommt. Der tägliche Bedarf nach der RDA ist 60 mg pro Tag, nach der DGE 100 mg. Verbrauch höher als 2000 mg mag bei einigen Personen mit unerwünschten Nebenwirkungen verbunden sein.

Beta-Carotin ist ein natürlicher Pflanzenfarbstoff und arbeitet im Körper als eine Vorstufe von Vitamin A (Retinol). Es kommt in Milch, Butter, Leber, Eigelb, Spinat, Mohrrüben, Zucchini und Kürbis, Broccoli, Süßkartoffeln, Tomaten, Cantaloupe Melonen, Pfirsichen und Getreiden vor. Da es im Körper in Vitamin A umgewandelt wird,  gibt es keine empfohlene tägliche Einnahme-Dosis. Anstatt dessen gibt die RDA Retinol Äquivalente (RE) an, um das Verhältnis zu erklären. Die DEG gibt dieses Verhältnis auf diese Art an: entweder 0.8-1mg Vitamin A, oder 2mg Beta-Carotin und kein Vitamin A, oder 1 mg Beta-Carotin und 0.5 mg Vitamin A.

(BEMERKUNG: Vitamin A hat keine antioxidantierenden Eigenschaften und kann im Übermaß genommen recht giftig sein.)

Helfen Antioxidantien Krebs und Herzleiden zu verhüten?

Epidemiologische Beobachtungen zeigen niedrigere Krebsraten bei Menschen, die Gemüse- und früchtereiche Nahrung zu sich nehmen. Diese Beobachtung führte zu der Theorie, dass diese Nahrung Substanzen enthält, möglicherweise Antioxidantien, die eine Krebsentwicklung verhindern. Derzeit bestehen intensive wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema. Bisher hat keine der groß angelegten und gut durchdachten Studien bnewiesen, dass die Zugabe von extra zugeführten Antioxidantien das Risiko einer Krebsentwicklung reduziert. Eine Studie hat sogar ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs bei männlichen Rauchern gefunden, die zusätzlich zur normalen Ernährung Antioxidantien zu sich nahmen, verglichen mit Nichtrauchern, die diese nicht zu sich nahmen. Ob diese Wirkung durch die Antioxidantien verursacht wurde, ist unbekannt. Sie wirft aber die Frage auf, ob Antioxidantien unter gewissen Umständen sogar schädlich sein können.

Man vermutet auch, dass Antioxidantien eine Rolle im Prozess des Alterns und in der Verhütung von Herzleiden und Schlaganfall spielen, soweit sind die bisherigen Untersuchungen jedoch ergebnislos. Deshalb ist es verfrüht, Empfehlungen für eine Zugabe von Antioxidantien als Krankheitsverhütung zu geben. In den nächsten Jahren werden neue Daten von laufenden Studien verfügbar sein und mehr Licht auf dieses sich ständig entwickelnde Gebiet werfen. Der beste Rat, der von einigen Ernährungswissentschaftlern hinsichtlich Krebsverhütung besteht, ist 5 Portionen Früchte oder Gemüse pro Tag zu essen.

Training und oxidativer Schaden

Ausdauertraining kann den Sauerstoffverbrauch 10 bis 20fach erhöhen, im Vergleich zum Ruhezustand. Dadurch entstehen aber mehr freie Radikale, die aber wiederum vermehrte Schädigungen des Muskelgewebes  sowie anderer Gewebestrukturen hervorrufen. Die Frage ist, wie wirkungsvoll können Athleten sich gegen durch die Trainingsbedingungen verursachten freie Radikale schützen? Sollten Athleten zusätzlich Antioxidantien einnehmen?

Da freie Radikale im Körper nicht direkt messbar sind, messen Wissenschaftler die Nebenprodukte, die aus deren Reaktionen resultieren. Wenn die Produktion von freien Radikalen größer ist als die von Antioxidantien, würde man mehr Nebenprodukte finden. Solche Messungen sind mit Athleten unter verschiedenen Bedingungen vorgenommen worden.

Verschiedene interessante Konzepte sind das Ergebnis dieser experimentellen Studien. Regelmäßiges körperliches Training stärkt das Antioxidantien-Abwehrsystem und schützt gegen durch das Training verursachten Schäden freier Radikale. Dies ist ein wichtiges Ergebnis, da es zeigt, wie intelligent sich der Körper den Ansprüchen des Trainierens anpasst. Diese Änderungen treten langsam im Laufe der Zeit ein und scheinen sich parallel zu anderen Anpassungen an das Trainieren zu entwickeln.

Andererseits unterläuft intensives Trainieren die Abwehrkräfte bei untrainierten Personen und resultiert wiederum in Schädigungen, welche durch freie Radikale verursacht wurden. Das bedeutet, dass der „Wochenendsportler“, der während der Woche vorwiegend sedentär lebt und an Wochenenden heftige Trainingsrunden unternimmt, sich mehr schadet als nützt.

Literatur

Antiaging mit Antioxidantien: Die Powerstoffe für Fitness und Vitalität

Die Kraft der Antioxidantien: Gesund und jung bleiben

Oxidativer Stress und Antioxidantien bei Herzinsuffizienz: Tierexperimentelle Untersuchungen zu antioxidativen Enzymen und Hitzeschockproteinen als endogene Schutzsysteme bei Herzinsuffizienz

Fit durch… Vitalstoffe?: Über den Sinn und Unsinn von Nahrungsmittelergänzungen – ein Ratgeber

Jiaogulan, Chinas Pflanze der Unsterblichkeit

Die Açaí-Frucht: Das Vitalstoffpaket aus dem Tropenwald. Besonders reich an Antioxidantien, Ballaststoffen und gesunden Fettsäuren

Isolierung, Strukturaufklärung und antioxidative Kapazität phenolischer Verbindungen aus Sanddorn und Quitte — ein Beitrag zu Struktur-Aktivitäts-Beziehungen phenolischer Antioxidantien

© Jürgen Siebers

0 Comments

  1. Isaac

    09/07/2011 at 16:00

    Ich bin sehr zufrieden mit was ich auf Ihre Website gelesen habe und würde mich sehr freuen wenn Sie mir mehr Infos über den Verfügbarkeit von all dies Materialen oder wo man alles Bestellen kann!

    Für Ihre Mühe und Fürsorge verbleibe ich mit freundlichen Grüßen!

    Isaac

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.