Andere Psilocybin-haltige Pilze

Da bis zum jetzigen Zeitpunkt über 90 verschiedene halluzinogene Pilze bekannt sind, übersteigt die Aufzählung und Beschreibung jedes einzelnen den Rahmen dieser Seite. Hier sind deswegen nur die verbreiteten Spezies näher beschrieben.

Psilocybe semilanceata (Spitzkegeliger Kahlkopf)

Auch auf den heimischen Feldern und Wiesen wachsen verschiedene Arten psilocybinhaltiger Pilze. Hier ist vor allem der Spitzkegelige Kahlkopf (Psilocybe Semilanceata) zu nennen, eine weit verbreitete Art, deren Wirkstoffgehalt ähnlich wie bei Stropharia Cubensis gleichmäßig hoch ist. Er kommt in Europa, Nord- und Südamerika, Südafrika, Australien und Neuseeland vor und man findet ihn im Gras, auf Weiden, in Waldwiesen, auf gedüngten Rasenflächen, an Wegrändern, in Mooren, und auf Viehweiden vor. Er wächst dort bevorzugt in den Büscheln von Borstgra (Nardus stricta L.) (Alberts und Mullen, 2006). Erntezeit ist von August bis Januar, hauptsächlich Anfang September bis Mitte November. Dann treten die Pilze oft in großen Gruppen auf. Der kleine Pilz wird nur ca. 5-10 cm groß wobei der Hut die Maße von 1,5-2 im Durchmesser ist. Der Hut hat dabei eine spitz-knopfige Form und ist am Rand leicht gefaltet. Der Pilz kann verschiedene Farben haben, von gelb-braun über olivbraun bis hin zu grau und er ist mit einem schmierigen Belag überzogen. Die Lamellen sind an den Stiel angewachsen und haben zu Beginn eine olivgraue bis lehmig-braune Farbe, die sich aber mit zunehmenden Alter ins rost- bis schwarzbraune verfärbt. Die Schneide bleibt hingegen weiß. Die Sporen sind 11,5-16 mm lang und haben eine Dicke von ca. 6-9 mm. Die Farbe der Sporen ist purpurbraun. Eine bläuliche Färbung, die besonders an verletzten Stellen auftritt, wird als Indikator für den Psilocybingehalt betrachtet. Beim Sammeln sollte man darauf achten, die Fruchtkörper nicht auszureißen, sondern kurz über dem Boden abzuknipsen, um den eigentlichen Pilz, das unterirdische Mycelgeflecht, nicht zu verletzen. Die Psilocybin-Konzentration erreicht Werte von bis zu 1% der Trockenmasse und nach Konsum zeigen sich vergleichbare Rauschzustände wie nach Psilocybe cubensis Einnahme.