Amphetamin


Benzedrine (Amphetaminsulfat), Dexedrine (D-Amphetaminsulfat), Actemin, Aktedron (Amphetaminphosphat), Speed, Elastonon®, 1-Phenyl-2-aminopropan, pep pills , purple hearts , Weckamin, Desoxynorephedrin

 

Strukturformel

Wirkungsweise

Vermehrt die Neurotransmitter Norepinephrin, Dopamin und Serotonin

Übersicht

Amphetamin, auch als beta-phenyl-isopropylamin und Benzedrin bekannt, ist eine rezeptpflichtige Substanz, die normalerweise zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität (ADHD) bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt wird. Es findet auch Verwendung zur Behandlung von Symptomen traumatischer Hirnverletzungen, Narkolepsie und chronischer Müdigkeit. Anfangs wurde es häufiger als Appetitzügler verwendet. Markennamen von Medikamenten, die Amphetamin enthalten sind beispielsweise Adderall und Dexedrin. Amphetamin wird missbräuchlich auch als Partydroge und zur Leistungssteigerung konsumiert. Die Bezeichnung „Amphetamine“ kann sich auch auf eine Klasse von Substanzen beziehen, die als Ableitungen von Amphetamin als „Ersatzamphetamine“ bezeichnet werden.

Amphetamin wurde 1887 zuerst von Lazar Edeleanu an der Universität Berlin hergestellt. Er nannte die Substanzen „Phenylisopropylamine“. Es war eine Serie von Stoffen die  verwandt sind mit dem Pflanzenderivat „Ephedrin“, das zwei Jahre zuvor von Nagayoshi Nagai isoliert wurde. Lange Zeit gab es keine medizinische Verwendung für Amphetamin, bis es dann in vielen Ländern als pharmazeutisches Benzedrin erhältlich wurde. Diese Droge wurde von Militäreinheiten vieler Nationen zur Leistungssteigerung eingesetzt, besonders bei der Luftwaffe, bis dann 1959 Amphetamine rezeptpflichtig wurden. Man konnte aber dadurch die missbräuchliche Verwendung nicht eindämmen.

 

Strukturformel Methamphetamin

Die verwandte Substanz Methamphetamin wurde zuerst in Japan 1893 von dem Chemiker Nagayoshi Nagai aus Ephedrin synthetisiert. 1919 wurde kristallisiertes Methamphitamin von Akira Ogata synthetisiert, indem er Ephedrin mit rotem Phosphor und Jod reduzierte. Das deutsche Militär war für den Einsatz von Methamphetamin im zweiten Weltkrieg bekannt. Das in Deutschland  ab 1938 verwendete Pervitin wurde 1941 strengen Richtlinien unterworfen, da es nach dem Konsum dieser Substanz sehr langer Erholungsphasen bedurfte.

1997 und 1998 berichteten Forscher an der A&M Universität in Texas, natürliche Ressourcen von Amphetamin und Methamphetamin in den Blättern von zwei einheimischen Akazien, Acacia berlandieri und A. rigidula, gefunden zu haben. Zuvor hielt man diese Substanzen für rein chemische Syntheseprodukte.

Bei Amphetamin, sowohl d-amphetamin (dextro-amphetamin) als auch l-amphetamin (oder auch eine razemische Mischung beider Isomere), wird angenommen das seine Wirkung durch die Bindung an den  Monoamin-Transporter entsteht und auf diese Art die extrazellulären Mengen der biogenen Amine wie Dopamin, Norepinephrin und Serotonin erhöht werden. Es wird hypothetisch angenommen, dass d-Amphetamin vorwiegend auf die Dopamin Systeme einwirkt, und l-Amphetamin mehr die Norepinephrin Systeme beeinflusst. Jedoch die hauptsächlich stärkenden und stimulierenden Wirkungen sind mit einer erhöhten Dopaminaktivität verbunden, vorwiegend im mesolimbischen System (Belohnungszentrum im Gehirn). Amphetamin bindet sich an den Dopamin Transporter (DAT) und blockiert auf diese Art des Transporters Fähigkeit, den synaptischen Raum freizugeben. Außerdem wird Amphetamin in die Zelle transportiert, was zu einem Dopamin Efflux führt (DA wird aus der Zelle in den synaptischen Raum durch den entgegen gesetzten Transport von DAT transportiert).

 

Nebenwirkungen

Bei Dosierungen über 20 mg können folgende Symptome auftreten: Herzklopfen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, innere Unruhe, Paranoia, paranoider Beziehungswahn, starke Übererregung, quälend lange Phasen der Schlaflosigkeit, Verwirrung und Angstpsychosen. Bei längerem Konsum kommt es sogar bis zum körperlichen Zusammenbruch.

Wahrnehmung

Allgemein wird eine starke physische und psychische Leistungssteigerung erreicht, verbunden mit euphorischen Zuständen.

Dosierung

wirksam ab 1-5 mg oral

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser, löslich in Alkoholen, Ether, Säuren

Suchtpotential

Amphetamine führen zu einer körperlichen Abhängigkeit, welche aber deutlich geringer ist als bei Opiaten und meist nur schwache Entzugserscheinungen zeigt. Es kommt aber wie bei allen physischen Suchtdrogen zu einer schnellen Steigerung der Dosis.

Dokumentierte Notfälle pro Jahr

Unbekannt

Bezugsquellen:
Bezugsquellen werden rein exemplarisch angegeben und nur zur Information angezeigt:
Internetshop

Rechtlicher Status

Deutschland

illegal

USA

Amphetamin gehört zur Schedule II in den Vereinigten Staaten.

Literatur

Speed, Ecstasy, Ritalin. Amphetamine – Theorie und Praxis

Synthetische Amphetamin-Drogen

Kokain, Ecstasy, Amphetamine und verwandte Designerdrogen

Speed: Eine Gesellschaft auf Droge

ADHS im Erwachsenenalter

Amphetamine Syntheses: Industrial

Pharmacology and Abuse of Cocaine, Amphetamines, Ecstasy and Related Designer Drugs: A comprehensive review on their mode of action, treatment of abuse and intoxication

Pihkal: A Chemical Love Story, Alexander Shulgin


Methamphetamin
Dosissteigerung.

0 Comments

  1. heater

    09/05/2011 at 04:20

    tödliches u. nervtötendes absolut störendes und unagenehmes beigemisch bei kokain

  2. PERNOUD

    25/04/2015 at 19:02

    proposition de psychostimulants ….
    type normal, je suis.

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