Amanita muscaria – Fliegenpilz – Erfahrung

 

(1) Ich persönlich rauche den Fliegenpilz lieber in einer Wasserpfeife anstatt ihn zu essen. Es wird einem fast nicht übel, und da die Pilze je nach Standort extreme Unterschiede in der Wirkstoffkonzentration aufweisen, lassen sie sich durch das Rauchen einfach besser dosieren.

Fliegenpilz – Erfahrung (2) Wir kochten uns eine Pilzsuppe; F. aß zwei Pilze und ich vier. Nach wenigen Minuten wurde mir schlecht, aber das ging vorbei. Innerhalb einer halben Stunde trat eine Vielzahl von Effekten auf: Der Gehörsinn verbesserte sich und Synästhesien traten auf, das heißt, ich begann Gerüche zu schmecken, Geschmack zu riechen und sogar Gerüche und Geschmack zu hören. Ich hatte nahezu keine optischen Störungen, aber häufige, blitzartig auftretende Geschmacks- Geruchs- und Gehörsempfindungen. Mein Tastgefühl verstärkte sich außerordentlich. Während der ersten zwei Stunden spürte ich immer mal wieder leichte Übelkeit. Nach dieser Zeit veränderte sich mein Zustand hin zu einer euphorischen Psychoaktive Pflanzen 85

Bewußtseinslage. Das Gleichgewicht war wie bei einem Alkoholrausch beein- trächtigt, aber das Denken blieb unbeeinflußt. Nach etwa sechs Stunden legte ich mich schlafen, obwohl ich mich immer noch unter dem Einfluß des Fliegenpilzes befand und verbrachte eine ruhige, ungestörte Nacht.

Fliegenpilz – Erfahrung (3) Ich aß drei getrocknete Hüte des Fliegenpilzes. Ich erlebte einen angenehmen Rausch mit nur leichten Veränderungen der Wahr- nehmung. Während der ersten halben Stunde verspürte ich Übelkeit, aber das vorherrschende Gefühl war Euphorie. Ein nüchterner Beobachter nahm keine Änderungen in meinem Verhalten wahr.

Fliegenpilz – Erfahrung (4) Wir legen getrocknete Fliegenpilze in einem ge- schlossenen kleinen Raum (Zelt) auf glühende Kohlen, meditieren und inha- lieren eine halbe Stunde lang die Dämpfe. Es folgt ein leichter transzendenter Zustand, ohne Übelkeit oder sonstige unangenehmen Begleiterscheinungen.

Fliegenpilz – Erfahrung (5) Vor 2 Jahren, Mitte September, probierte ich das erste Mal den Fliegenpilz, der hier in Thüringen ziemlich häufig wächst. Ich hatte mich vorher gut über Amanita muscaria informiert und sammelte zwei gut- aussehende mittelgroße Pilze, wusch sie ab und aß abends langsam die rohen Hutkappen. Nach einer Stunde stellte sich Übelkeit ein, ich mußte aber nicht erbrechen. Nach über einer Stunde legte ich mich zu Bett. Noch im Halbschlaf merkte ich, wie sich etwas zu verändern begann. Ich wurde leicht benommen und sah in meinem Zimmer klare leuchtende Fäden aus Kreisen, Würfeln und Pyramiden umherschweben. Dann schlief ich ein, oder besser gesagt, ich glitt in eine sehr reale Traumwelt hinein. Ich sah phantastische geometrische Gebilde von enormer Größe und ich (oder mein Bewußtsein?) war irgendwie ein Teil davon. In dieser Phase hatte ich das starke Gefühl, ich wäre ein Riese, größer als die Erde, aber in der nächsten Sekunde schrumpfte ich auf die Größe von Bakterien ein und dann wieder um- gekehrt. Die Gebilde explodierten ständig und setzten sich dann wie ein Puzzle wieder neu zusammen. Alles passierte immer schneller, so daß ich mit meinem Willen nicht mehr folgen konnte und Angst bekam. Ich sagte mir aber: „Laß es einfach passieren.“Die Angst verschwand, neue Bilder folgten. Irgendwann ver- blaßte alles und ich erwachte in der Früh, ohne irgendwelche Nachwirkungen zu spüren. Voriges Jahr probierte ich ihn getrocknet in der Wasserpfeife und auf leeren Magen mit etwas Butterbrot. Beide Versuche blieben erfolglos.

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