2C-T-7


Summenformel:   C13H21NO2S
CAS-Nummer:     207740-26-9

Wirkungsweise:

5-HT(2A) Rezeptor Agonist

 

Übersicht

2C-T-7 ist ein halluzinogenes Phenethylamin der 2C Familie, dass eine entfernte Verwandtschaft zu Meskalin aufzeigt. Alexander Shulgin gibt seinem Buch PhIKAL den Dosierungsbereich mit 10 bis 30 mg an. 2C-T-7 wird gewöhnlich oral eingenommen und produziert psychedelische und entheogene Wirkungen, die 8 bis 15 Stunden andauern. Bis zur „Operation Web Tryp“ und Berichten über einige Todesfälle wurde 2C-T-7 als  „Blue Mystic“ kommerziell in holländischen und japanischen Smartshops und über Internet Shops verkauft.

Der Mechanismus, der die halluzinogenen und entheogenen Wirkungen von 2C-T-7 hervorruft, ist höchstwahrscheinlich das Ergebnis der Wirkung als ein 5-HAT(2A) Serotonin Rezeptor Agonist im Gehirn, einem Mechanismus der allen halluzinogenen Tryptaminen und Phenethylaminen gemeinsam ist (Fantegrossi et al., 2005).

2C-T-7 kann MAO-A hemmende Wirkungen haben. Wenn 2C-T-7 MAO-A hemmende Wirkungen hat, kann es andeuten, dass 2C-T-7 eher als andere serotonerge Halluzinogene das Serotonin-Syndrom auslöst, besonders bei hohen Dosierungen (Gallardo-Godoy et al, 2005)

Die chemische Struktur von 2C-T-7 ist eng verwandt mit der von 2C-B.

 

Nebenwirkungen

Konsumenten von 2C-T-7 berichten über Übelkeit, Erbrechen, Muskelkrampf, irritierende körperliche Schwere, Muskel-Zittern, Zuckungen, Gedächtnisverlust (bei höheren Dosierungen), Delirium (bei höheren Dosierungen) und gewalttätiges Verhalten (bei höheren Dosierungen). Bei Überdosierung kann es zudem zu sehr intensiven Halluzinationen bis hin zum Delirium, Angstzuständen und Horrortrip kommen. Ob der Langzeitkonsum zu psychischen und physischen Schädigungen führen kann, ist bisher noch nicht erforscht.

2C-T-7 ist eine Forschung Chemikalie  die nicht für den menschlichen Konsum zugelassen ist, weil derzeit nicht genügend über Nebenwirkungen, langfristige Schäden, Suchtpotential, usw. bekannt ist. Es ist abzuraten solche Substanzen leichtfertig als Partydroge zu betrachten.

Wahrnehmung

Shulgin, der die Effekte der von ihm synthetisierten Drogen meist in Selbstversuchen testete, beschreibt ein Wärmegefühl, Wahrnehmungsveränderungen und eine leicht euphorisierende Wirkung.

 

Suchtpotential

keines

 

Dokumentierte Notfälle pro Jahr:

Mehre Todesfälle sind in Folge des Konsums von 2C-T-7 aufgetreten.

Wichtige Hinweise

Mit Research Chemicals (auch RC oder „Designer Drogen“) werden auf chemischen Weg produzierte psychoaktive Substanzen bezeichnet, deren molekularer Aufbau Ableitungen von vorhandenen (meist illegalen) Substanzen sind oder völlig neue chemische Strukturen darstellen, die bekannte Wirkungen anderer Drogen simulieren und häufig als legaler Ersatz für bekannte verbotene Substanzen vermarktet. Oft werden sie unter Begriffen deklariert wie Dünger für Kakteen oder als Badesalz um handelsfähig zu sein und bestehende Gesetze zu umgehen. Häufig wird der Begriff Research Chemical mit halluzinogenen Substanzen in Verbindung gebracht, es kann sich aber um beliebige Wirkstoffgruppen handeln  wie beispielsweise Stimulanzien, Empathogene, Entaktogene, etc.. Der eventuell legale Status impliziert bei vielen Interessenten eine trügerische Sicherheit. Fakt ist aber, dass diese Substanzen unkontrolliert in den Handel kommen und keine Garantie über Reinheit und Zusammensetzung vorliegt. Auch die wichtigen Informationen über die richtige Dosierung fehlen überwiegend. Die meisten dieser Stoffe sind kaum erforscht, über Wirkungen und Risiken sind nur wenige Fakten bekannt. Bei dem Konsum von Research Chemicals betritt man Neuland  und sollte zwingend einige grundlegenden Regeln beachten:

  • Beachtung der körperlichen und mentalen Verfassung, der Umgebung und der richtigen Dosierung
  • Wenn es irgendwie möglich ist, die Substanz analysieren lassen.
  • Antesten = erst kleine Mengen konsumieren, Zeit vergehen lassen und die Wirkung abwarten.
  • Beim Ausbleiben der Wirkung nicht nachdosieren
  • Mischkonsum verschiedener Substanzen vermeiden

Bezugsquellen:
Bezugsquellen werden rein exemplarisch angegeben und dienen nur zur Information.
Internetshop

,

Rechtlicher Status

 

Deutschland

2C-T-7 ist in Deutschland illegal und wurde als nicht verkehrsfähig eingestuft

Schweiz

illegal

 

USA

2C-T-7 (2,5-dimethoxy-4-(n)-propylthiophenethylamin) gehört zur Schedule I in den Vereinigten Staaten. Das bedeutet, dass es verboten ist es ohne eine DEA Lizenz herzustellen, zu handeln, zu besitzen, oder weiterzugeben . Es ist nicht auf Rezept erhältlich.

 

Literatur

Alexander Shulgin, Ann Shulgin: PIHKAL – A Chemical Love Story Transform Press, ISBN 0-9630096-0-5

Tihkal: A Continuation: The Continuation

Nadja Wirth: Ecstasy – Mushrooms, Speed & Co. Das Info-Buch Econ Taschenbuch, ISBN 3-548-75061-3

Pharmacology and Abuse of Cocaine, Amphetamines, Ecstasy and Related Designer Drugs: A comprehensive review on their mode of action, treatment of abuse and intoxication

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