2C-I




Wirkungsweise

5-HT(2A) und 5-HT(2C) Rezeptor Agonist

Übersicht

2C-I, 2,5-dimethoxy-4-iodophenethylamin ist eine psychedelische Droge und ein Phenylethylamin der 2 C Familie. Es wurde von Alexander Shulgin entwickelt und populär gemacht. Er beschrieb es in seinem Buch PIHKAL.    Die Droge wird als Partydroge, zur Entspannung und als Entheogen (wörtlich: Der Gott in uns) benutzt, aber nicht medizinisch oder pharmakologisch angewendet. Es wird meistens als Hydrochlorid Salz (ein lockeres, glänzendes weißes Pulver) und auch als gepresste Tabletten  angeboten.

2C-I wird gewöhnlich oral eingenommen, kann aber auch geschnupft werden ( 2C-I verursacht beim Schnupfen jedoch beachtliche Schmerzen), kann aber auch rektal genommen werden. Es existieren auch einige Berichte von intramuskulären und intravenösen Injektionen. Eine orale entspannende Dosierung von 2C-I liegt zwischen 10 mg und 25 mg, wobei Dosierungen ab 2 mg auch als wirksam beschrieben wurden. Die Wirkung beginnt gewöhnlich nach einer Stunde und hält 5 bis 12 Stunden an.

Warnung:

Nehmen sie nicht 2C-I, wenn sie auch einen MAO-Hemmer (Monoaminooxidase-Hemmer) einnehmen. MAO-Hemmer kommen gewöhnlich in Antidepressiva vor, wie Nardil (Phenelzin), Parnate (Tranylcypromin), Marplan (Isocarboxazid), Eldepryl (l-Deprenyl) und Aurorex oder Maneix (Moclobemid). Ayahuasca enthält auch MAO-Hemmer (Harmin und Harmalin).

2C-I und MAO-Hemmer sind eine potentiell gefährliche Kombination. Fragen sie ihren Arzt, wenn sie nicht genau wissen, ob ihr Medikament ein MAO-Hemmer ist.

Nebenwirkungen

Konsumenten von 2C-I berichten über starke physische Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen, die aber seltener auftreten als beim Gebrauch von einigen anderen nahe verwandten Phenethylaminen wie 2C-T-2 und 2C-T-7.

Über die Toxizität von 2C-I ist liegen bisher keine Untersuchungen vor. Todesfälle sind keine dokumentiert und mehrfach wurden hohe Dosierungen (100+ Milligramm) überlebt. Es gibt keine Berichte von physischer Abhängigkeit. Vergleiche mit ähnlichen Verbindungen legen nahe, dass der Gebrauch von 2C-I wahrscheinlich keine körperliche Abhängigkeit bewirkt.

2C-I ist eine Forschung Chemikalie  die nicht für den menschlichen Konsum zugelassen ist, weil derzeit nicht genügend über Nebenwirkungen, langfristige Schäden, Suchtpotential, usw. bekannt ist. Es ist abzuraten solche Substanzen leichtfertig als Partydroge zu betrachten.

Wahrnehmung

Die Wirkungen von 2C-I werden oft ähnlich der seiner chemischen Verwandten 2C-B geschildert, das heißt psychedelische, halluzinogene Effekte wie bei LSD, verbunden mit entactogenen Wirkungen von Drogen wie MDMA . Einige Konsumenten beschreiben die Wirkungen mehr mental und weniger sinnlich als die von 2C-B.

Sucht erzeugendes Potential

Keines

Dokumentierte Notfälle pro Jahr:

Keine

Wichtige Hinweise

Mit Research Chemicals (auch RC oder „Designer Drogen“) werden auf chemischen Weg produzierte psychoaktive Substanzen bezeichnet, deren molekularer Aufbau Ableitungen von vorhandenen (meist illegalen) Substanzen sind oder völlig neue chemische Strukturen darstellen, die bekannte Wirkungen anderer Drogen simulieren und häufig als legaler Ersatz für bekannte verbotene Substanzen vermarktet. Oft werden sie unter Begriffen deklariert wie Dünger für Kakteen oder als Badesalz um handelsfähig zu sein und bestehende Gesetze zu umgehen. Häufig wird der Begriff Research Chemical mit halluzinogenen Substanzen in Verbindung gebracht, es kann sich aber um beliebige Wirkstoffgruppen handeln  wie beispielsweise Stimulanzien, Empathogene, Entaktogene, etc.. Der eventuell legale Status impliziert bei vielen Interessenten eine trügerische Sicherheit. Fakt ist aber, dass diese Substanzen unkontrolliert in den Handel kommen und keine Garantie über Reinheit und Zusammensetzung vorliegt. Auch die wichtigen Informationen über die richtige Dosierung fehlen überwiegend. Die meisten dieser Stoffe sind kaum erforscht, über Wirkungen und Risiken sind nur wenige Fakten bekannt. Bei dem Konsum von Research Chemicals betritt man Neuland  und sollte zwingend einige grundlegenden Regeln beachten:

  • Beachtung der körperlichen und mentalen Verfassung, der Umgebung und der richtigen Dosierung
  • Wenn es irgendwie möglich ist, die Substanz analysieren lassen.
  • Antesten = erst kleine Mengen konsumieren, Zeit vergehen lassen und die Wirkung abwarten.
  • Beim Ausbleiben der Wirkung nicht nachdosieren
  • Mischkonsum verschiedener Substanzen vermeiden

Bezugsquellen:
Bezugugsquellen werden rein exemplarisch angegeben und werden nur zur Information angezeigt:
Internetshop

,Rechtlicher Status

Europa

2C-I ist eine illegale, kontrollierte Substanz in mehreren europäischen Ländern, darunter Frankreich, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, den Niederlanden, Polen, Spanien und England. Im Dezember 2003 veröffentlichte der Europäische Rat einen verbindlichen Beschluss 2C-I in allen EU-Mitgliedsstaaten zu verbieten.

USA

2C-I (2,5-dimethoxy-4-iodophenethylamin) gehört in den Vereinigten Staaten zu keiner Schedule, sondern ist eine Chemikalie für Forschungen (Research Chemical), die für menschliche Einnahme nicht genehmigt ist.

Derzeit werden keine der 2C-I Verbindungen formell in den Vereinigten Staaten kontrolliert, können aber nach dem Grundsatz des „Controlled Substances Analogue Enforcement Act“ strafrechtlich verfolgt werden.

Literatur

Alexander Shulgin, Ann Shulgin: PIHKAL – A Chemical Love Story Transform Press, ISBN 0-9630096-0-5

Tihkal: A Continuation: The Continuation

Nadja Wirth: Ecstasy – Mushrooms, Speed & Co. Das Info-Buch Econ Taschenbuch, ISBN 3-548-75061-3

Pharmacology and Abuse of Cocaine, Amphetamines, Ecstasy and Related Designer Drugs: A comprehensive review on their mode of action, treatment of abuse and intoxication

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